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Neuer Trend bei Lohndrückerei sind Werkverträge

Gewerkschaften kritisieren einen zunehmenden Trend um Löhne in Deutschland zu drücken: Viele Firmen gewinnen Arbeitskräfte über Subunternehmen, die ihre Angestellten auf Basis von Werkverträgen beschäftigen.

Bei Werkverträgen wird der Arbeitnehmer für die Vollbringung einer bestimmten Leistung bezahlt. Durch diesen Trick lassen sich viele Tariflöhne, wie beispielsweise bei der Zeitarbeit umgehen, für die es mittlerweile einen Mindestlohn gibt.

Vor allem Industrieunternehmen nutzen den Trick, um die Anzahl der regulär Angestellten zu drücken. Auch im Einzelhandel zeigt sich dieser Trend. Die Regierung sieht keinen Grund, hier einzugreifen.


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WebReporter: artefaktum
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Vertrag, Trend, Industrie, Lohndumping
Quelle: www.sueddeutsche.de

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28.11.2011 13:55 Uhr von Aggronaut
 
+8 | -1
 
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und volkswagen ganz vorne: mit dabei. einzig positive ist, das die löhne ein wenig über zeitarbeits niveau liegen.
da brauch es einen auch nicht wundern das die ständig neue gewinne einfahren.
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28.11.2011 14:40 Uhr von no_trespassing
 
+4 | -0
 
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Ausnutzen von Gesetzeslücken gang und gäbe: Eine der Hauptaufgaben des Wirtschaftens ist das Suchen und Ausnutzen von Gesetzeslücken.
Ist eine geschlossen, sucht man sich die nächste.

Was nützt der Mindestlohn, wenn er so wieder zunichte gemacht werden kann?

Es stellen sich hier vielmehr fundamentalere Fragen - das Halten von Produktionsmitteln steht unter dem Vorbehalt, damit der Gesellschaft gegenüber verantwortlich umzugehen.
Wenn das nicht mehr gewährleistet ist, wird Art. 14, Abs.2 Grundgesetz obsolet.

Aber die Wirtschaft hält es wohl wie Pofalla mit dem GG, wenn es hart auf hart geht ("Lass mich mit dieser Scheiße in Ruhe.").
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28.11.2011 14:44 Uhr von CommanderRitchie
 
+14 | -0
 
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Erst wenn die breite Masse der Arbeitnehmer/innen: in den unteren Gehalts und Lohnniveau-Bereichen begreifen, dass sie die "Motoren" des deutschen Wirtschaftssystems sind..... und sich gegen Ausbeutung mit allen Mitteln wehren.... wird die Lohndumping-Diktatur in Deutschland sein Ende finden !!

Beispiel:
So ist es mir unbegreiflich, wenn ein Arbeitnehmer bereit ist, auf 30 % seines Lohnes zu verzichten, um seinen Arbeitsplatz zu erhalten - nur um diesen dann ein - oder zwei Jahre später eh zu verlieren weil die Firma ihren Firmensitz in den Osten des Globuses verlegt !!
Wobei die Betroffenen Arbeitnehmer ja dann ihr Arbeitslosengeld vom Durschnittsverdienst der vergangenen zwei Jahren erhalten !!
Da sollten alle Betroffenen im Kollektiv einfach sofort "von Heute auf Morgen" gesammelt Kündigen und sich beim Arbeitsamt melden...... da gibt´s dann 68 % vom letzten Nettolohn !! Jaja... Leute - jetzt fangt mal an zu Rechnen..................
Die Einnahme-Verluste einer Firma durch die gestoppte Produktion - weil ja alle gekündigt haben - gleicht die eingesparten Lohnzahlungen in kürzester Zeit aus....( In diesem Falle: "Es lebe die Gehässigkeit" !!)

Und.... keine Angst..... wir haben ein gutes Sozialsystem.....
und für solche Aktionen wäre ich als Steuerzahler gerne Bereit, meine Steuern zu entrichten !!
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28.11.2011 14:55 Uhr von CommanderRitchie
 
+8 | -0
 
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Wenn die breite Masse........... Teil 2: Was ich gerade im ersten Teil geschrieben habe ist gar nicht so abwegig und wurde von mir und meinen Arbeitskollegen trotz aller eventuell nachfolgenden sozialen Existenzsorgen durchgezogen......
Da wurde von unserer Firma (Subunternehmer) verlangt, dass wir statt 12 Stunden täglich - auf Wunsch des Auftraggebers - nun 16 Stunden täglich Arbeiten sollten..... da haben wir uns geweigert !! Da sagte man uns, dass man sich nach neuen Leuten umsehen würde.... Okay haben wir gesagt, dann macht das mal - und haben fristlos gekündigt - und die Arbeit sofort eingestellt. Nach zwei Tagen klingelte das Telefon.... uns siehe da.... man bat uns, doch wieder Arbeiten zu kommen - zu den alten Bedingungen !!
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28.11.2011 15:01 Uhr von arta86
 
+4 | -1
 
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Die Regierung sieht keinen Grund hier einzugreifen: Wie heisst es so schön?
Wenn eine Tür zufällt dann öffnet der liebe Gott ein Fenster.
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28.11.2011 20:16 Uhr von CommanderRitchie
 
+3 | -0
 
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WegMitFerkel@ Genau das ist das Problem..... haste gut erkannt !!
Wenn man von Arbeitslosigkeit bedrohten Arbeitnehmern aufzeigen würde, welche Rechte und Möglichkeiten laut dem Sozialgesetzbuch bestehen, seinen Lebensunterhalt bei Verlust der Arbeit zu bestreiten..... dann sieht die Welt schon anders aus... !!
Statt dessen wird ein Horrorszenario von ewiger Arbeitslosigkeit und H 4 Lebensfalle gezeichnet - nur um Arbeitswillige (und Arbeitsunwillige bei Streik) für das perfide Arbeitsplatz-Ausbeutungs-Systen gefügig zu machen !!
Außerdem sollten Arbeitnehmer nicht so viel darüber nachdenken, ob und wie sie ihren Arbeitsplatz "retten" könnten - sondern sollten sich Gedanken machen, wo sie möglichst schnell eine anderweitige Beschäftigung bekommen könnten.

Wie gesagt - ich als Steuerzahler zahle gerne in das Sozialsystem ein, wenn ich dadurch die Courage der gefährdeten Arbeitnehmer im "Falle eines Falles" (Arbeitsplatzverlust) unterstützen kann !!

[ nachträglich editiert von CommanderRitchie ]
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28.11.2011 20:41 Uhr von Protonator
 
+4 | -0
 
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Ich werde Auswandern und diesem Drecksland den Rücken kehren! Hier werde ich mein Leben lang absolut unterbezahlt schuften und das dann noch nur für andere, sei es für andere Staaten in der EU, für die Polithuren oder für was sonst noch Geld zum Fenster rausgeworfen wird !!! Da sich der Deutsche Michel niemals erheben wird, wird es hier zwangsläufig immer schlimmer. Ich werde niemandem durch meine Arbeit das Leben finanzieren so wie es jeder deutsche momentan tun muss !! Ich kriege WUT

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