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Jan Delay im Kampf gegen die Abmahnanwälte

Nachdem bekannt wurde, dass 2010 in Deutschland über 800.000 Abmahnverfahren wegen illegaler Musikdownloads geführt wurden, postete Jan Delay provokativ auf Facebook und Google+: "Das sind alles miese Schweine!! Saugt bitte alle ruhig weiter und lasst euch nicht erwischen".

Dessen Plattenfirma reagierte prompt und teilte ihm mit, dass ein nicht unerheblicher Beitrag seines Einkommens auch aus diesen Einnahmen stammen. Delay konterte mit der Begründung, es komplett zu spenden, auch in Zukunft.

Nichtsdestotrotz postete er wenig später einen entschärften Beitrag bei dem er "nicht grundsätzlich" zum Musikklau aufrufen würde.


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WebReporter: XvT0x
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Musik, Kampf, Download, Abmahnung, Jan Delay
Quelle: derstandard.at

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32 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.11.2011 07:06 Uhr von kritzz
 
+36 | -1
 
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hmm Von welchen "Einnahmen" ist die Rede? Entweder ist es noch zu früh für mich, oder ich finde gerade den Zusammenhang nicht.
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28.11.2011 07:08 Uhr von jhnns
 
+43 | -3
 
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zitat aus "Stift her" von den Beginnern (gesungen von eizi eiz aka jan delay)

"...Trotzdem ist mir lieber Deutsche brennen Rohlinge
statt wie früher Menschen in Rostock und in Solingen!
So können die Kiddies wenigstens alle mal Mucke hör´n!
Dann gibts halt in ´n paar Jahren einfach keine Mucke mehr!
Und bei den Preisen kann ich Rippen niemand übel nehmen
Und freu mich doppelt über die, die vor der Bühne stehen!
Faust aufs Herz! Ey Leute ihr seid die Derbsten
Ich schuld euch was, sowie die Dritte Welt der Ersten!.."
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28.11.2011 07:27 Uhr von JesusSchmidt
 
+7 | -15
 
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und wo ist der "kampf"? rumlabern ist kein kampf.
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28.11.2011 07:32 Uhr von Staplerfahrer-Klaus
 
+33 | -1
 
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was ist denn für dich Kampf? Soll er jetzt Autos anzünden. Ist doch konsequent wie er reagiert.
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28.11.2011 07:39 Uhr von saber_
 
+17 | -1
 
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ich kann nicht wirklich nachvollziehen was sich in deutschland abspielt...


einerseits wird maechtig ueber produktpiraterie geheult und das die einnahmen ausbleiben.... andererseits wird das musikalische angebot sowas von auf der kurzen leine gehalten das es kuerzer garnicht geht...

was ich damit sagen will: wo kann man in deutschland denn irgendwie an qualitativ hochwertige musik gelangen?

als ich jung war gab es mal mtv, und es lief quasi den ganzen tag musik im programm

heute kann man das fernsehen knicken....


...aber wir haben doch das internet, und youtube!

ja, das mag wohl sein... aber trotzdem ist fuer den deutschen user halb youtube gesperrt... auch wenn die musikvideos direkt von den seiten der interpreten selber herkommen - einfach gesperrt....

als ich in amerika war hab ich sehr umfangreich pandora radio genutzt... noch nie bin ich einer derart grossen menge neuer musik ausgesetzt gewesen.... da kam immer was neues hinzu....

falls jemand pandora nicht kennt: man gibt dem programm eine musikrichtung vor...und es sucht fuer einen musikalisch aehnliche titel aus der datenbank.... funktioniert perfekt!

dort kriegt mans kostenlos serviert... um blut zu lecken... und die meisten menschen kaufen es dann eh ganz LEGAL!

vor 10 jahren haette ich auch noch lachend abgewunken wenn mir jemand gesagt haette das ich jemals wieder geld fuer filme oder musik zahlen wuerde...oder gar software.... heute verdien ich aber mein eigenes geld und habe leicht andere ansichtsweisen....und ich kenne sehr wenige denen es nicht so ging wie mir...


aber in deutschland muss man wohl vielleicht erstmal zahlen um etwas testen zu koennen was einen eventuell interessieren koennte.... schade
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28.11.2011 08:51 Uhr von Prachtmops
 
+14 | -2
 
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joppa: viele künstler sind "pro" downloaden... warum?
als normaler künstler ist musik, nur noch etwas was man nebenbei macht, und nicht mehr hauptberuflich.
dies liegt aber nicht wie viele denken an den downloads, sondern an den verträgen der plattenfirmen.
heute bekommste teilweise nur noch 5 - 10 % vom geld was UNTERM strich überbleibt!
und ich spreche als musiker da aus erfahrung.

nehmen wir mal an, ein album kostet 9,99 €
davon zieht die plattenfirma schonmal mindestens 50 % weg für beteiligte firmen wie: abrechnungsfirma, steuerberater, mitarbeiter und und und...
dann bleiben 4,99 über.
davon gehen dann noch die steuern runter, und vom rest bekommt der künstler 5 bis 10 %.

also pro verkauftes album, bekommt der künstler vielleicht 30 cent.
IST DAS GERECHT?
klar müssen bei der plattenfirma, mitarbeiter bezahlt werden, das sieht man ja ein, aber müssen deswegen die menschen darunter leiden, die im prinzip 90 % der arbeit machen?

man braucht sich doch gar nicht wundern, das es nur noch langweilige und schnelllebige musik gibt, oder würdet ihr noch so arbeiten wie vor 10 jahren, wenn man euch das gehalt um mehrere 100 % kürzt?

die waren bösen jungs, sind die labels, die ihre künstler abzocken, nicht die künstler ansich.
und deswegen haben auch die wenigsten künstler was gegen das downloaden.
klar gibts da auch die gegenseite, aber die fällt geringer aus.

also leute, das nächste mal dran denken wenn ihr euch ne cd kauft.... damit finanziert ihr keine künstler sondern die dicken bmw und mercedes des labels.
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28.11.2011 09:29 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -7
 
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@saber_ du kommst in Deutschland nicht mehr an gute Musik, weil die Verlage keine Lust mehr haben gute junge Bands zu fördern, wenn es danach kostenfrei gesaugt wird. Ich weiss von einigen wenigen (kleinen) Verlagen, die nachts nicht mehr schlafen können, wenn sie in ein Projekt 50.000 Euro vorauszahlen mussten, und keine Ahnung haben ob das Geld jemals danach wieder reinkommt. Das geht kleinen Verlagen natürlich an die Substanz.
So macht man eben nur noch die Kacke, die sich über Merchandising verkauft. Und die ganz grossen Verlage sehen das wahrscheinlich so ähnlich.
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28.11.2011 09:46 Uhr von PureVerachtung
 
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28.11.2011 09:54 Uhr von Jean_Luc_Picard
 
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...das braune Gesocks ist auch schon wach!

Wie kommt´s denn? Durch den Lärm der arbeitenden Bevölkerung geweckt worden?
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28.11.2011 10:10 Uhr von PureVerachtung
 
+2 | -6
 
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Arzttermin. Soll ich die Gegenfrage stellen?

[ nachträglich editiert von PureVerachtung ]
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28.11.2011 10:43 Uhr von film-meister
 
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eternal: Denn wenn ich mir etwas nicht leisten kann, muss ich halt in den sauren Apfel beißen und darauf verzichten bis ich das Kleingeld dafür habe.

Das ist dein Zitat. Es kommt beim Künstler aufs Selbe hinaus, ob man downloaded oder es einfach nicht kauft....in beiden Fällen gibts kein Geld;) Der Endverbraucher kann zwar keine Musik hören, aber der Künstler kriegt auch kein Geld.
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28.11.2011 10:51 Uhr von SN_Spitfire
 
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Ich selbst: hab bisher jede gute Band unterstützt und hab deren CDs gekauft. Ebenso war ich auf deren Konzerten und habe sie Live erlebt.
Für diese freu ich mich, dass sie den Lohn ihrer Arbeit erhalten.
Aber so Gesocks was da aus der Retorte von DSDS und Ähnlichem heraus kommt, kannst ja nicht wirklich als Musik Ernst nehmen. Da denk ich nichtmal ansatzweise daran, deren CDs, geschweige denn MP3s von denen herunterzuladen.

Ebenso kotzt einen das Gehabe der GEMA und Konsorten in Verbindung mit Youtube an. Gott sei Dank gibt es offene ProxyServer die man nutzen kann.
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28.11.2011 11:41 Uhr von Prachtmops
 
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@ eternal: ja dummerweise produzieren die künstler aber nunmal für lau oder für einen geringen anteil.

1. damit ihre musik von vielen gehört wird, unabhängig des einkommens.
2. um bekannt zu werden
3. fürs ego, oder kannst du von dir sagen, das du ein eigenes lied weltweit im verkauf hast?
4. macht es auch spass

trotzdem kommt einem als künstler das blanke kotzen, wenn man sieht, was labels an kohle machen und wieviel letzendlich der künstler bekommt.
sicher erwartet niemand eine 50/50 aufteilung, aber mehr wie 10 % müssen einfach drin sein.
jeder künstler hat nämlich auch wie die plattenfirma, kosten die gedeckt werden müssen.
oder glaubst du, das instrumente, computer, strom usw vom label gesponsored werden?
das interessiert das label dann nicht, aber die künstler müssen denen alles finanzieren?

sorry, es geht um die ungerechtigkeit und nicht darum, als künstler noch millionen zu machen, während die label pleite gehen.

desweiteren investiert heute kein label in einen künstler, es sei denn folgende kriterien sind erfüllt:

erfolgreiche verkäufe im mp3 format
zukunftspotenzial (familiäre situation, alter, geschlecht)
aussehen
zielgruppe

jeder neue künstler wird nur über mp3 vermarktet und wenn es da gut läuft, denkt man mal am rande nach ner cd vö nach.
warum nur als mp3?
es gibt keine wirklichen vorlaufenden kosten, und wenns schief geht, verliert keiner geld.
anders bei ner cd.
hier wird eine bestimmte anzahl hergestellt, und die kostet enorm viel geld.
desweiteren muß bei einem cd release auch geld in promotion gesteckt werden, damit sichs auch verkauft.

der musikmarkt ist sehr hart, und am härtesten für den künstler, da er immer die gleiche leistung bringen muß und am schlechtesten bezahlt wird.

[ nachträglich editiert von Prachtmops ]
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28.11.2011 13:05 Uhr von KarlB
 
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Tatsache ist: daß die Interpreten nicht den Löwenteil der "Album"- oder "Single"-Preise bekommen. Das ist beim Landwirt und seiner Ware aber ebenso. Leider funktioniert die Wirtschaft wohl nur so. Übrigens @saber_: Danke für den Tipp "Pandora Radio", kannte bisher nur LastFM. Pandora kannst du in DE auch hören. Firefox/Stealthy und Länderkennung auf US. Ist echt ne feine Sache.
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28.11.2011 13:54 Uhr von Maglion
 
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Wer braucht denn in Zukunft noch Musiklabels? Da ja schon an der abschaffung der CD gearbeitet wird und in Zukunft alles online vermarktet wird, muss man aich wirklich fragen, wieso Künstler den Großteil der Einnahmen an ein Label abgeben sollte?!
Es ist heute kein Problem über das Internet gute Musik zu promoten, für wenig Geld. Die Musiker haben mehr davon, wenn sie ihre "Alben" selbst für 2,- € vermarkten.
Und gute Musiker verdienen ihr Geld dort, wo sie es schon vor 100 Jahren verdient haben, auf der Bühne !
Auch das produzieren von hochwertiger Muski, kostet nicht mehr so viel, wie früher, da es gute Hard- u. Software für kleines Geld gibt und der klangliche Unterscheid, zwischen einer sehr teuren Studioproduktion und einer hochwertigen und günstigen Eigenproduktion im eigenen Kellerstudio, sich den meisten Höreren eh nicht erschließt. Viele teure Studioproduktionen, wirken zudem oft klinisch rein, ohne Atmosphäre, dafür aber mit Effekten gespickt, die das Ganze dann etwas aufpeppen sollen.

In Zukunft wird das Medium MP3 und Internet nur noch ein billiger Werbeträger sein, um Bands bekannt zu machen, damit die Leute zu den Konzerten kommen.

Dass viele der "Musikfans" darüber jammern, dass es keine gute neue Musik mehr gibt, liegt wohl daran, dass sie zu faul sind, gute Musik zu suchen und auch mal auf Konzerte von unbekannten Bands zu gehen. Sie warten lieber, dass ihnen die Marketingabteilungen der großen Labels, ihn über die Medien etwas empfiehlt. *lol*
Dass da nur Mainstreamkack bei diesen Leuten ankommt, ist doch logisch !

Wer gute Musik wirklich möchte und sucht, der finder davon mehr, als er hören kann.
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28.11.2011 14:05 Uhr von Kappii
 
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@Maglion: Es wäre schön blöd von einem Musiker ein Vertrag eines Musiklabels auszuschlagen. Den selbst wenn man sich viel günstiger selbst im Internet vermarkten kann, bleibt man doch nur ein kleiner Fisch im Meer unter vielen. Der großteil der Musikkonsumenten hat auch gar keine Zeit/Lust sich aktiv auf die Suche nach neuer Musik zu machen und findet es sehr bequem sich "vorschreiben" zu lassen was er hören soll.
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28.11.2011 14:47 Uhr von culturebeat
 
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ja nutzt weiter Kazaa und Emule! Saugt die Musikindustrie leer und lasst euch nicht erwischen!

Blödsinn!

Filesharing ist gefährlich wenn man auch hochlädt.
Filehosting (Rapidshare etc) ist für Downloader dagegen ungefährlich, es sei denn es sind Kinderpornos oder Propaganda.

Die Zahl der Abmahnungen für Delays Musik wird nach seinem Aufruf wohl sprunghaft steigen und damit auch seine eigenen Einkünfte.
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28.11.2011 15:10 Uhr von Hoschman
 
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@ maglion: und wie kommt man deiner meinung nach ohne label in shops wie itunes oder musicload rein?
man hat als normalo musiker eben keine connections bzw. man bekommt keine berechtigung bei den portalen zu listen.

und nur über youtube + eigene homepage, ist nix zu machen, wenn du nicht ein wenig bekannter bist.
dafür benötigst du erstmal ne fanbase, die man ohne label zu 99 % nicht bekommt.

zitat von dir:

Und gute Musiker verdienen ihr Geld dort, wo sie es schon vor 100 Jahren verdient haben, auf der Bühne !

zitatende.

achso, und was machen studiomusiker, die live nix machen können?
davon gibt es zig tausende, sollen die verhungern?
nicht in jeder musikrichtung kannst du live spielen,
bei allen arten von elektronischer musik, kannste sowas
im prinzip vergessen, es sei denn du gestaltest das sehr
groß.... nur woher soll die kohle kommen?

@ andere

warum man sich an die label bindet bzw. nicht einfach austritt und sein ding alleine durchzieht?
öhm hust, wenn das so einfach wäre.
ein normaler vertrag bindet dich an das label, und wenn du gehst, bleibt auf jeden fall dein künstlername sowie deine bisherigen lieder das eigentum vom label, es sei denn, du kaufst denen die rechte ab.

so, dann hast du dir nen namen aufgebaut, haust vom label ab und darfst nen neuen machen.
und ich sage dir eines... auch wenn die musik die gleiche qualität haben wird, werden 50 % deiner fans sagen:
"unter dem anderen namen, hat er besseres gemacht."

es geht nicht ohne label.... viele türen bleiben einem einfach verschlossen wenn man kein label im rücken hat, und dies nutzen die label aus.

[ nachträglich editiert von Hoschman ]
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28.11.2011 15:25 Uhr von Maglion
 
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@Kappii: Was bringt einem Musiker großes Label, wenn er nichts verdient und nicht nachhaltig gefördert wird, sondern schneller fallen gelassen wird, als er entdeckt wurde?

Schau Dir doch die ganzen Retortenstars an und wieviele von denen sich wirklich halten können!
z.B. der Pietro und seine Schnecke von DSDS, am WE gabs das erste Konzert und sie hatten trotz der ganzen Werbung nur 1000 Besucher. Klar machen die jetzt trotzdem gut Geld, so lange sie einen Palltenvertrag haben, aber das wird in 1 - 2 Jahren anders aussehen und in 5 Jahren dürfen die nicht mal mehr in einem Baumarkt auftreten.

Das Problem ist doch, dass in der Musikbranche im Pop-Breich, kaum Wert auf Qualität, sondern auf Vermarktbarkeit gelegt wird. Leider haben diese künstlich gepushten Musiker kaum noch eine Chance sich zu halten, wenn sie vom Label fallen gelassen werden, denn auch deren "Fans" lassen sie schnell fallen, wenn es neue Retortenstars gibt. Da gibt es kaum eine Fanbase, von der sie länger leben können.

Klar ist es als Musiker schön, wenn man einen Plattenvertrag hat, aber als professioneller Musiker musst Du auch ohne Plattenvertrag irgendwie Deine Brötchen verdienen können. Dazu brauchst Du eine gute Fanbase, die man sich über viele Jahre aufbauen muss, was nur über Qualität und viel Fanbasearbeit und sehr vielen Auftritten funktioniert - das ist harte Arbeit.

Die meisten Pop-Musiker bekommen heutzutage doch kaum die Zeit, um sich zu etablieren und einen Fanbase aufzubauen. Ich denke, dass wollen die Plattenbosse auch nicht immer, denn solche Stars werden teuer und können unangenehme Forderungen stellen und ihre Fanbase zu einem anderen Label mit nehmen, wenn es Krach gibt.

Es gibt unglaublich viele professionelle Musiker, die von der Musik auch leben können und das über viele Jahre hinweg.
Ich denke ein intelligenter Musiker sucht sich ein kleines Spartenlabel und ackert hart an der Fanbase, tingelt ständig durchs Land und gibt Konzerte.

Fast die komplette Rock und Metall-Szene kommt so schon seit Jahrzehnten gut über die Runden, obwohl sie in den Medien kaum eine Platform bekommen, aber die Konzerte sind immer gut besucht und damit stimmt auch die Kohle.
Die verdienen nur einen Bruchteil mit ihren Platten oder Downloads, aber ein neues Album ist dann der Aufhänger für die nächste Tour.

Ich denke, dass nur die Musikfans ein Qualitätsproblem haben, die auf Fastfoodmusik stehen, denn die wird nicht besser, sondern höchstens schnelllebiger, so dass man kaum noch mit kommt, wer eigentlich gerade alles ein "Star" ist.

Wer auf eine Musikrichtung steht, die sich bei kleineren Spartenlabels abspielt, der hat keine Qualitätsprobleme und auch die Auswahl ist reichhaltig.

Es gibt im Internet ja mehr als genügend Sparten Internetradiokanäle und wer auf eine bestimmte Musikrichtung steht, hört den passenden Sender und wird ganz schnell einige Neuentdeckungen machen.

Musik hören ist wie Essen gehen, wer immer zu Mc Donalds geht, kann lange warten, bis er ein 4 Sterne Menü bekommt.
;-) Leider denken viele, dass das Essen bei Fastfoodketten gut ist, weil sie noch nie richtig gut essen waren.

Jeder muss selber wissen, wie wichtig ihm eine Sache ist und wenn einem etwas wichtig ist, investiert man gerne etwas mehr Zeit, wenn man die Qualität dadurch steigern kann.

Ich höre ganz gerne Pop-Musik, aber die muss man sich ja nicht kaufen, denn die kommt doch eh überall z.B. im Radio.
Ich merke mir nicht mal die Namen der Musiker oder gar Titel, wozu auch?! Es gibt doch ständig neuen gefälligen Nachschub.... dafür Geld zu bezahlen, wäre je genauso doof, als wenn man Luft in Tüten kaufen würde. :-D

Übrigens bekommt man Chartmusik ganz einfach vom Internetradio auf den MP3-Player - komplett kostenlos und mit der richtigen Software ist das auch nicht umständlicher, als ein Kauf in einem Online-Musikstore.
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28.11.2011 15:41 Uhr von Maglion
 
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@Hoschman: Studiomusiker werden nach Bedarf egagiert, meistens komplett unabhängig von einem Label.
Das ist nichts anderes als ein Handwerker, den man sich ins Haus holt, wenn man ihn braucht.

Und so lange es so viele Pop-Starts gibt, die kein Instrument spielen können oder als Verstärkung qualifizeirte Musiker und Backgroundsänger brauchen, wird es in diesem Breich auch immer eine Nachfrage geben.

Das beispiel Studiomusiker war ganz schelcht, denn ein Studiomusiker verklauft werder CDs oder Downloads, noch gibt er Konzerte. Er ist einfach ein guter Handwerker, der seine Dienste gegen Bezahlung anbietet.

Viele der Musiker/Bands, die sich lange halten können, sind nicht durch ein Label bekannt geworden, sondern wurden unter Vertrag genommen, weil sie ohne Label erfolgreich waren und Leute begeistern konnten.

Du darfst zwei Dinge nicht durcheinander bringen: Musiker und Interpret. Ein Musiker schreibt und spielt seine Muski selber, ein Interpret singt und spielt, was ihm das Label vorsetzt - im Prinzip ein Söldner, wie ein Studiomusiker, nur dass er auf die Bühne muß.

Welche Rechte ein Musiker an ein Label abtritt ist absolute Verhandlungssache. Wer schon was ist und was kann, hat es da natürlich einfacher, als ein Castingshowgewinner.
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28.11.2011 16:59 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Mit Musik-Downloads als MP3 in Selbstregie verdient man vielleicht 100 - 250 Euro im Monat, wenn es hochkommt. Den Rest zahlt die ARGE in Form von Hartz4.
Entweder sind die Musiker mehr Kaufmann als Musiker, aber ohne Verlag oder Label, können sie davon kein Geld verdienen. Weil sie nämlich nicht in der Lage sind entsprechende Werbung vorzunehmen und ihre Produkte zu plazieren. Alleine PayPal will pro Download rund einen Euro, über die Vermarktung über einen Verlag nur noch Milli-Cents. Ausserdem ist es ein Fulltime-Job eine neue Band bekannt zu machen.
Wer glaubt, dass man sich als neue gute Band automatisch übers Internet und MP3s vermarkten kann, hat einfach keine Ahnung. In der Künstlersozialkasse sitzen genügend Hungerkünstler.

Einer von Hundert Musiker kann von seinen Einnahmen leben - schätze ich. Für den Rest bleibt es ein Hobby.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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28.11.2011 17:22 Uhr von Bruno2.0
 
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Wir: Zahlen auf reden Rohling Gema gebühren sowie für die Festplatten warum sollte es nicht Legitim sein dann auch zu laden man bezahlt ja ohnehin ohne das man es wirklich macht pauschal einen Betrag
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28.11.2011 18:09 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@Bruno2.0 du zahlst auf eine Festplatte mit 2 TB etwa 3 Euro an die GEMA. Darauf passen 400.000 MP3s. Da hast du jetzt aber einen wahnsinnigen Beitrag an die 400.000 Musiker geleistet.

Da ich weiss, dass in diesem Forum nur kleine Kinder sind, sehe ich es nach, dass jeder glaubt die Musikindustrie habe für einen Nuller alle Menschen nahezu kostenfrei mit Musik zu versorgen. Musik ist auch heutzutage eine marktwirtschaftliche Kommerz-Ware. Sie wird nur produziert um geld zu verdienen. Das war sie aber bereits zu Zeiten, als Mozart noch für den Adel gegen Geld komponiert hat. Das dumme Volk durfte die Lieder auf der Strasse singen oder musste zu Livebands.
Im bürgerlichen Gesetzbuch steht nichts davon drin, dass der Mensch ein Anrecht auf kostenfreie Musikversorgung hat.
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28.11.2011 19:00 Uhr von Achtungsgebietender
 
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So ist es halt, wenn man bereits Millionen ge-: scheffelt und sich sein Gehirn mit Hasch und anderem geg geraucht hat. Hinzu kommt noch eine Portion Ignoranz und Empathielosigkeit, die es ihm nicht ermöglicht zu erfassen, dass 80 % der Musikschaffenden NICHT im Rampenlicht stehen und Millionen scheffeln sondern GUTE Musik machen und ihre Familie ernähren müssen. Was für ein Spinner!
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28.11.2011 19:03 Uhr von Achtungsgebietender
 
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@Prachtmops - jetzt kommtd as Labelgesöhre wieder: auf Knopfdruck. Alles, was du da blubberst trifft auf die 90er Jahre zu aber nicht auf heute. Künstler werden heutzutage ganz anders und besser beteiligt. Es sei denn, du bist persönlich betroffen. Dann kann ich Dir sagen da hast Du aber wirklich die Arschkarte gezogen. LOL

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