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Schiedsrichter Babak Rafati erklärt seinen Suizidversuch mit Angst vor Fehlern

Der Fußballschiedsrichter Babak Rafati hat eine öffentliche Erklärung abgeben, in der er Gründe für seinen Selbstmordversuch am vergangenen Samstag nennt.

Der Bundesliga-Schiedsrichter schreibt darin, dass er unter Depressionen leide und große Angst davor habe, Fehler zu machen: "Eine Belastung, die irgendwann selbst Alltagsprobleme unlösbar erscheinen ließ und der er sich am Ende nicht mehr gewachsen fühlte", lässt Rafati schreiben.

Der Druck der Medien und der Leistungsdruck in dem Sport seien irgendwann nicht mehr zu ertragen gewesen. Im Internet wurde der Schiedsrichter immer wieder angefeindet und das Magazin "Kicker" hatte ihn wegen Fehlentscheidungen gar zum schlechtesten Referee gewählt.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Angst, Druck, Schiedsrichter, Babak Rafati, Suizidversuch
Quelle: www.focus.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.11.2011 14:34 Uhr von Borey
 
+7 | -0
 
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Dann wirds wohl jetzt technische Hilfsmittel geben.

Abzuwarten ist was diese taugen. Wenn die ebenfalls Fehleranfällig sind [...] dann ist das geschrei groß.


Bei diesem ganzen Thema kotzt mich diese (achtung: plattgetretenes Wort) Doppelmoral an.
Auf der einen Seite müsse ein Umdenken stattfinden, bububu die armen Menschen dahinter - und auf der anderen Seite passiert genau sowas - Kicker wählt den schlechtesten Referee, ein Manuel Neuer wird [...] ihr habt sicher eure eigenen Beispiele.

Arm - und das bei einem so - meiner meinung nach - spannendem und tollen Sport.
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25.11.2011 14:57 Uhr von mia_w
 
+1 | -1
 
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Die Medien werden: natürlich alle Schuld abweisen. Kicker, Bild sowieso.
Aber auch das TV ist hier schwer in der Verantwortung. Jede Szene wird hinsichtlich des Schiri gewertet, nach X Wiederholungen heisst es dann, das war Elfer oder Abseits. Gern auch, da muß er zwingend Karte zeigen oä. Sky ist in der Hinsicht das Schlimmste, was man sich vorstellen kann.
Nicht zu vergessen die Spieler. Die mit Theater auf dem Platz zusätzlich für Unsicherheit und Unruhe sorgen.
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25.11.2011 15:04 Uhr von Borey
 
+2 | -0
 
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@ mia_w: Also ich finde schon, dass diese Wiederholungen sinnvoll sind - nicht um jemanden an den Pranger zu stellen, sondern einfach nur um es nochmal zu sehen. (Sicherlich nicht nötig, gehört aber iwie dazu)

Finde auch, dass sehr viele (wenn nicht jeder) Kommentator sagt "aber wie sollte er das sehen - wir konnten es nur schwer in der Wiederholung erkennen" [...]
Und wenn es eine klare Fehlentscheidung ist, dann .. muss man da nunmal was kritisches zu sagen - wenn du bei deiner Arbeit einen Fehler machst wird da auch hinterfragt und darauf "bestanden", dass der nicht nochmal passiert.

Wie man vllt. an der Abweichung meines ersten Kommentars zum zweiten sieht: Kein einfaches Thema.
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25.11.2011 15:30 Uhr von mia_w
 
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Du sagtst es. "nicht um jemanden an den Pranger zu stellen" Genau das aber passiert jede Woche und hat unnatürliche Ausmaße erreicht.
Fehler müssen beleuchtet werden klar, aber nicht auf diese Art.
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25.11.2011 15:33 Uhr von Mankind3
 
+3 | -1
 
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mia: Wie Recht du hast.

Was viele scheinbar vergessen ist, das der Schiedsrichter eine andere Perspektive hat wie die TV Kameras. Da ist es immer leicht zu sagen das man dies oder jenes hätte pfeifen müssen.
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25.11.2011 21:14 Uhr von suschu
 
+0 | -0
 
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Dann: hat er aber den falschen Beruf gewählt..hört sich so einfach gesagt an aber dann hätt er nach seinen ersten Spielen als Schiri in der Buli merken müssen hey das kann ich nicht. Klar ist der öffentliche Druck dort groß.-aber ich glaube eine Alleinerziehende Kassierin hat auch nen gewissen Druck.....
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25.11.2011 21:36 Uhr von d1pe
 
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Falschen Job gewählt? Wohl eher nicht. Ich kann mir vorstellen, dass er die Pfeife nicht einfach an den Nagel hängen wollte, da es eine Art Traum von ihm ist, den er damit lebt. Zum anderen wurde er aber fast Woche für Woche gezwungen seinen Job aufzugeben, da er jede Woche aufs neue harte Kritik einstecken musste. Irgendwann steht man dann so unter Druck, dass man darauf achtet unbedingt keine Fehler zu machen und Angst davor hat Fehler zu machen. Dies führt dann aber erst recht zu Fehlern, sodass man sich hier in einem Teufelskreis befindet und der Druck irgendwann einfach unerträglich wird und man den letzen Ausweg aus der Situation sucht.
Theoretisch wäre das in jedem Beruf möglich und hängt nicht unbedingt mit dem Schiedsrichterwesen zusammen auch wenn man durch die Medienpräsenz dort natürlich mehr im Fokus steht.

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