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Bonus-System: Organspender sollen im Notfall Vorzug erhalten

Gesundheitsexperten wollen erreichen, dass Personen, die sich für die Organspende entschieden haben, bei eigenem Bedarf bevorzugt werden sollen. Schließlich sei es ungerecht, wenn jemand zuerst ein Spenderorgan erhält, obwohl er selbst nicht dazu bereit ist.

Denkbar wäre eine Landesweite Datenbank, in der die Entscheidung und Gründe des Patienten festgehalten werden. Diese dürfte von der Klinik auch erst nach einem Hirntod eingesehen werden.

In Zukunft könnten Personen bei der Passausstellung oder Ausgabe neuer Krankenkassenkarten zu ihrer Haltung befragt werden.


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WebReporter: Chuck-Norris
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: System, Bonus, Organspende, Notfall
Quelle: www.welt.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.11.2011 21:37 Uhr von Pikatchuu
 
+41 | -22
 
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Gut so wieso sollen Leute Organe bekommen, wenn sie selber nicht dazu bereit sind.
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23.11.2011 22:00 Uhr von Phyra
 
+16 | -15
 
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eindeutig ein schritt in die richtige richtung
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23.11.2011 22:47 Uhr von Kappii
 
+34 | -3
 
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und was ist mit Leuten: die sich vor dem Gesetz gar nicht zu einer Organspende entscheiden können? Jugendliche, geistig Behinderte, etc..?

Zudem darf die Behandlung eines Patienten nicht an Bedingungen geknüpft sein.
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23.11.2011 23:07 Uhr von shadow#
 
+11 | -9
 
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Guter Grundgedanke, schlechte Idee: Ich bin weiterhin für das System bei dem jeder der rechtsgültig widersprechen kann und das nicht aktiv tut, automatisch Spender ist.

Nur so steigt die Zahl der Spenderorgane deutlich und man kommt erst gar nicht in die Verlegenheit, irgendjemanden aus irgendwelchen Gründen benachteiligen zu müssen.
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23.11.2011 23:55 Uhr von Botlike
 
+11 | -0
 
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Ethik vs. demokratische Grundordnung? Im Strafrecht lernt man im ersten Semester, dass man Leben nicht gegeneinander aufwiegen kann. Man darf bspw. keinen 100 Jahre alten, querschnittsgelähmten und geistig verwirrten töten, um das Leben eines Kindes zu retten (zumindest der Theorie nach).

Vor dem Gesetz ist jedes Menschenleben gleich viel wert. Es ist ja schlimm genug, dass man überhaupt entscheiden muss, wem ein Organ zugeteilt wird. Aber dann soll man bitte auch an objektiven Gesichtspunkten entscheiden.

So darf z.B. nicht die Religion eines die Organspende unterbinden (wobei mir grad keine Religion einfällt, die das Spenden, aber nicht das Empfangen verbieten würde, aber theoretisch ist es doch möglich).

Und was ist überhaupt mit Leuten, die eine Krankheit haben, weshalb sie niemals Organe spenden könnten? Bisher kommt es auf die Überlebenschancen an, danach wäre es für diese Leute unmöglich.
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24.11.2011 00:08 Uhr von dragoneye
 
+15 | -1
 
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oh ja, Bitte bitte! In Zukunft werde ich auf Inlandsflügen bevorzugt behandelt, da ich z.B. Wehrdienst gemacht habe.

Der z.B. Dienst als Nachbarschaftspitzel wird mir im ÖPNV in Form von Sitz- statt Stehplätzen belohnt.

Bei einer deutschen Bank bekomme ich dann 5% Guthabenzins statt normal 2%, weil ich das "richtige" Parteibuch habe.

Auf der, inzwischen mautpflichtigen, Autobahn darf ich ohne Zusatzkosten die teurere linke Spur benutzen, weil ich bei der letzten Wahl die "richtige" Partei gewählt habe.

Und im Krankenhaus in der Notaufnahme bekomme ich dann Rabatt, weil ich die "richtige" Gesinnung habe. Alle anderen brauchen Coupons aus der Zeitung.
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24.11.2011 00:27 Uhr von Phyra
 
+3 | -5
 
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@negativbewerter: "Eine solche pauschale Regelung würde meiner Vorstellung einer Organspende, die für den "medizinisch passendsten" Empfänger eingesetzt werden soll, komplett zuwider laufen."

wenn man von der falschen annahme ausgeht, dass es nur wenige kompatible menschen fuer spenderorgane gibt dann ja, aber meistens sind die wartelisten so lang, dass man locker mehrere dutzend personen hat die das spenderorgan gut annehmen koennten.
Und ja, jeder mensch hat das recht auf gleiche behandlung, wenn die vorraussetzungen gleich sind!
Ansonsten koenntet ihr genauso sagen jemand der nicht arbeitet sollte genauso viel geld bekommen wie die leute, die frueh um 5:00 aufstehen um 2 stunden zur arbeit zu fahren und somit irgendwann gegen 18:00 wieder zu hause sind, oder jemand der nur 6en auf dem 6. klasse zeugnis hat soll genauso wie der 1er schueler aufs gymnasium kommen um die selben chancen zu haben etc.
es kommt IMMER auf die vorraussetzungen an, jeder mensch hat von geburt aus die gleichen rechte, was sie aber aus dieser gleichheit machen, dafuer ist jeder selbst verantwortlich.
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24.11.2011 00:38 Uhr von fallobst
 
+4 | -8
 
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sehr gut: wäre schön, wenn das mal umgesetzt werden würde.

@ phyra: sehr guter kommentar. manche leute lesen auch nur das was sie lesen wollen. hauptsache sinnlos meckern
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24.11.2011 02:45 Uhr von Dracultepes
 
+0 | -0
 
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@shadow#: Da bin ich auch für.

Aber das ist schonmal ein guter Anfang.
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24.11.2011 03:51 Uhr von ohyeah
 
+1 | -1
 
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bei uns in österreich ist man automatisch organspender.
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24.11.2011 10:05 Uhr von dziebel
 
+5 | -1
 
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schwachsinn: 1. ist organspende FREIWILLIG(!). d.h. für mich, dass ich mich dazu freiwillg bereit erkläre, im falle meines todes ein oder mehrere organe zu spenden um leben zu retten.
wie fühlt sich wohl ein mensch, der schon ewig auf nen herz wartet, endlich kommt eins und dann heißt es: "ach sorry, wir haben gerade jemand gefunden der auch seit kurzem ein herz braucht und er ist organspender, d.h. er hat vorrang."?

2. sollte man nach der wichtigkeit gehen. wer dringender eins braucht oder länger wartet, der sollte auch als erster eins bekommen - organspender hin oder her!

was natürlich die logische schlussfolgerung und auch der enizige positive aspekt wäre:
vermutlich würden sich viiiel mehr menschen als organspender melden, was für beide seiten (suchende und spendende) eigentlich nur von vorteil sein kann.
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24.11.2011 10:25 Uhr von John2k
 
+2 | -0
 
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@shadow#: Das ist die schlechteste Idee überhaupt. Es kann dann nämlich einfach zufällig passieren, dass jemand in der Datenbank manipuliert oder Unterlagen verloren gehen bzw. gefälscht werden. usw.
Es war noch nie ein Problem Unterlagen zu fälschen. Was früher nur gewissen Instutionen und Profis vorenthalten war, bekommt heutzutage jeder Dödel hin, der einen Pc einschalten kann und einen Drucker hat.

Wie will man die Korrektheit bei ca. 80 Millionen Datensätzen sicherstellen? Völlig unmöglich.

[ nachträglich editiert von John2k ]
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24.11.2011 11:13 Uhr von artefaktum
 
+5 | -0
 
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Unser Grundgesetz sieht ausdrücklich vor, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben. Würde mich wundern, wenn das das Verfassungsgericht anders sehen würde.

Zudem würde diese Regelung viele Probleme mit sich bringen. Wie gewichtet man Notfälle? Ist einem kranken 60-jährigen mit Organspendeausweis eher zu helfen als einem 20-jährigen ohne Organspendeausweis? Was ist mit Menschen, die aufgrund einer Erkrankung gar nicht spenden können, obwohl sie wollen? usw.
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24.11.2011 11:41 Uhr von custodios.vigilantes
 
+2 | -4
 
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find ich gut: das Motto heisst tauschen und nicht nur einstecken
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24.11.2011 12:42 Uhr von Phyra
 
+0 | -3
 
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@Steffi78: lesen lernen!
ich sagte nicht jeder mensch hat die gleichen vorraussetzunge von geburt an sondern die gleichen rechte, vorraussetzungen sind das, was die leute daraus machen.

un djedem steht frei sich als organspender zu melden, das geht vergleichsweise schnell und einfach, wenn jeder pauschal in eine organspenderkartei angemeldet werden wuerde gaebs das problem ueberhaupt nicht.

Was mit kindern/behinderten etc ist? denk mal ein wenig nach, dann kommst du selbst darauf.
Und wer wegen seiner religion keien organe spendet der sollte auch nicht damit rechnen welche zu erhalten, immer diese doppelmoral -.-
Un ddas du keinen organspenderausweis hast sagt eigentlich schon alles...
sei froh, dass die menschen von denen die organe stammen nicht zu lebzeiten festlegen koennen in welchem faellen sie transplantiert werden duerfen, das waere naemlich ihr gutes recht!
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24.11.2011 13:19 Uhr von internet1985
 
+3 | -1
 
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Dagegen! Dagegen!

Sobald die erste Option erscheint, jemanden zu bevorzugen, werden weitere Menschen mit genug Geld, Ansehen oder staatl. Erfordernis ebenfalls auf den Zug aufspringen.
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24.11.2011 14:58 Uhr von Nansy
 
+3 | -2
 
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Gesundheitsökonomie !!! Vielleicht ist es einigen entgangen, aber diese Forderung wird vom Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie aufgestellt. Gesundheitsökonomie beschäftigt sich mit der Verteilung und dem Konsum von knappen Gesundheitsgütern = Kosten und Nutzen!
Dabei geht wohl die Ethik den Bach runter!

1. Organspenden sind schon dem Namen nach freiwillig. Man kann niemanden zum Spenden zwingen, man kann ihn höchstens überzeugen. Daraus ergibt sich schon ein Widerspruch zu der häufig anzutreffenden Meinung, der Mensch habe die Pflicht, seinen Körper nach dem Ableben als Ersatzteillager zur Verfügung zu stellen.

2. Wer ein Wertesystem (neben der rein medizinischen Notwendigkeit) dafür einführen will, wer als erstes ein Organ beanspruchen darf, der öffnet die Büchse der Pandora. Ist es nicht wichtiger, einem Wirtschaftsführer zu erst durch eine Organspende zu helfen, als vielleicht einem Obdachlosen? Oder, wer zahlen kann, kommt zuerst?

Dieser Vorschlag ist indiskutabel und unethisch!

[ nachträglich editiert von Nansy ]
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24.11.2011 15:13 Uhr von Phyra
 
+1 | -4
 
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ich weiß nicht wie viele von den leuten die gegen dieses gesetz sind keine freiwiligen organspender sind, aber ich wuerde einfach mal 100% sagen.
Ich wuerde nicht wollen, dass meine organe nach meinem tod jemandem eingepflanzt werden der nicht bereit ist gleiches fuer seine mitmenschen zu machen!
Wenn jeder der koennte nach dem tod seine organe der medizin zur verfuegung stellen wuerde, gaebe es diese knappheit nicht in den ausmaßen.
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24.11.2011 16:30 Uhr von 338LM
 
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@Oberlehrer: heul doch
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24.11.2011 18:34 Uhr von 338LM
 
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@Oberlehrer: vielleicht solltest du mal von deinem hohen moralischen Ross herabsteigen, zu uns übrigen Menschen aus dem gemeinen Fußvolk.

Du schreibst deine Vorstellung wäre "Geben ist seliger als Nehmen" aber knüpfst deine lebensrettende Spende an Bedingungen ?? Deine ethischen Vorstellungen nach wäre es also besser, einen Unschuldigen sterben zu lassen, in dem du deine Spende aussetzt, weil dir das System nicht gefällt und du wie ein Kleinkind handelst "menno, die Regeln gefallen mir nicht, also steige ich aus, die Anderen werden sehen wie sie dastehen, wenn ich weg bin" ?

Ich gebe dir den guten Rat, deine Motivation hinsichtlich einer Organspende nochmal gut zu überdenken. Ganz selbstlos scheint das ja nicht zu sein und jemand der das ganze nur tut, um sein Gewissen zu beruhigen oder um vor andereren den selbstlosen Moralapostel raushängen zu lassen, hat sicher ernste Probleme, um die er sich vorrangig kümmern sollte.

Ich würde eine Widerpruchslösung begrüßen, ich denke man würde dem eklatanten Organmangel in Deutschland entgegenwirken.

Medizinische Leistungen sind auch längst an Bedingungen geknüpft und das ist nur fair. Wer nicht spenden will, soll auch kein Spenderorgan bekommen (Ausnahmen Kinder, nicht Einwilligungsfähige).

[ nachträglich editiert von 338LM ]
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25.11.2011 08:04 Uhr von Schweinezwerg
 
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In meinem Spendenausweis: habe ich auch vermerkt, daß ich nur an andere Organspender spende. Hab ich auch kein Problem mit.

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