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Schuldenkrise: Deutschland erlebt Desaster bei Bundesanleihen

Die Schuldenkrise hat nun offenbar auch die Bundesrepublik erreicht. Am Mittwoch mieden Investoren niedrig verzinste Bundesanleihen.

Von den durch die deutsche Bundesfinanzagentur offerierten zehnjährigen Bundesanleihen im Volumen von sechs Milliarden Euro fanden nur 65 Prozent Abnehmer.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, die Platzierung sei ein Desaster für Berlin. Somit frisst sich die Krise nach Österreich, Finnland und Niederlande endgültig nach Kerneuropa vor.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Verkauf, Krise, Schuldenkrise, Desaster, Anleihe
Quelle: www.faz.net

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.11.2011 15:45 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+39 | -3
 
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Kein Wunder: Wolfgang Schäuble packte gestern seine Klientelgeschenke aus und trieb völlig unnötigerweise die Neuverschuldung nach oben. Schon am 19. Oktober berichtete die FAZ Probleme über erste Probleme (siehe SN: http://is.gd/...) .

Es scheint auch so, dass Brüssel zur Zeit alles tut, um Investoren in Bundesanleihen abzuschrecken. Seien es die neuen Vorschläge für Eurbonds, Strafzinsen für niedrige Renditen oder aber das öffentliche Gerede von Eurogruppenchef Jean Claude Junckers über die hohe Staatsverschuldung in Deutschland (siehe SN: http://is.gd/...)

Das alles scheint eine Systematik zu haben - von Berlin bis Brüssel

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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23.11.2011 15:54 Uhr von Rechthaberei
 
+4 | -2
 
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Die Bundesbank hat mittlerweile ja 500 Milliarden: Euro auch schon "verliehen":

http://www.focus.de/...

[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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23.11.2011 16:18 Uhr von Clemens1991
 
+38 | -3
 
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Das Schiff "€" geht unter Die Krise wird in nächster Zeit überall durchschlagen, auch Deutschland wird in finanzielle Schieflage kommen!

Und dann wird die einzige "Lösung" für die Kriese präsentiert:

Die Abschaffung der Nationalstaaten!
Alles wird zu den "Vereinigten Europäischen Ländern" und der € weicht durch eine Währungsreform einem €-2, die Kriese ist beseitigt und sie haben ihr Ziel erreicht. Dann wird man sich gegenseitig auf die Schulter klopfen, sich zusprechen wie wunderbar man alles gelöst hätte und das komplette europäische Volk von Brüssel aus diktatorisch regieren können.
Es gibt dann ja auch keine nationalen Parlamente, die ihr Veto einlegen könnten.

Ach und unser Gold (das eh größtenteils in Amerika liegt) wird gepfändet und als Sicherheit für den €-2 genommen.

Schöne neue graue Welt...

Und der Deutsche Michel?? Der schaut zu....

(würde ich schreiben, was Michel jetzt machen sollte, wird mein Kommentar mal wieder gelöscht :P )
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23.11.2011 16:19 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+12 | -2
 
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@bertl058: Wobei diese Länder ja sehr schnell dabei sind.

Italien etwa zahlt erst seit kurzem hohe Zinsen - sprich diese betreffen die Masse seiner Anleihen noch gar nicht. Zu Beginn des 2. Halbjahres 2012 werden lediglich 10% der gesamten Staatsschulden Italiens zu den "neuen" Zinsen refinanziert worden sein - dies, so der Tenor, sollte Rom verkraften würden.

Spanien trägt sich allerdings nun schon etwas länger mit höheren Zinsen, alledings lagen die iberischen Zinsen vor dem Euro noch wesentlich höher. - es klappte als auch.

Vermutlich ist ein Bailout jedoch die günstigste Variante, aus der Euro-Nummer herauszukommen.

Deutschland häuft mittlerweile über 500 Milliarden Euro Forderungen an Targetkrediten gegenüber der EZB an (die letzten beiden Monate tätigte die EZB Stützungskäufe wie nie zuvor). Spanien lediglich rund 60 Mrd.

Die US-Foren warten seit Wochen auf das nun eingetretene Szenarium und bewerten Deutschland als "Kugelfang" der Gesamtschulden.

Es ist kein Wunder, dass die politsch Verantwortlichen mit der Zeit spielen und zögern, überhaupt noch etwas zu entscheiden - siehe Samaras.

Nun wird man das Szenarium für "Eurobonds" nutzen (Zufall?) oder zum Anwerfen der Druckerpresse.

Allerdings sind die Südländer durch Jahrzehnte lange Übung darauf wesentlich besser vorbereitet: Sie nutzten die niedrigen Zinsen sicher auch in der Erwartung einer Inflation - zudem beträgt die Eigentumsquote weit über 80%.

In Deutschland wird es breite Altersarmut geben, da die Durchschnittsrenten schon heute kaum für die Miete reichen, geschweige denn die hohen Energiekosten für Heizung etc.... (damit hat Südeuropa wesentl. weniger Probleme). Nur relativ wenige besitzen eigenen Grund.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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23.11.2011 17:25 Uhr von MrDesperados
 
+11 | -0
 
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Wenns nicht so traurig wäre, könnte man glatt lachen :-(.


@Clemens1991
Für mich ein absolutes Horrorszenario ... *grusel*

[ nachträglich editiert von MrDesperados ]
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23.11.2011 17:56 Uhr von Ich_denke_erst
 
+3 | -0
 
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Wen wundert`s? Ich vermisse in dieser News die wichtigsten Daten. Die Anleihe sollte eine Verzinsung von - ich weiß es jetzt nicht ganz genau - 1,8 % haben bei einer Laufzeit von 10 Jahren. die derzeitige Inflation in deutschland liegt aber bei 2,5 %. Wer die Anleihe kauft macht von vornherein Verlust. Wen wundert es da wenn sie nicht gekauft wird?
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23.11.2011 18:05 Uhr von maki