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Übertragungsstandard IPv6: Gerät die Internetanonymität in Gefahr?

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar warnt erneut davor, dass mit der Einführung des neuen Übertragungsstandards IPv6 erhebliche Konsequenzen zu befürchten stehen. Grund dafür sind die neuen IP-Adressen, die gleichzeitig mit eingeführt werden sollen.

Die IP-Adressen unter dem IPv6-Übertragungsstandard sollen sich entschlüsseln lassen und so einen Zugriff auf die Nutzerdaten ermöglichen. Man will neue IP-Adressen einführen, um jedem Computer eine eigene IP-Adresse zuordnen zu können.

So soll der Engpass hinsichtlich der Verfügbaren IP-Adressen umgangen werden. Peter Schaar fordert, dass der Grundsatz "Privacy by default" strikt einzuhalten sei. Nur so könne die Privatsphäre der Internetnutzer auch für die Zukunft geschützt werden.


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WebReporter: jabbel76
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Internet, Gefahr, Einführung, Privatsphäre, Entschlüsselung, Anonymität, IP-Adresse, IPv6
Quelle: www.candy-college.com

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.11.2011 14:52 Uhr von NilsGH
 
+6 | -2
 
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Es gibt keine Anonymität im INternet "by default". Dieser "Datenschutzbeauftragte" sollte sich mal über die Funktionsweise des Internets (kann man das überhaupt so sagen?) informieren. Der Mann ist mir persönlich bereits des Öfteren durch fatale Wissenslücken aufgefallen. Gerade in TV-Interviews mit Nachrichtensendern (N24, NTV, etc.) bewies er bei immens wichtigen Themen wie der Vorratsdatenspeicherung eklatante Informationsdefizite.

In der News ist ebenfalls etwas recht unglücklich formuliert: Es erhält eben nicht jeder "Computer" eine "Internet-IP". Eine IP wird doch immer nur für jeden Anschluss vergeben. Hängt da nur ein Computer hintendran (bspw. bei einem Kabelmodem) würde die IP - theoretisch, NICHT praktisch! - der IP des Computers entsprechen. Hängt ein Router dran, der entprechend 24 Computer ans Internet anbindet, so haben alle COmputer im Internet die gleiche IP. Wer dann an welchem Computer bspw. eine Straftat begangen hat, lässt sich "aus dem Internet" nicht direkt feststellen. Wichtig, wenn es bspw. darum geht, dass eine Straftat wie die Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials aufzuklären, da diese auch durch einen dritten begangen worden sein kann, welcher sich in das WLAN "eingeklinkt" hat (ja, das ist auch mit MAC-Filterung, WPA2-PSK und anderen Schutzmechanismen möglich!). Entsprechende Tuts gibts mittlerweile sogar en masse bei youtube!

Die Kernfrage ist jedoch: Wenn jeder eine statische IP nach Standard v6 erhält, wie wird diese generiert: Sollte man nach einem Codierschlüssel (Algorithmus) Vor- und Zuname, Straße und Wohnort zu einem Schlüssel verwursteln, so fände ich das schon bedenklich. Ansonsten verstehe ich nicht ganz, wie man über einen Zahlen- und Buchstabencode Rückschlüse auf den Nutzer dahinder ziehen kann.

Sollte es zu statischen IPs kommen, so werde ich persönlich wohl auch auf einen bezahlten Tunnel zurückgreifen. Einfach aus Sicherheit. Denn sollte man mal aufgrund von einem Download ins Visier von Abmahnanwälten geraten (diese haben nun ja leichtes Spiel durch die statische IP, selbst bei DOWNloads), so könnten diese eine Datenbank mit IP und Adresse aufbauen.
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23.11.2011 15:02 Uhr von Didatus
 
+4 | -0
 
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War keiner da, der Ahnung von Materie hat oder wie kam dieser dämliche Artikel zustande? IP Adressen entschlüsseln? In IP Adressen ist nichts verschlüsselt. Mit IPv6 werden gleichzeitig neue IP-Adressen eingeführt? Das ist wie wenn man sagt "Durch das Einschalten des Lichtes wird es gleichzeitig auch heller".
Also jetzt mal Klartext: IPv6 wird eingeführt DAMIT es neue IP Adressen gibt, ansonsten würde es in wenigen Jahren wohl soweit kommen, dass man beim Verbinden ins Internet eine Meldung bekommt "Es tut uns Leid, aber aktuell sind keine freie IP Adressen mehr verfügbar, Bitte versuchen Sie es später noch einmal, wenn ein ander Nutzer das Internet verlassen hat". Die aktuellen IP Adressen nach IPv4 sind nun einmal begrenzt und niegen sich dem Ende. Da aber jedes Jahr etliche neue Geräte mit Internetanschluss veröffentlicht werden (Neuerdings ja auch Autos, Kühlschränke, Personenwaagen, etc.) braucht man mehr IP Adressen. Dafür wird nun endlich mal IPv6 eingeführt, weil IPv6 gegenüber IPv4 mehrere Milliarden und aber Milliarden an neuen IP Adressen mitbringt.
Die anonymität im Internet bei IPv4 kommt daher, dass nie jemand wirklich genug IP Adressen zur Verfügung hatte, um jeden eine zu geben. Also hat man die IP Adressen dynamisch verteilt und immer wieder neu verteilt. Mit IPv6 hat man aber so dermaßen viele IP zur Verfügung, dass man theoretisch jedem eine eindeutige IP geben könnte. Und da liegt das Problem mit der Anonymität. IP Adressen müssen nicht mehr dynamisch vergeben werden, um IP Adressen zu sparen. Mit IPv6 bietet einfach viel zu viele IP Adressen. Man könnte jeder Person auf der Welt mehrere tausend persönliche IP Adressen zur Verfügung stellen, die nur für ihn da sind. Nur dadurch könnte man auch entsprechend von einer IP Adresse auf eine Person schließen. Aus technischer Sicht wäre es auch sinnvoller und einfacher jeder Person seine persönlichen IP´s zu verpassen, nur Datenschutztechnisch ist es nicht so gut.
IP Adressen lassen sich also nicht automatisch entschlüsseln, denn in IP Adressen ist nichts verschlüsselt. Das Problem ist einfach die Menge an IP Adressen, die IPv6 bietet kombiniert mit der Bequemlichkeit der Administratoren, sowie die Begehrlichkeiten der Politiker, die mit festen IP Adressen pro Person natürlich prima überwachen könnten.
Aber hey, machen wir uns nichts vor. Jetzt schreien die Datenschützer, dass auch ja weiterhin die IP-Adressen dynamisch verteilt werden. Dann heisst es KiPo Verurteilte und Verdächtige sollen eine feste IP zur Überwachung bekommen. Dann auch die Glücksspieler. Dann werden die festen IP als super freiwilliges Feature verkauft, um ein sicheres Internet für unsere Kinder zu ermöglichen und eh man sich versieht hat jeder eine feste IP.
IPv6 ist eine super Sache, die viele neue Möglichkeiten bietet. Aber IPv6 bietet eben auch die Möglichkeit viel Unsinn zu treiben, indem man Anfängt zu protokollieren, wem welche IP gehört.
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23.11.2011 19:37 Uhr von MBGucky
 
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Ich glaube nicht, dass es sich die ISP nehmen lassen, bei jeder Einwahl eine neue IP zu vergeben. Und zwar auch eine IPv6. Heutzutage hat doch fast jeder eine Flatrate und den Router so eingestellt, dass er ständig mit dem Internet verbunden ist. Das heisst, aktuell spart der ISP auch keine IP-Adressen dadurch, dass er bei jeder Einwahl eine neue IP vegibt. Das ist lediglich ein weiterer Stolperstein für Server-Betreiber an einer Leitung, die dafür nicht gedacht ist. Und so wird es auch mit IPv6 beibehalten.
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24.11.2011 10:26 Uhr von killozap
 
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IPV6: ist ein alter Hut, der aber lange, lange rumdümpelte, ohne dass sich jemand gezwungen sah, doch mal da ein wenig Dampf zu machen.

Schon jetzt kann man bei einigen Providern (nicht allen) anhand der IPV4-Adresse erkennen, aus welcher Region oder Stadt jemand surft. Es wäre nicht so prickelnd wenn dieses genauer möglich würde und man plötlich auf Porno-Seiten angeschrieben wird: "Willst du ne gelie Tusse in der Hauptstraße 45 in Düsseldorf haben? Der Puff nur drei Häuser weiter..."
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18.01.2012 13:36 Uhr von fakusaman
 
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Internetanonymität in Gefahr? Das ich nicht lache da wollen die Amis halt noch mehr gläserne menschen aus Europa haben um angeblichen Terror vorzubeugen.....Orson wales hatte schon immer recht...
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18.01.2012 15:53 Uhr von killozap
 
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@takusaman: War das nicht der Prinz of Welles?

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