22.11.11 19:10 Uhr
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Griechische Friseure und Klofrauen genießen mit 55 Jahren Pensionsanspruch

Menschen in beruflich schweren Tätigkeiten oder solchen mit hohem Gefährdungspotential genießen in Griechenland nicht nur das Privileg von Zulagen, sondern kommen auch in den Genuss einer Frühpension. Frauen ab 50 Jahre, Männer ab 55 Jahre. Rund 530.000 Griechen fallen unter diese Regelung.

Die Liste vermeintlich "gefährlicher Tätigkeiten" wuchs über die Jahre auf 61 Seiten an und umfasst rund 600 Tätigkeiten. Darunter Friseure, Taxifahrer, Fischhändler, Raumpfleger, Blasmusiker, Bademeister, Klofrauen, Friedhofsgärtner, Konditoren, Kellner, Köche, Radioansager und gar Zeitungsredakteure.

Besonders skurril wirkt die Regelung, dass auch ein Schreibtischjob in einem Stahlunternehmen ausreicht, um als "Stahlarbeiter" Frührente genießen zu können. Derzeit kämpfen griechische Gewerkschaften um die Fortsetzung dieser Privilegien. Bis 2015 bleibt die alte Rentenregelung unverändert.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Griechenland, Rente, Taxifahrer, Kellner, Konditor
Quelle: www.handelsblatt.com

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.11.2011 19:10 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+22 | -4
 
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Nun, die Franzosen fühlen sich mit einem Renteneintrittsalter von 60 Jahren (...bis 2018- im übrigen rund 50% höheren Ruhegeldern als in Deutschland) zurecht gegenüber Hellas stark benachteiligt - kurzum: Auf "Reformen" wird man da lange warten dürfen. Gottlob bietet sich das Heinrich an - der hat sich überall herumgesprochen...

Mal sehen, wann die große TV-Ansprache der Hosenträgerin angekündigt wird, um dies den Menschen in XXXXXXL-Deutschland zu erklären.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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22.11.2011 19:17 Uhr von Gringo75
 
+25 | -3
 
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tja: ist zwar nichts neues, was du da schreibst, aber man sollte es doch öfters mal erwähnen.

nur begreifen unsre euroretter das auch mal irgendwann?
mir fehlt da iwie der glaube.

deutschland wird schon die welt retten... egal was kommt.
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22.11.2011 19:24 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+19 | -2
 
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@Gringo75: In dieser Genauigkeit durften es die deutschen Heinrichs bislang nur noch nicht erfahren. ;-)

Doch dank Michael Lewis ("Boomerang") tauchen immer mehr Details in Zeitungsartikeln auf - und dies ist nur die Spitze des Eisberges (heute morgen gab es einen langen Artikel der ZEIT - meine ich - dazu). Vermutlich hat das Handelsblatt daraufhin den Faden aufgenommen.
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22.11.2011 19:29 Uhr von Gringo75
 
+10 | -0
 
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baron: du das war nicht negativ gemeint.... und es stehen ja wirklich neue berufe und begründungen in der news.....

ich wollte nur darauf hinweisen, dass es schon länger bekannt ist, dass die griechen eine etwas "merwürdige" art haben wenn es um renten geht.

PS
und über die "gefährlicher Tätigkeiten" na... ein konditor hat immerhin das risiko in der schlagsahne zu ertrinken... oder wie ist das gemeint.....

[ nachträglich editiert von Gringo75 ]
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22.11.2011 20:54 Uhr von Baran
 
+7 | -3
 
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RAUS aus der EU! Gebt uns unser Geld wieder!!!! ihr pleite geier

geil
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22.11.2011 21:12 Uhr von ThomasHambrecht
 
+11 | -2
 
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Warum kaufen wir Griechenland nicht? wir schütten die Strände mit Sand auf, bauen ein riesiges Urlaubsparadies und bieten Ferien vom Einfach-Strand, über Ballermann-ähnliches bis zum Luxus-Strand für Millionärs und Yachthafen an. Dazwischen 1000 Spielcasinos und 1000 künstliche Badeseen. Eine Vergnügungsinsel für jedermann. Wäre doch eine Geschäftsidee.
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22.11.2011 21:23 Uhr von hxmbrsel
 
+14 | -1
 
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Rente ab 50. Find ich gut, dafür Arbeite ich doch gerne bis zu meinem 80 Lebensjahr und Freue mich dann auf meine Rente die Wahrscheinlich nicht mal ausreichen wird um eine kleine Wohnung zu Finanzieren .
ich sage mal voraus,
"Für jede Deutsche Milliarde die heute in der EU verschwendet wird, werden eines Tages die Köpfe von Politikern unsere Strassen Pflastern!"
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23.11.2011 07:54 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -0
 
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Hier noch weitere pikante Details: Siehe: http://www.zeit.de/...

Aber nie vergessen:

Wir reden alle nur über "Schulden" – jedoch nie über die enormen Vermögen in den mehr oder weniger "kriselnden" Staaten. Die hohen Staatsschulden in Ländern wie Italien, Griechenland oder Japan sind angesichts des großen Reichtums seiner Bürger nur relativ - das gilt übrigens auch für Deutschland.

So etwa ist das Geldvermögen pro Kopf in Italien 15 mal so hoch wie in China – einem vermeintlichem Retter. Noch viel extremer stellt sich dieser Zusammenhang in den USA und Japan dar. Hier gibt es keine Schuldenkrise - sondern lediglich eine Umverteilungskrise, die mit falscher Steuerpolitik einhergeht. Streng genommen ist es eine "technische Krise".

Die USA etwa hatten in der Clinton-Ära deftige Einnahme-Überschüsse, doch G. W. Bush machte den Staat - nicht das Land(!) - mit Steuergeschenken und Kriegen arm.

Dazu kommt: In den vergangenen Jahren wurden Staaten über Gebühr für die Sozialisierung verspekulierter Privatvermögen herangezogen – gerade die schnell wachsenden Finanzcasinos sind eine Folge extrem wachsender Vermögen als Folge von Umverteilung.

Dieser Weg darf keine Einbahnstraße sein. Die Staaten haben nur selten echte Ausgabenprobleme – sondern massive Einnahmeprobleme. Dazu kommt: In manchen der Staaten scheint es geradezu so, als ob man bei der Besteuerung bewusst wegschaut - übrigens gilt dies für eine bestimmte Klientel auch in Deutschland. .

Die in Europa zur Disposition stehenden Staaten könnten sich allesamt aus den Vermögen ihrer Bürger sanieren. Doch offenbar besteht hier kein echter Wille, sondern man schielt gezielt auf breite Schicht relativ ehrlicher Steuerbürger der mittleren und unteren Einkommensschichten - etwa in Deutschland.

Ganz wichtiger Artikel - sollte jeder mal gelesen haben:
Siehe: http://www.value-am.com/...

-----------

ACHTUNG: Gerne wird seitens Politik und neoliberler Hofpresse die "soziale Karte" gespielt - sprich der "ausufernde Sozialsstaat" für die Schulden verantwortlich gemacht ("Leben über den Verhältnissen" - Angela Merkel).

Auch die aktuellen Mehrschulden Wolfgang Schäubles (...der sich übrigens über höhere Anleihezinsen sicher umgehend ad absurdum führt...) versuchte man wieder auf diese Weise zu brgünden.

Allerdings nicht - wie in diesem Artikel (einmal mehr) herausgestellt, für soziale Zwecke, sondern für folgende Auflistung, die die Bundesbank anlässlich ihrer heftigen Kritik gleich mitlieferte:

- Verzicht auf Finanztransaktionssteuer

- Verzicht auf Einsparungen bei der Bundeswehr

- Reduktion der Einnahmen aus der Brennelementesteuer

- FDP-Steuergeschenke an die Wohlhabenden

Ich vermag hier nur soziale Geschenke an die immergleiche Klientel zu erkennen. Keine Ahnung, warum das Handelsblatt dieser Überblick abhanden gekommen ist.


[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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23.11.2011 08:11 Uhr von Alh
 
+1 | -1
 
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Und: wehe der rote Stift wird gezückt bei den Griechen, dann stehen dieselben auf der Straße und meutern.
Lustiges Völkchen.
Und wir sind so deppert und zahlen diesen ganzen Schwachsinn der anderen und müssen uns dafür bis siebzig krumm buckeln.
Und nicht dass wir dann etwas davon hätten im Alter, nein, da trifft uns dann die Altersarmut und wir verrecken elendig im Straßengraben. Tolle Aussichten.
Armes Deutschland! Die EU und der Euro sind dein Untergang.
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23.11.2011 08:13 Uhr von Kacknoob
 
+5 | -0
 
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Also diese Schmarotzer... WIRKLICH... SCHANDE: DIE Griechen sind schuld? Also ICH fühle mich als Deutscher NICHT schuldig an der Deutschen Staatsverschuldung. Denn ich war eigendlich kein Nutzniesser dieser vollkommenen Verschwendungssucht die hier zu Tage geführt wurde.

Ich denke den meisten Griechen geht es ähnlich. Ich muss schon schmunzeln, das hier einige es schrecklicher finden, das die Griechen mit 55 in Rente gehen, als das sie sich monieren würden, das wir hier bis 67 den Leibeigenen spielen dürfen um nach her noch n Käckebrot kaufen zu können.

Ach ja. Unsere Staatsverschuldung gibt es ja nur, weil wir alle was davon hatten. Gaaaanz Deutschland hat in saus und braus über seine Verhältnisse gelebt.

Kopf --> Tisch

Propaganda wirkt.
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23.11.2011 12:13 Uhr von Pilot_Pirx
 
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das ist nichts anderes: als billige Propagande, die sich wie auch in Deutschland, immer nur gegen arbeitende Bevölkerungsteile richtet.

Hier bei uns hat diese Propaganda schon z.B. zur Rente mit 67 und den Reallohnverlusten der einfachen Arbeitnehmer geführt (während die "Oberen" jedes Jahr mehr absahnen)
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28.11.2011 20:39 Uhr von sodaspace
 
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Baron-Muenchhausen: was die einzelnen bürger besitzen spielt überhaupt keine rolle!

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