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Hamburg: Nach zehn Jahren Riester-Rente wird ernüchternde Bilanz gezogen

Vor zehn Jahren wurde die Riester-Rente als staatliche gestützte Privatvorsorge eingeführt. Die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ziehen eine ernüchternde Bilanz und üben scharfe Kritik am Konzept der Altersvorsorge.

So rechnen die Experten vor, dass eine heute 35-jährige Frau mit zwei Kindern 85 Jahre alt werden müsse, um mit der Riester-Rente ab dem Jahr 2011 eine Rendite von 2,5 Prozent zu erzielen. Dabei liegen dem Beispiel optimistische Zahlen und Erwartungen zu Grunde.

"Riester-Sparer werden in vielen Fällen nur so viel Rendite erzielen, als hätten sie ihr Kapital im Sparstrumpf gesammelt", sagte DIW-Expertin Kornelia Hagen. Neue Berechnungen zu Sterbewahrscheinlichkeiten und entgangene Förderleistungen sorgen für höhere Kosten bei den Versicherten.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Kritik, Bilanz, Riester-Rente
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.11.2011 15:47 Uhr von sicness66
 
+8 | -2
 
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"Schon die gängigen Statistiken unterstellen heute 50-Jährigen eine Lebensdauer von bis zu 95 Jahren. Manche Unternehmen gehen sogar von bis zu 103 Jahren für eine 50-Jährige aus, wie Kleinlein berechnet hat."

Danke Gerd. Danke Rot-Grün. Die Rente ist sicher!
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21.11.2011 15:58 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Auch die Reallohn-Entwicklung ist ernüchternd Sieben Prozent Reallohn-Verlust alleine in den letzten "XXL-Boom"-Jahren - und das bei moderater Inflation (siehe FAZ: http://is.gd/...).

Die Menschen haben Agenda 2010 gewählt - sie bekommen nun die logische Quittung: Verwerfungen in der Eurozone, Multimilliarden-Transfers, Eurobonds, Notenbankpresse.

Jedem das seine...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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21.11.2011 16:28 Uhr von ZzaiH
 
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jeder mit gmv: sieht das riesterrente die totale verarsche ist...

200€ sparen monatlich über 35jahre macht 84.000€ mit zinsen grob geschätzt 200.000€
ausgeben von monatlich 1000€ über 16jahre...

und nun vergleicht dass mal mit der riesterrente...die auch weg sein kann, falls der versicherung pleite macht...!
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21.11.2011 18:29 Uhr von Delios
 
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@Kritiker: Hier wird oft mit nur mit den Garantiezinsen von momentan noch 2,25% gerechnet. Die Ablaufleistung liegt aber bei weitem und vor allem bei den meisten Versicherern wesentlich höher (Im Versicherungsjournal stand mal was von 4,1 - 5,1 %).

Staatliche Förderungen: Gerade für Familien ideal. Ne Freundin von mir bekam letztes Jahr knapp 1000 Euro nur an staatlicher Zulage für die Riester.
Das Problem ist oftmals dass die Zulagen gar nicht beantragt werden... und dadurch spart Vati Staat schön weiter ._0
@DerBelgarath
Der Vertrag bleibt außerdem nicht "auf Gedeih und Verderb" beim Versicherer. Ein Wechsel ist möglich, wenn auch teilweise mit Gebühren.
Deine Anlagestrategie mag zwar möglich sein, aber nicht jeder hat Lust und Zeit für soetwas.
Dein nächster Punkt ("Das Beste"). Sicher kannste immer ran, aber 1. denkst du dass du dann die Disziplin hast im Notfall, das Geld der Altersvorsorge nicht doch vorher zu nutzen?? und 2. Wenn du immer rankannst, dann kann es Vati Staat auch ( Stichwort arbeitslos---> aufbrauchen des eigenen Vermögens). An die Riester kommt das Abeitsamt nicht ran.
Achja... und der Punkt mit der Inflation. Der trifft dich mit deiner Anlagestrategie genauso. Mal abgesehen davon, dass du in den Altersvorsorgeverträgen eine Dynamik einbauen lassen kannst, die dem entgegenwirkt...
Achja... das Thema Steuern ist mir noch eingefallen. Deine so tolle Strategie beinhaltet allerdings das Problem, dass du irgendwann über deinem Sparerpauschbetrag kommst und schön Steuern berappen darfst. Die Riester (und auch andere Altersvorsorgearten) haben diverse Steuervorteile die dich in der Sparphase nicht belasten und danach auch wesentlich weniger wie jetzt...

@ZzaiH... du musst nicht das Ganze Kapital verrenten lassen, du kannst ja auch bis zu 30% rausnehmen.

Ich will hier nicht die Riester über jeden Zweifel erhaben halten, sie hat ihre Kanten und Ecken. Dennoch finde ich, dass mit der Riester ein Baustein geschaffen wurde, der durchaus Anreize schafft, für das Alter etwas wegzulegen. Übrigens wurde in der Studie lediglich gesagt, dass bei einer gewissen Anzahl an Anbietern Nachteile winken, ABER nich bei allen...

Für die Sparstrumpfsparer: Wenn ihr es selber nicht wisst, fragt mal eure Großeltern was in deren Jugend ein Brötchen gekostet hat und wieviel pro Monat verdient wurde. Dann könnt ihr euch mal überlegen wie sinnvoll es ist Geld nur irgendwo zu lagern...
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21.11.2011 19:08 Uhr von Zephram
 
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jop: Aber der eigentliche Schaden ist nicht das die ganzen Deppen sich was von den Zockern und Bankstern was aufschwatzen lassen haben, sondern das deswegen die bewährte umlagegesicherte Rente deswegen Schaden genommen hat.

jm2p Zeph
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21.11.2011 23:19 Uhr von shadow#
 
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Den Sparstrumpf bekommen ausserdem die Erben: Die Riester-Rente ist weg, sollte man nicht lange genug durchhalten.

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