Schweden: Polizei schob Asylbewerber in das falsche Land ab
Die schwedische Polizei hat vor einiger Zeit einen abgelehnten Asylbewerber abgeschoben. Dabei unterlief den Beamten allerdings ein Fehler: der Mann wurde nämlich in den Irak und nicht in den Iran ausgeflogen.
Dem Mann drohen im Irak nun 15 Jahre Haft, so seine Anwältin, denn er habe fälschlicherweise behauptet, er sei Iraker. Fakt ist aber, dass er zwar im Irak geboren, aber in den Iran verbannt wurde und die iranische Staatsbürgerschaft annahm. Er sitzt nun seit zwei Monaten in Haft.
2002 floh der heute 53-Jährige aus dem Iran und landete in Schweden, wo er einen Asylantrag stellte, der allerdings abgelehnt wurde. Die Polizei hat den Fehler inzwischen eingestanden und angekündigt, die Abschiebe-Prozedur ändern zu wollen.