17.11.11 15:37 Uhr
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Immer mehr Soldaten leiden unter PTBS

PTBS ist die Abkürzung für "posttraumatische Belastungsstörungen", unter der immer mehr Soldaten leiden. Da psychische Erkrankungen auch bei der Bundeswehr kein Tabu mehr sind, melden sich von Jahr zu Jahr mehr Soldaten, um sich wegen dieser behandeln zu lassen.

Waren es im Jahr 2008 noch 245 Soldaten, die wegen posttraumatischer Störungen in Militärkrankenhäusern behandelt wurden, sind es 2011 schon mehr als 700 Patienten. Noch immer gibt es zu wenig Psychologen bei der Bundeswehr, trotz des steigenden Bedarfs an Hilfe.

Viele Soldaten melden sich erst Jahre nach ihren Einsätzen bei den Ärzten, wenn Panikattacken, Depressionen und Schlafstörungen schon zu einem erheblichen Problem geworden sind. Im Durchschnitt sind die Patienten zwischen 25 und 45 Jahre alt.


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WebReporter: Cataclysm
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Gesundheit, Soldat, Krankheit, Psyche, PTBS
Quelle: www.psychologie-aktuell.com

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.11.2011 15:37 Uhr von Cataclysm
 
+19 | -7
 
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Was Soldaten im Krieg meistern müssen, ist für viele gar nicht vorstellbar. Ich denke, dass die Dunkelziffer an Betroffenen noch viel höher liegt, aber die Soldaten sich trauen, einen Arzt aufzusuchen.Sie wollen allein damit "fertig werden",was aber oft nur in Verdrängung endet und sich dann halt später noch viel schlimmer bemerkbar macht.
Krieg entlässt niemanden als Sieger nach Hause..im Krieg gibt es nur Opfer,auch die augenscheinlichen Sieger.
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17.11.2011 16:07 Uhr von Bruno2.0
 
+18 | -2
 
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die: Meisten gehen zur Bundeswehr/Armee weil sie das Schnelle Geld sehen das man sich durch Auslandseinsätze psychischen Schäden aussetzt weil man dem nicht gewachsen ist sehen die meisten nicht.
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17.11.2011 16:51 Uhr von Rob550
 
+9 | -3
 
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Das Problem ist seit Jahren bekannt, leider hat sich immernoch ncihts in dieser Richtung getan. Diese Zustände sind vom Bund Verantwortungslos.

@ cortexiphan und Bruno2.0

Klar, man muss wissen, worauf man sich einlässt, wenn man zum Bund geht. Nur: für solche Belastungen, die man insbesonderre in Afghanistna erfährt, ist kein Mensch für geschaffen. Aufgrund der Zeitweise Massiven Belastungen durch Angriffe der Taliban entstehen fast alle PTBS-Erkrankungen. Ich denke jeder würde ziemlich mitgenommen werden, wenn man von jetzt auf gleich einen oder mehrere gute Kameraden und zugleich Freunde verliert, dann die körperlichen Strapazen. Ewig diese enormen Belastungen für Körper und Geist. Dies ist dem Sparwahn, der bei der Bundeswehr besonders stark ausgeprägt ist, zuzuschreiben. Erstmal sind die Kameraden in Afgahnistan oftmals schlecht ausgerüstet, haben oft eine schlechte Vorbereitung für einen solchen Einsatz (schließlich ists offiziell kein Kampfeinsatz) und dann die Personalnot, die grundsätzlich überall in der Budneswehr herrscht. Weil man weniger Personal hat, kann man logischer Weise für Auslandseinsätze auf weniger PErsonal zurückgreifen. Also müssen die selben Truppen öfter und länger im Auslandseinsatz verbleiben. Auch haben wir viel zu viele Schauplätze, wo wir unsere Truppen hinschicken. Last but not least: die psychologische Betreuung ist und war schon immer total schlecht, welches dem bereits erwähnten Sparwahn zu verdanken ist, und der schlechten Vorbereitung für solche Einsätze.
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17.11.2011 17:28 Uhr von 1234321
 
+4 | -12
 
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Ich war auch immer gerne: "krank auf Stube"
oder
"krank zu Hause"

Das geht beim Bund ganz einfach!
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17.11.2011 17:41 Uhr von Cataclysm
 
+9 | -2
 
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@1234321: dir wünsch ich mal so ne kleine , überraschende panikattacke in der nacht..damit du mal weisst,wovon hier die rede ist.
hier geht es nicht um leute, die "blau" machen,sondern um soldaten die NACH ihrem dienst psychisch so im eimer sind, dass sie ärztliche hilfe benötigen.und das betrifft nicht nur die "bösen" soldaten,sondern alle menschen, die in kriegsgebieten zu tun haben.
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17.11.2011 18:27 Uhr von snake-deluxe
 
+2 | -0
 
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@Pansy: PTBS ist freilich nix neues, google mal nach "1000 yard stare" oder "Shell Shock".

Gabs früher genauso, wenn nicht sogar häufiger wie heute. Nur damals war die Psychologie noch gar nicht so weit, um so etwas überhaupt richtig zu erkennen, geschweige denn behandeln zu können.
Zumal damals nach den Kriegen auch kaum ein Mann wegen so etwas zum Arzt gegangen ist.
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17.11.2011 20:02 Uhr von Johnny Cache
 
+5 | -7
 
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Beim Bund versammeln sich ja schon ohnehin nur die Leute die nicht wirklich viel in der Rübe haben, denn welcher Mensch gibt freiwillig seine Rechte auf, aber daß sie immer noch durch die Einsätze traumatisiert werden können zeigt klar daß selbst sie nicht dumm genug sind einen Krieg zu führen. Das ist doch mal ein positives Zeichen.

Was PTSD angeht gab es damals in den 80ern sogar das sehr erfolgreiche Lied "Nineteen" von Paul Hardcastle welches dieses Thema der Vietnam-Veteranen thematisierte. Auch beim Film "First Blood" aka Rambo ging es um nichts anderes.
Also neu ist das Thema sicher nicht...
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18.11.2011 00:34 Uhr von Gebirgskraeuter
 
+4 | -3
 
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@Johnny: tja manche mussten noch zum Bund. Ich wäre auch lieber nicht gegangen aber ausmustern lassen ist auch irgendwie feige..

Ich versteh ehrlich gesagt auch nicht warum jemand freiwillig dienen sollte. Ja ok, wir haben sicherlich alle auch tolle Erinnerungen an unsere Dienstzeit aber prinzipiell hast du recht. Freiwillig auf Rechte verzichten um sich für ne miese Bezahlung herumkommandieren zu lassen ist dämlich.

Ich persönlich kenne viele die zum Bund sind um ein paar Jahre zu überbrücken, schnell mal Geld verdienen wenns grad keinen Job nach der Ausbildung gab.

Unsere Truppe mausert sich zu dem was die US Streitkräfte längst sind, ein Auffangbecken für untere soziale Schichten. Wer sonst nix findet geht zum Bund. Und wer sonst nix findet ist meist nicht grad wahnsinnig qualifiziert.

Hinzu kommt noch, dass sich der Bund gern in einem völlig falschen Licht darstellt. Wer die "Info-Veranstaltungen" kennt die sogar an Schulen gehalten werden und das mit dem vergleicht was man selbst dort erlebt hat kann sich nur an den Kopf greifen. Manch junger Mann fällt sicherlich auch auf diese irreführende Werbung herein...
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18.11.2011 07:30 Uhr von JesusSchmidt
 
+4 | -4
 
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wer freiwillig zum militär geht, hat einfach mal pech gehabt.

wenn sowas wie "in bosnien neger schiessen" (o-ton eines damaligen bw-freiwilligen) die motivation ist, ist ptbs eine gerechte strafe.
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18.11.2011 08:26 Uhr von maki
 
+4 | -3
 
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Fragt jemand, unter was deren Opfer leiden? Bzw. meist ja nur noch die Angehörigen der Opfer.

Ich glaub nicht...

Ergo: Schnauze halten und durch oder gleich ab in die Klappse mit dem Zeug (bevor es zur Gefahr für die Öffentlichkeit wird).
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18.11.2011 10:32 Uhr von saber_
 
+2 | -2
 
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man the fuck up! komischerweise gibt es diese psychokrankheiten nur in den reichen westlichen laendern...

natuerlich gibt es auch faelle in armen regionen, aber da heissts eben: man the fuck up - or die!

und kommt mir nicht mit so zeug wie "du weisst doch garnicht wie das ist..."

doch, weiss ich. hab genug familie und freunde im krieg verloren. und alle maenner die im krieg waren kommen klar mit ihrem leben. manchmal kommen die schlimmen sachen wieder hoch, aber das ist nunmal so.

es ist ganz leicht zum arzt zu gehen und zu wimmern, aber wenn die frau und kinder im bunker sind siehts ganz anders aus. da wurden die persoenlichen probleme einfach ignoriert, denn irgendwer musste der familie das essen auf den tisch bringen...


das es negative bewertungen hageln wird ist mir klar, aber auch gleichermassen egal...

und wer selber krieg noch nicht erlebt hat, sondern es nur aus dem fernsehen kennt, der sollte doch bitte schweigen.
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18.11.2011 16:41 Uhr von Bluti666
 
+2 | -2
 
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Selbst Schuld wer Soldat wird! Im normalen Arbeitsleben haben wir Burnout-Syndrom, Rückenleiden und Depressionen und für die Behandlung all dieser Sachen können wir selbst immer tiefer in die Tasche greifen. Aber Hauptsache die feinen Herren Mörder sind gut umsorgt...
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18.11.2011 16:59 Uhr von d1pe
 
+1 | -3
 
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@Bluti666: Die "feinen Herren Mörder" haben geschworen auch dein Leben mit ihrem Leben zu verteidigen.

Habt ihr kein Funken Nationalstolz? Es sollte euch eine Ehre sein eurem Vaterland zu dienen und wenn man dies schon nicht machen will, dann erweist denjenigen die es tun wenigstens Anstand und Respekt.

[ nachträglich editiert von d1pe ]
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18.11.2011 17:54 Uhr von Bluti666
 
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@d1pe: Blablabla...Nationalstolz...blablabla... Ich hab mir nicht ausgesucht, hier geboren worden zu sein. Bistn kleiner Fascho, wa, wenn Du es so mit Nationalstolz hast? Und ich denke mal, da nichtmal 1% der Soldaten wirklich aus Nationalstolz und Vaterlandsliebe zum Bund geht, sondern nur wegen der Kohle. Und verteidigen kann ich mich im Übrigen auch selbst, da brauch ich niemand anders für. Und dann (potentiellen) Mördern noch Anstand und Respekt erweisen? Lächerlich. Soldaten sind keine besseren Menschen als andere auch, was man da respektieren sollte, keine Ahnung...
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18.11.2011 19:08 Uhr von d1pe
 
+1 | -3
 
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@Bluti666: Dass man bei Deutschen und Nationalstolz immer an Faschisten denkt, ist mir ein Rätsel. Der Nationalsozialismus hat mit der heutigen Generation nichts mehr am Hut und ich sehe keinen Grund, nicht stolz auf mein Land sein zu können.
Eine Diskussion über Soldaten und Patriotismus käme wohl zu keinem Ende, weshalb ich jetzt nicht weiter zu diesem Thema schreiben werde.
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18.11.2011 23:04 Uhr von sicness66
 
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Ähhh: ich hatte doch vorhin so ein tolles Bundeswehr-Video gesehen.

Und ich dachte beim Bund ist alles so schön...
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19.11.2011 23:10 Uhr von Chuck-Norris
 
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Leider nix neues: Und andere verdienen daran Millionen...

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