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Unerklärliche Schwankungen: Das Ur-Kilo ist kein Ganzes mehr

Seit über 100 Jahren liegt ein Metall-Zylinder unter Verschluss. Das Ur-Kilo ist der Maßstab wie viel ein Kilogramm wiegt. Die Wissenschaftler rätseln nun, warum es sich verändert.

Er hat die Höhe und den Durchmesser von 3,9 Zentimetter, besteht aus 90 Prozent Platin und 10 Prozent Irdium. Doch nun hat das Ur-Kilo seit seiner Herstellung rund 50 Mikrogramm an Gewicht abgenommen. Dies entspricht zwar nur einem Sandkorn, aber die festgelegte Messeinheit ist essenziell für die Wissenschaft.

Die Forscher haben sich nun als Ziel gesetzt einen neuen Maßstab zu finden, der sich nicht verändert.


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WebReporter: Chuck-Norris
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Kilo, Gewicht, Abnahme, Sandkorn
Quelle: www.focus.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.11.2011 07:28 Uhr von Alice_undergrounD
 
+4 | -33
 
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17.11.2011 07:41 Uhr von Jaecko
 
+25 | -3
 
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Ich hab ca. 2003 ne physikalische Arbeit erstellt, in dem u.a. auch die SI-Einheiten mit diesem Gewicht dran waren.
Vorschlag für eine alternative "Vorlage" war damals einfach eine bestimmte Anzahl Gold-Atome zu verwenden. Gold deswegen, da es hier nur ein einziges stabiles Isotop gibt.
Scheiterte damals aber mangels Maschinen, die in brauchbarer Zeit die n * 10^23 Teilchen abzählen. Dürfte aber heute auch nicht besser aussehen.

[ nachträglich editiert von Jaecko ]
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17.11.2011 08:34 Uhr von NRT
 
+24 | -2
 
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"Die Forscher haben sich nun als Ziel gesetzt einen neuen Maßstab zu finden, der sich nicht verändert."

Interessant das man sich nicht zum Ziel setzt WARUM es sich verändert.
Gibts vielleicht Schwankungen mit der Erdanziehungskraft und ist diese vielleicht doch nicht immer konstant...?

peace, NRT
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17.11.2011 08:43 Uhr von MC_Kay
 
+21 | -1
 
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"Die Forscher haben sich nun als Ziel gesetzt einen neuen Maßstab zu finden, der sich nicht verändert."

Das ist schon längst in Arbeit!
Es wird an einer perfekten Kugel aus Silizium poliert, die exakt 1kg schwer ist.

Hier ein Bericht aus dem Jahre 2008
http://www.focus.de/...

[ nachträglich editiert von MC_Kay ]
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17.11.2011 08:47 Uhr von MC_Kay
 
+5 | -2
 
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Warum geht nur 1 Edit? -.-*: Hier einer von der Physikalisch Technischen Bundesanstalt:
http://www.ptb.de/...

Und weitere:
http://www.pro-physik.de/...

http://www.spiegel.de/...
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17.11.2011 10:11 Uhr von ThomasHambrecht
 
+14 | -1
 
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Die moderne Wissenschaft definiert das Kilo als das Gewicht der Nudeln, die die Kantine in CERN für 4 Mitarbeiter als Beilage für Ungarischen Gulasch (Atommasse 272) auf das Tablett haut. Momentan bedient eine Aushilfskraft, die zu wenig ausschöpft.
Die Definition ist absolut konstant, da der Kantinenchef immer die gleiche Menge an Nudeln kauft.
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17.11.2011 10:12 Uhr von E10-Gegner.de
 
+7 | -4
 
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1 Kilogramm: Liebe Experten, dann legt halt noch ein Sandkorn drauf und schon stimmt das Kilogramm wieder ;-)

Scherz beiseite, konnte es mir aber nicht verkneifen.

@ Alice: Man sollte sich nur dann mit etwas befassen, wenn man auch nur annähernd von dem Ahnung hat, was man da von sich gibt... ;-)

@ Chuck-Norris: Mir gefallen deine News vom Thema her wirklich gut, dennoch muss ich mal eben etwas Kritik loswerden: Achte bitte in Zukunft auf anständige Rechtschreibung und Grammatik!! Dazu gehören einerseits Rechtschreibfehler, andererseits aber auch bspw. Satzzeichen und der Ausdruck.

Der Inhalt ist wahrlich interessant, aber Rechtschreibfehler stören den Lesefluss leider sehr.

Im Übrigen ist mir bewusst, dass ich einer der wenigen bin, der auf sowas achtet und dem das wichtig ist! Leider, die deusche Rechtschreibung verkommt wohl immer mehr, hab ich den Eindruck... :-(
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17.11.2011 10:37 Uhr von Lucotus
 
+7 | -0
 
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Für die "unerklärliche Schwankungen": würde ich mal spontanen radioaktiven Zerfall in den Raum werfen. Ist ja bekannt, dass so ziemlich alle Atome manchmal "einfach so" zerfallen. Auch diejenigen, die als nicht radioakiv gelten.

Ob das bisschen Zerfall allerdings ein Mikrogramm in hundert Jahren ausmacht bezweifle ich...
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17.11.2011 10:49 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+0 | -4
 
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Ach kommt schon...welcher Wissenschaftler rätselt denn bitte schön an diesem Phänomen?^^ Vllt. ein paar Geisteswissenschaftler... xD
Wer sich auch nur im Ansatz mit Physik/Chemie auseinandersetzt, kann sich denken woran das liegen könnte. Oo
Alles ist im Begriff irgendwann zu zerfallen, bzw. findet dieser Prozess ständig statt. Nichts ist für die Ewigkeit und so...
Uns wurde das damals bereits in der Schule erklärt, Halleluja.
Selbst die Vorsokratiker haben sich schon mit dem Phänomen des Wandels und des Zerfalls auseinandergesetzt. ^.^
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17.11.2011 12:41 Uhr von Odysseus999
 
+5 | -2
 
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"Die Forscher haben sich nun als Ziel gesetzt einen neuen Maßstab zu finden, der sich nicht verändert. "

*rofl*
Einfach Alles in diesem Universum unterliegt Veränderungen.
Wirklich alles. Ich kann nicht glauben, dass "Wissenschaftler" das noch nicht erfasst haben.
Alles ist Atmung, Zunahme, Abnahme, Balance
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17.11.2011 14:33 Uhr von Blackfox87
 
+1 | -1
 
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Metter? ^^
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17.11.2011 15:27 Uhr von Askeria
 
+2 | -0
 
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zerfall, druckverh., chlor, etc... etc.. etc..

anmerkung für den poster: es heisst "iridium" und nicht "irdium"....
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17.11.2011 19:12 Uhr von Alice_undergrounD
 
+0 | -1
 
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ja klar: und ihr seid dann solche typen, die dieses superschwarz zum satellitenbau benutzen wollen :D

@E10-Gegner.de

von einer popultistischen webseite werd ich mir auch noch sagen lassen, dass sie mehr ahnung hat als ich :D

[ nachträglich editiert von Alice_undergrounD ]
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17.11.2011 20:12 Uhr von Baran
 
+0 | -0
 
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UNERKLÄRLICH: HIRNEINSCHALTEN! Und sich fragen warum solche leute bei Focus einen job bekommen!

Jeder kontakt ist mit verschleiß verbunden....
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17.11.2011 21:51 Uhr von Gorli
 
+0 | -1
 
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@Odysseus999: Dass sich die Planck-Konstante ändert wäre mir neu. :/
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17.11.2011 22:52 Uhr von Lornsen
 
+1 | -1
 
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und: auch das wird sich verändern. Weil nichts konstant ist.
Und alles in einer Nanosekunde - Futsch !
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18.11.2011 07:28 Uhr von Morf
 
+2 | -0
 
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Klar hat die Erdanziehung einen Einfluss, deswegen gehe ich einfach mal aus, dass die Gewichtsabnahme im direkten vergleich mit mindestens einer anderen Kopie festgestellt wurde. Denn mehr kann ein so definiertes Urkilo nicht leisten, so lange man nicht die Atome zerstörungsfrei zählen kann.

Und rätselen ist jetzt auch übertrieben, im Artikel sind die 2 wahrscheinlichsten Einflüsse genannt, man ja sie eben nur nicht nachweisen.
Wenn das Kilo ständig im Vakuum gelagert wird halte ich das ausdiffundieren von im Gefüge eingeschlossenen Gasmolekülen für die Hauptursache. Ob das überhaupt in Frage kommt hängt freilig davon ab wie das Ding gefertigt wurde => Schmelze unter Vakuum? wie wurden die Metalle gereinigt? etc.
Das sind Dinge die schon heute nicht trivial sind und zur Zeit der Herstellung ohne REM, Massenspektrometer und Co. sicher noch schwerer zu prüfen waren.

Die in den Kommentaren erwähnte Siliziumkugel wäre zumindest was das Gefüge angeht von Vorteil. Wir haben viel Erfahrung mit der Züchtung von Si-Einkristallen die nur wenige Gitterfehler aufweisen und damit eine geringe Restporosität und Anlagerung von Fremdatomen. Einziger Nachteil ist die starke Oxidationsneigung => Si ist quasi sofort nach Luftkontakt mit eine Monolage SiO2 überzogen => Masse nimmt zu.
Das heißt ohne eine bessere Definition kommt man vielleicht näher an das Ziel, aber gewünscht ist eher eine Verbesserung der Genauigkeit um ein paar Größenordnungen und nicht um 50%.
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18.11.2011 13:31 Uhr von Il_Ducatista
 
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also: jetzt haben wir´s: die erste nachgewiesene Schwere welle ist 200 Jahre langund das Urkilo wird wieder um ein Sandkorn innerhalb 50 Jahren schwerer

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