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Studie: 3,6 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten für unter sieben Euro

Die neuesten Auswertungen des Instituts für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen hat ergeben, dass in Deutschland 2009 rund 3,6 Millionen Menschen für einen Bruttolohn unter sieben Euro gearbeitet haben. Das sind etwa elf Prozent aller Beschäftigten.

Die Zahl dürfte noch weitaus höher liegen, da aus methodischen Gründen Schüler, Studenten und Rentner sowie Nebenjobs nicht erfasst würden. Unter den von den Gewerkschaften geforderten Mindestlohn von 8,50 Euro fallen demnach 5,8 Millionen Beschäftigte.

Die von der CDU vorgeschlagene Lohnuntergrenze würde aber nur für die Branchen wirksam, die vorher überhaupt keine tarifliche Regelung besaßen. Dr. Claudia Weinkopf, Stellvertretende IAQ-Direktorin, schlägt daher verbindliche Lohnuntergrenzen für alle Arbeitnehmer vor, um Niedriglöhne zu verhindern.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Euro, Studie, Mensch
Quelle: idw-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.11.2011 15:57 Uhr von Really.Me
 
+4 | -10
 
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Ich will doch aber weiterhin meine Haare für 11€ geschnitten bekommen, das Brötchen für 35Cent, das öffentliche Klo soll immer sauber sein aber ich will keine 50Cent für die Benutzung zahlen, den Wein aus Deutschland will ich für 1,99€ im Supermarkt,...usw.

Ach bitte...wir wollen es doch alle so!
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16.11.2011 16:13 Uhr von sgitte
 
+4 | -1
 
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Immernurich: Kannst du lesen ? In der News steht doch, dass nicht alle Beschäftigten erfasst werden. Also Schüler, Studenten, Rentner und Nebenjobs gar nicht erfasst sind. Da wird schon eine beträchtliche Zahl oben drauf kommen.

Wichtiger Satz aus der Quelle: "Selbst bei einer Vollzeitbeschäftigung liegt das monatliche Erwerbseinkommen bei solchen Stundenlöhnen nur bei rund 800 Euro oder sogar darunter, was selbst bei Alleinstehenden nicht zum Leben reicht“

Aber Deutschland steht heut besser da, nicht wahr Frau Merkel ?
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16.11.2011 16:34 Uhr von quade34
 
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reallyme, Beste Preise werden immer gern genommen, beste Löhne werden ignoriert. Meine Meinung: wenn das Niedrigbildungsniveau sich weiter ausbreitet, gibt es nur noch die Zwangsversorgung über Transferleistungen für alle die es nicht schaffen. Der Teil der Leute, die es schaffen schauen nur so; Siehe oben.
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16.11.2011 16:48 Uhr von CommanderRitchie
 
+6 | -1
 
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Der Mindestlohn und die Ausbeutung Klar, dass die Regierung nur halbherzig für eine gerechte Lösung arbeitet. Schließlich hat die Merkel es ja offen zugegeben, dass das Streben der Bürger nach Lohngerechtigkeit eigentlich nur lästig ist.
Die sind doch der Unternehmenslobby längst verpflichtet. Diese "Wischiwaschi Vorschläge" sind nämlich nur für die Arbeitnehmer interessant, dessen Arbeitgeber dem Arbeitgeberverband angegliedert ist - denn nur diese Firmen sind den Tariflöhnen verpflichtet !! Und aus diesem Arbeitgeberverband kann jedes Unternehmen austreten ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.........
Zudem...... der Durchschnittsverdienst in Deutschland liegt bei 2500 Euro........ jetzt kann sich jeder ausrechnen, wieviel Stunden im Monat ein Arbeitnehmer im Lohnbereich von 6,50 - 7,50 Euro Brutto Arbeiten müßte, um an den "von der Regierung ja so hoch gelobten" Durschnitt-Verdienst der BRD heranzukommen. Nun - nur so - als Beispiel.. bei 7,00 Euro Brutto sind es ca. 350 Stunden im Monat....... Unglaublich und Menschenunwürdig.... nicht wahr ??
Und doch (fast) nicht unmöglich........ Nur alleine im Wachdienstbereich..... Da arbeiten Familienväter/frauen täglich 12 Stunden am Tag (im Schichtdienst) - nicht eingerechnet ist hier die Fahrt zur Arbeit und zurück.
Na ja - wenn man jetzt die Lebenserhaltungskosten (Miete, Lebensmittel, Versicherungen, private Altersvorsorge, usw.) hinzurechnet..... da werden dann mal locker ca. 240-250 Stunden im Monat gearbeitet um "über die Runden zu kommen" !!
Familienleben ?? Fehlanzeige !!,
Erholungsphasen (Freizeit) ?? kaum vorhanden !!
Freunde ?? Da klingelt bei vielen schon lange kein Telefon mehr !!
Familienfeiern ?? Das sieht der Dienstplan meistens nicht vor !!
Hobbys ?? Klar - Dienstkleidung waschen und Wocheneinkauf tätigen (ironie off) !!

Glauben Sie mir...... wenn man erlebt, dass ein Mitarbeiter kurz vor der nächsten Löhnung seine letzten Cents zusammenzählt, nur um sich noch eine Schachtel Zigarretten kaufen zu können..........
oder ein Mitarbeiter von seiner Frau verlassen wird, weil er immer nur Arbeiten geht und trotzdem am Ende des Monats kein Geld in der Haushaltskasse ist.... da bekommt man einfach nur einen Hass auf das, was die Regierung für einen Mist zusammenwurschtelt !! Die sind der Wirklichkeit in Deutschland schon lange entrückt - träumen von blühenden Landschaften - und glauben an die Ehrlichkeit der Führungsetagen (von wegen gerechter Entlohnung) !!
Stellt sich für mich nur eine Frage: Handeln die so aus Dummheit, Naivität - oder sind die einfach nur Korrupt ?!
Nun - vielleicht auch eine Mischung aus allem......... Haben ja schließlich einige "Intelligenzbolzen" ihren Dr.-Titel durch Beziehungen erhalten..........

Keine Sorge Leute...... ich für meinen Teil habe mich von diesem Arbeitsplatz-Verarsche-System schon vor einiger Zeit verabschiedet - und fahr jetzt mein eigenes Ding.

[ nachträglich editiert von CommanderRitchie ]
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16.11.2011 21:18 Uhr von shadow#
 
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Das war von der CDU so gewollt. Massiver Ausbau des Billiglohnsegments, Repressalien gegen Arbeitslose, Arbeitsplatzvernichtung im öffentlichen Sektor durch 1 Euro Jobs und hemmungslose Quersubventionierung von "Unternehmern" durch immer mehr Aufstocker.
Und das Schlimmste daran ist, dass die SPD beim größten Teil dieser Schweinerei als kleiner Koalitionspartner lediglich leise nickend zugesehen hat.
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16.11.2011 22:26 Uhr von quade34
 
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Schröder: heißt der Täter!

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