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Terry Pratchett startet Selbstmordprozess

Terry Pratchett, der berühmte Fantasy-Autor und Schöpfer der "Scheibenwelt"-Romane, steht kurz vor der Unterzeichnung der "Anmeldeformulare" für seinen assistierten Selbstmord.

Seitdem bei Pratchett im Jahr 2008 im Alter von 60 Jahren Alzheimer diagnostiziert wurde, kämpft der Autor medienwirksam für die Legalisierung der Sterbehilfe in seinem Heimatland Großbritannien. Sein eigener assistierter Selbstmord könnte nun in der Dignitas Klinik in der Schweiz stattfinden.

Pratchett sagt, das einzige was ihn momentan noch abhält ist sein noch nicht fertiggestellter Film "Terry Pratchett: Choosing to die" sowie sein letztes Buch, dass er auch noch vorher fertigstellen möchte. Der Beginn des formalen Prozesses bedeutet noch nicht, dass er sich tatsächlich sein Leben nehmen wird.


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WebReporter: DEvB
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schweiz, Großbritannien, Selbstmord, Autor, Sterbehilfe, Terry Pratchett
Quelle: www.guardian.co.uk

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43 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.11.2011 09:32 Uhr von DEvB
 
+24 | -0
 
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Ich habe früher seine Bücher sehr gerne gelesen. Diese Verbindung aus Fantasy mit seinem intelligentem Humor ist einfach einzigartig. Seine Auftritte zum Thema Sterbehilfe, die meistens im britischen Fernsehen liefen, waren z.T. höchst beeindruckend.
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16.11.2011 10:09 Uhr von Azzitay
 
+15 | -2
 
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Bei Alzheimer würd ich das auch wollen ...
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16.11.2011 10:48 Uhr von Hebalo10
 
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@Bleissy, die Truhe aus intelligentem Birnbaumholz, die ihrem Herrchen auf Schritt und Tritt gefolgt ist und alles verschlungen hat was ihr zu nahe kam nicht zu vergessen.
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16.11.2011 11:04 Uhr von demoness
 
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PTerry: Du bist ein Vorbild! Ich habe alle seine Romane gelesen und sie und auch ihn dadurch lieben und schätzen gelernt. Ich finde es beeindruckens, das er konsequent sein Ziel nun verfolgt und zunächst noch seine offenen Projekte beenden will. Ich hoffe, das seine Krankheit ihn nicht daran hindert. Und PTerry, wenn Du dann freiwillig gehen sollest:
Du warst einer der wenigen, der dieser Welt ein Lachen geschenkt hat!

@fieser_fettsagg: jemand wie PTerry braucht keine Promo.

[ nachträglich editiert von demoness ]
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16.11.2011 11:17 Uhr von Maedy
 
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Mein Held: der mich seit fast 17 Jahren begleitet ,seit ich nach der Geburt einer ersten Tochter Zauberer Rincewind und dem Touristen mit seiner Truhe lesenderweise begegnet bin.Momentan lese ich zum wiederholten Male: Wachen, Wachen ! Er wird mir fehlen,wenn er seine letzte Reise,vielleicht zur Scheibenwelt(?), antreten wird.
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16.11.2011 11:43 Uhr von Reklamations-Kantolz
 
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teilweise genial: manche Bücher sind absolut Kult.

das miese bei Alzheimer ist, das man alles eingerichtet haben muss bevor man nicht mehr weiss wer man ist (inkl. Patientenverfügung etc pp).
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16.11.2011 11:43 Uhr von EvilMoe523
 
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Hach ja Terry Prattchett hat in meinem Bücher Schrank eine ganz besondere Ecke erschaffen wo seine Werke, zumindest die Scheibenwelt-Romane alle stehen.

Ist dann doch irgendwie komisch, wenn man plötzlich wieder mit Nachrichten über den Schöpfer konfrontiert wird und sowas lesen muss. Dass er nicht der Jüngste ist (obwohl 60 nun auch kein Alter ist) war mir schon klar, aber schon unglaublich wie wieder die Zeit verstrichen ist, seit dem auch ich damals im Zug das erste mal einen seiner Romane laß und Alle dumm guckten, da dies das erste Buch war, wo es mir selbst in der Öffentlichkeit nicht gelang, NICHT lauthals loszulachen. ^^ - War übrigens "Gevatter Tod" :)

Alzheimer ist eine schlimme Sache und ich nehme sicher keine Wertungen vor ob es schlimmer ist wenn es Irgendjemanden befällt oder Leuten wie Terry Prattchet. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass als Buchautor als Genie des Genres noch dazu es ein besonderer Schicksalsschlag ist wenn man dann damit "belohnt" wird.
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16.11.2011 11:43 Uhr von Cataclysm
 
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bin ein wenig geschockt.ich hab nicht mitbekommen, dass dieser mann unter alzheimer landet, was ich TOTtraurig finde.
ich kann es verstehn, dass man sich wünscht, nicht elendig vor sich hin zu vegetieren..und dennoch..ich bin absolut gegen selbsttötung oder auch hilfe zum selbstmord.
absolut.

ich habe sorge, dass durch so bekannte gestalten wie pratchett jetzt werbung für dignitas gemacht wird..dieser verein verdient damit geld, menschen das sterben zu erleichtern..irgendwo muss der kapitalismus ein ende haben.
sterbehilfe ist in den wenigsten fällen sinnvoll und darf nicht zum geschäft werden.



ich hoffe, dass mr. pratchett sich nicht zu diesem schluss entschliesst.


ich höre fast jeden abend beim einschlafen eins der hörbücher..heute nacht war es "schöne scheine" ... macht mich traurig, dass der mann,der diese schönen geschichten erfand sich umbringen will.
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16.11.2011 11:44 Uhr von Hebalo10
 
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@glaubetrotter46, wenn Du auch nur einen Bruchteil der Ausstrahlung der Werke Pratchetts hättest, dann hättest Du wenigstens etwas zum "An den großen Nagel" hängen. Stattdessen wird nach Deinem Abgang innerhalb kurzer Zeit nichts mehr von Dir bleiben.
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16.11.2011 11:56 Uhr von Cataclysm
 
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glaubetrotter: spamt in allen threads und news nur mist hinein,teilweise stark meschenverachtender kram..und zwar in JEDE; posting.einfach ignorieren,der wird bald wieder gelöscht.ist ein spinner....
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16.11.2011 13:37 Uhr von Dracultepes
 
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Für ein Grundrecht auf Selbstmord.
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16.11.2011 13:50 Uhr von Cataclysm
 
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selbstmord:ja
mord auf verlangen: nein

niemandem darf es gestattet sein, den tod eines anderen menschen herraufzubeschwören.
wehret den anfängen!!!!


institutionen, die nur dafür errichtet werden, menschen umzubringen, werden irgendwann..genau wie ALLE anderen institutionen! ..missbraucht werden.

wie will man bei allen menschen genau herraus finden, ob sie nicht nur an depressionen leiden?ob sie nicht dazu gedrängt wurden?
was macht man mit den todesanfragen von jungen leuten,die sterben wollen,weil sie krebs haben ..aber auch vlt eine chance zu überleben hätten,wenn sie weiter kämpfen?....tod nur für ältere?nur für kranke?ab wann ist ein todeswunsch legitim?
wieviel darf man einem todeskandidaten als "gebühr für die todesdienste" abknüpfen?
verdient der staat in form von steuern dann vom selbstmord der menschen?
ist es selbstmord,wenn ich jemand anderem erlaube , mich umzubringen oder mir dabei zu helfen?


zu selbstmord hat jeder das recht, das muss auch keiner einem erst zusprechen!!
dignitas macht aber was ganz anderes..und zwar aus einer höchst subjektiven perspektive, die garnicht auf alle anwendbar ist.


°°Der Entscheidung und dem Okay dazu liegen etliche Gespräche, Beratungen und med. Untersuchungen zugrunde.°°
ein gespräch mit leuten, die horrende summen mit deinem ableben verdienen....diese leute sind also NIE objektiv...

tod und geld MUSS getrennt bleiben!



was ist ,wenn in ein paar jahren sowas "standart" wird....kommen dann die ersten an, und raten einem zur "selbstentsorgung", wenn man schwer krank wird?weil das ja viel "logischer" ist,die anderen das auch machen,die krankenkassen nicht merh so belastet werden...?versteht ihr ,worauf ich hinaus will (und worauf das in meinen augen auch abzielt)?


da sind viel zu viele fragen offen..und die möglichkeit des betrugs und des missbrauchs sind viel zu groß.


jeder kann sich selbst umbringen..aber jemand anderen dafür zu bezahlen, dass er einen tötet ist SO WIDERWÄRTIG und einfach falsch!

[ nachträglich editiert von Cataclysm ]
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16.11.2011 13:59 Uhr von Cataclysm
 
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einfache faustregel: solange man den toten das leben nicht wiedergeben kann, darf man es den lebenden nicht nehmen.


um nochmal auf die "beratungssache" zu kommen: wenn du geld anlegen wirst, wirst du auch beraten....meist vollkommen zu deinem nachteil und dem vorteil der bank.
viele menschen haben KEIN gewissen,sobald es um geld geht.
schliess nicht von deiner möglichen motivation, solch einen dienst anzubieten,auf die motive der leute, die dignitas ins leben gerufen haben....sie verstehn sich gut,werbung zu machen, und sprechen den humanistischen und mitfühlenden teil in der seele der menschen an..verschweigen aber, dass sie schlicht eine marktlücke entdeckt haben.heut zu tage gibt es viele hoffnungslose, allein lebende menschen ohne anbindung an familie und co...und genau auf DIESE,vermögendne leute (denn dieser "selbstmord" kostet einiges :)) haben es solche vereien abgesehn..wie terry pratchett.die menschen haben angst allein zu sterben, in heime zu müssen usw......geld mit dem elend und der angst einsamer,kranker menschen...mich WIDERT das genau deshalb so an.




[ nachträglich editiert von Cataclysm ]
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16.11.2011 14:15 Uhr von Schwertträger
 
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@glaubetrotter: >Die Pfeife soll aus dem fenster springen und die sache ist dann erledigt.Was gibts da herum zu posaunen und an den grossen Nagel hängen...<

Du hast es nicht verstanden.
Wenn jemand aus dem Fenster springt, zahlen manche Versicherungen nicht, manche Gemeinden beerdigen Selbstmörder immer noch nicht im Hauptteil des Friedhofs, die gesellschaftliche Ächtung der Angehörigen ist auch immer noch nicht beseitigt usw. usf..
Darum ist es wichtig, ein für alle Mal öffentlich durchzufechten, das es das Recht eines Menschen ist, sich unter bestimmten Umständen selber das Leben zu nehmen, und dass da auch kein gesellschaftliche Makel dran klebt. Ich finde es sehr gut, dass er das macht, wo er doch auch einfach aus dem Fenster springen könnte.
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16.11.2011 14:24 Uhr von Cataclysm
 
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°°das es das Recht eines Menschen ist, sich unter bestimmten Umständen selber das Leben zu nehmen°°

dafür kämpft aber dieser mann nicht!!!
er kämpft für das recht, sich von ANDEREN umbringen zu lassen.
also für das recht auf mord.er kämpft für das recht dieser INSTITUTION, menschen auf verlangen umbringen zu dürfen.

sich SELBER umbringen ist ok...dafür andere zu bezahlen ist absolut jenseits des guten geschmacks.

[ nachträglich editiert von Cataclysm ]
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16.11.2011 14:35 Uhr von Schwertträger
 
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So einfach schwarzweiss ist das nicht: >zu selbstmord hat jeder das recht, das muss auch keiner einem erst zusprechen!!<
>ist es selbstmord,wenn ich jemand anderem erlaube , mich umzubringen oder mir dabei zu helfen?<

Was ist in dem Fall, wo man körperlich nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu töten?
Oder wenn man die Tat der Selbsttötung nicht fertig bringt, obwohl man nicht mehr leben möchte? (Denke da an Zartbesaitete, die eine Selbsttötung als brutal empfinden).

Außerdem tut Dignitas meines Wissens nichts anderes, als dem Patienten/Kunden/Todeswilligen geeignete Medikamente ans Bett zu stellen.

Über die notwendige rechtliche Aufstellung einer Sterbehilfe-Einrichtung könnte man ja ohne weiteres diskutieren, aber nötig ist so etwas im Grunde.
Am besten wäre so etwas staatlich. Und bürgerlich kontrolliert.


>tod und geld MUSS getrennt bleiben!<

Ist es jetzt auch schon nicht, war es nie und wird es nie sein!

Ein tödlich erkrankter Mensch kostet z.B. immer Geld. Also wird es im Interesse derer sein, die das Geld aufbringen, dass er nicht so lange braucht, um endlich zu sterben. Das ist jetzt schon so, unabhängig, ob es so etwas wie Dignitas gibt oder nicht. Das betrifft benötigte Krankenhausbetten, den Unwillen oder die Unfähigkeit von Angehörigen, jemanden noch länger zu pflegen, die Krankenkassen usw.
Tausend Bereiche - im Grunde jeder - sind/ist von jeher daran interessiert, dass ein Mensch bis zu seinem Tode produktiv funktioniert und möglichst keinerlei unproduktive Zeiten verbringt oder gar zusätzliche Kosten verursacht.

Das bisschen Geld, was dann eine Sterbehilfe-Einrichtung evtl. verdient, ist dagegen ein Tropfen auf dem heissen Stein.
Dass eine Missbrauchsgefahr gegeben ist, ist unbestritten. Aber was für ein armutszeugnis des modernen Menschen wäre es, etwas nicht einzurichten, nur weil man zu unfähig ist, seinen Missbrauch zu vehindern?
Wo wären wir heute, wenn diese Prämisse schon immer gegolten hätte?
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16.11.2011 14:42 Uhr von Cataclysm
 
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ein paar infos über dignitas: °°am 17. Mai 1998 von dem Journalisten und Anwalt Ludwig A. Minelli gegründet.
Den aktuellen Statuten des Vereins zufolge kann Minelli als sogenannter „Generalsekretär“ – d. h. Vereinspräsident und Geschäftsleiter in einer Person – allein über alle Mitgliederaufnahmen entscheiden und Mitglieder auch wieder definitiv ausschliessen.°°

aha..also weder mediziner oder sonstwas ..sondern ein...ANWALT und journalist...*dumdidum*


°°Die Mitglieder erhalten – bei einer einmaligen Eintrittsgebühr von CHF 200,-- und einem jährlichen Mitgliederbeitrag von mindestens CHF 80,-- – Unterstützung bei der Durchsetzung von Patientenverfügungen und Hilfe bei anderen Konflikten mit Behörden, Ärzten oder Heimleitungen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, im Falle einer schweren Erkrankung und somit starken Beeinträchtigung der Lebensqualität eine Suizidbegleitung in der Schweiz in Anspruch zu nehmen. Für die Vorbereitung einer Freitodbegleitung wird ein Sondermitgliederbeitrag von CHF 3.000,-- erhoben, ein gleich hoher für deren Durchführung. Für Ausländer ergeben sich Gesamtkosten inkl. Arzt und Kremation von etwa € 7.000,--.[2] Mitglieder, die in sehr bescheidenen Verhältnissen leben, können aufgrund der Statuten Herabsetzung oder Streichung dieser Beiträge beantragen°°


also ein "club" mit jährlichen beiträgen und hohen extrakosten für den freitod.klingt auch total seriös....


^^Ihrem Gründer wird vorgeworfen, durch eine Verharmlosung des Suizids moralischen Druck auf schwerkranke Menschen auszuüben, die dann ihrem Leben ein Ende setzen, um nicht der Gesellschaft oder ihren Angehörigen zur Last zu fallen. Ausserdem wird Dignitas immer wieder angelastet, psychisch kranke Menschen beim Suizid unterstützt zu haben; nach einem neuen Bundesgerichtsentscheid wäre das allerdings „unter Umständen“ – im Urteil ist von einem „vertieften psychiatrischen Fachgutachten“ die Rede – bei urteilsfähigen Personen im Sinne eines sogenannten Bilanzsuizids nicht strafbar. Dignitas leistet im Gegensatz zu anderen Sterbehilfe-Organisationen auch Menschen aus dem Ausland Sterbehilfe, man spricht daher von Sterbetourismus.


Gegen Dignitas, die mit einem „sanften Hinübergleiten in den Tod“ wirbt, haben Zeugen in mehreren Fällen schwere Vorwürfe wegen eines langsamen und qualvollen Todes erhoben. Ein Schlaganfallpatient sei nicht binnen Minuten, sondern erst nach einem 72-stündigen Todeskampf verstorben und habe drei volle Tage im Krankenhaus gelegen, was Dignitas jedoch dementiert: Zwar habe es von der Einnahme des Medikaments bis zum Eintritt des Todes rund 46 Stunden gedauert, doch sei das Mitglied wenige Minuten nach Einnahme des Mittels bewusstlos geworden und nicht mehr erwacht; es sei auch in den Dignitas-Räumen verstorben und nicht im Krankenhaus. In einem weiteren Fall soll zwei Augenzeugen zufolge eine 43-jährige, todeswillige Krebskranke erst nach 38 Minuten erstickt sein, während sie immer wieder geschrien habe: „Ich verbrenne!“. Diese Schilderung ist jedoch von zwei weiteren Zeuginnen als vollständig erfunden bezeichnet worden; das Mitglied habe keineswegs geschrien, dass es verbrenne, sondern habe erklärt, das Mittel schmecke scheusslich, und nach Schokolade verlangt.[17] Die Freitodbegleitung biete alles andere als einen „würdevollen Abschied“, meinte 2007 der Sohn einer verstorbenen Engländerin.

In der Sendung Rundschau des Schweizer Fernsehens vom 7. Februar 2007[19] kritisierten Ex-Mitarbeiter von Dignitas die zu schnelle Vorgehensweise („Schnellabfertigung“), vor allem bei den Sterbewilligen aus dem Ausland, und warfen dem Gründer intransparente Geschäftsführung und finanzielle Eigeninteressen vor°°

soviel mal dazu...
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16.11.2011 14:43 Uhr von Cataclysm
 
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weiter °°Anfang Oktober 2008 wurde beobachtet, dass angebliche Dignitas-Mitarbeiter Asche von Verstorbenen aus etwa 20 Urnen in den Zürichsee kippten. Laut der ehemaligen Geschäftsführerin von Dignitas sei dies bei Dignitas eine gängige Praxis. Medienberichten zufolge wurden die menschlichen Überreste hastig und achtlos ausgeschüttet, halb auf den Ufersteinen, halb im Wasser. Wegen der unbewilligten, gewerbsmässigen Seebestattungen wird Dignitas laut eines Sprechers der Baudirektion des Kantons Zürich schriftlich abgemahnt.[36][37] Die Meldungen in Zeitungen hielten allerdings einer amtlichen Untersuchung durch die Zürcher Staatsanwaltschaft nicht stand. Es konnte Dignitas nicht nachgewiesen werden, dass die gefundenen Urnen von Dignitas stammen.[38]

Im Mai 2010 wurde zudem behauptet, dass Dignitas mindestens in einem Fall den letzten Willen einer Toten missachtet habe: die Urne der mit Hilfe von Dignitas Verstorbenen wurde nicht – wie in einem Brief an die Stieftochter erbeten – in ihre Heimat überführt, sondern ebenfalls in den Zürichsee geworfen. Laut einem Bericht des deutschen Fernsehmagazins Report Mainz soll ebendiese Verstorbene dem Dignitas-Geschäftsführer Ludwig A. Minelli zwei Spenden von total 191´000 Franken überwiesen haben°°



last but not least this:

°°Anfang Januar 2009 wurde bekannt, dass die Zürcher Staatsanwaltschaft bei Dignitas „Eigennutz“ vermutet. Laut Staatsanwaltschaft sei nicht bekannt, wofür Dignitas die Einnahmen von 10.000 Franken pro Sterbebegleitung verwendet. Jedoch habe man konkrete Hinweise, dass Dignitas dieses Geld nicht nur für die Deckung der Kosten braucht. Dies gehe aus verschiedenen von Dignitas-Geschäftsführer Ludwig A. Minelli gewährten Interviews hervor. So sagte Minelli gegenüber der französischen Zeitung Le Monde, dass er die Gelder auch dafür einsetze, um in Europa für das Recht auf einen selbstbestimmten Tod zu werben. Dem französischen Fernsehsender M6 gegenüber erwähnte Minelli, dass Dignitas „erhebliche Aufwände wegen Rechtsstreitigkeiten“ habe.[40] Dignitas hat in den letzten fünf Jahren keine Zahlen veröffentlicht, was wesentlich den Vorwurf der Intransparenz begründet. Keine Erklärung gibt Minelli zu seinem Vermögenszuwachs von über 600.000 Franken zwischen 2005 und 2007; laut Beobachter sollen Sterbewillige auch Einzahlungsscheine für ein privates Konto bei der Münchner Postbank erhalten haben°° !!!!!!!!!




...sehr seriös...warum kämpft dieser mann für eine solche dubiose firma????


(alle infos aus nem wiki...)

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16.11.2011 14:47 Uhr von Schwertträger
 
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@cataclysm: >wie terry pratchett.die menschen haben angst allein zu sterben, in heime zu müssen usw......geld mit dem elend und der angst einsamer,kranker menschen..<

Vorweg: Terry Pratchett ist meines Wissens nach glücklicherweise nicht allein.

Mit der Angst oder dem Unbehagen einsamer Menschen wird doch schon immer Geld gemacht!
Jeder Fernsehsender macht Geld mit einsamen Menschen.
Jede Partnervermittlung macht Geld mit den Ängsten einsamer Menschen.
Heime selber machen Geld mit der Angst der Leute ins Heim zu müssen (in dem sie Luxus-Heime anbieten).
Die Kirche macht seit jeher Geld mit der Angst der Leute, ohne Kirchen-Trara nicht in den Himmel zu kommen.
Jeder Leichenbestatter macht Geld mit der Angst der Leute ohne Sarg in der kalten Erde zu liegen (das ist der Ursprung der Beerdigungstradition, die heutzutage Gesetz ist, denn man darf sich ja nicht mehr ohne Sarg beerdigen lassen).
Und jeder Arzt macht Geld mit dem Leiden anderer Menschen. Jede Pharma-Firma tut das (sogar die anständigen kleinen, die Nautrheilmittel herstellen).

Wo ist jetzt das besondere, wenn jemand Geld nimmt, um sich den Akt des Tötens bezahlen zu lassen?
Guter Geschmack?
Geschmack ist so wandelbar in den Gezeiten der Geschichte, dass das nicht wirklich ein fundiertes Argument ist.

Mord auf Verlangen ist ein schwieriges Kapitel. Unbestritten. Ihn aber generell als falsch hinzustellen, greift deutlich zu kurz.
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16.11.2011 14:47 Uhr von Cataclysm
 
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°°Das bisschen Geld, was dann eine Sterbehilfe-Einrichtung evtl. verdient, ist dagegen ein Tropfen auf dem heissen Stein.°°

10.000 franken pro nase findest du wenig?
bis zu 7000 euro NUR für den mord?

dazu kommen die gebühren die man vorher zu leisten hat, um "mitglied" zu werden usw...


tu mir mal nen gefallen..informiere dich erstmal.
natürlich machen wir geschäfte mit dem thema tod..aber NICHT mit dem töten,sondern mit dem verbuddeln,verbrennen und dem särgezimmern.wir erhalten menschen ewig am leben usw..aber WIR BRINGEN SIE NICHT GEZIELT UM,herrschaftszeiten....


du redest quatsch!
es ist ein unterschied ,ob man jemanden pflegt, und in de tod begleitet oder ihn UMBRINGT!!!

denk doch mal nach... °°Wo ist jetzt das besondere, wenn jemand Geld nimmt, um sich den Akt des Tötens bezahlen zu lassen?°° .. merkst du noch was???

unterhaltung mit dir beendet..du kommst gedanklich nicht mit.

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16.11.2011 14:52 Uhr von Cataclysm
 
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und nur zur info: pratchett hat keine kinder die ihn pflegen können,nur eine frau in gleichem alter,die selber langsam alt wird.er hat keine enkel oder so..nix!


°°Also wird es im Interesse derer sein, die das Geld aufbringen, dass er nicht so lange braucht, um endlich zu sterben.°°

genau DAS meinte ich!!ich bin schockiert!
demnächst heisst: komm ,du raffst eh nix merh,liegst der gesellschaft und den kassen auf der tasche..ich mach mal nen termin für dich bei doctor XYZ...hat ja keinen sinn merh mit dir"

du bist doch echt ein kracher..ich muss gleich kotzen...

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16.11.2011 15:01 Uhr von Floppy77
 
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@Cataclysm: Vielleicht ist er sehr religiös und hat angst bei Selbstmord in die Hölle zu kommen.

Ich hoffe sein letztes Buch wird sehr dick, umso länger lebt er noch.
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16.11.2011 15:03 Uhr von Cataclysm
 
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@floppy: genau das dachte ich auch...hoffentlich wird der film nie fertig,sein letztes buch so dick,dass er garkeine zeit hat, sowas zu machen.


@mary:
lass uns nochmal darüber reden, wenn deine eltern in der situation sind....
meine uroma..bald 100 jahre alt,wenn sie so weiter macht, kann sich keine 5 minuten was merken..die erkennt uns garnicht mehr.weihnachten wird sie bei uns sein und ich freue mich...diese frau kann mit ihrem leid sehr gut leben,weil sie lange betreut wurde von ihrer familie ..bis heute.


du musst mir nicht sagen, wie es leuten ergeht die leiden..ich betreue selber teilweise solche menschen .. ich hab in den letten jahren viel zu oft auf krebsstationen gesessen, ich hab die leute weinend und schreiend in ihren betten gesehn.vollkommen wehr-und hilflos...
und ich sage dir: wenn es um DICH geht, ist es etwas anderes, wie als wenn es fremde menschen sind.da fällt einem der gedanke an sterbehilfe nicht so schwer...


aber nun nehm mal an,dein kind erkrankt an unheilbarem krebs....da möcht ich dich nochmal drauf ansprechen, ob du ihm die sterbehilfe gewähren würdest...
über fremde zu urteilen ist leicht in der hinsicht,weil es einen nicht berührt....




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16.11.2011 15:12 Uhr von Schwertträger
 
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Häng Dich doch nciht an Dignitas auf! Ich bin kein Verfechter der Dignitas, das mal vorweg!!

Die waren schon vor Jahren umstritten und es stand in allen Zeitungen. Niemand muss da hingehen.
Und es stand und steht allen möglichen Leuten offen, eine Konkurrenzunternehmung aufzubauen.

Wie sauber jene Organisation arbeitet, ist ein ganz anderes Thema. Wozu die ihre Gelder benutzen (bspw. Öffentlichkeitsarbeit etc.) bleibt denen und einer eventuellen Wirtschaftsprüfung überlassen. Da sie es ja auch nicht verschweigen, sondern es relativ offen zu recherchieren ist, kann und sollte sich jeder interessierte Bürger darüber informieren, BEVOR er irgendetwas zahlt. Niemand muss dort Miglied werden und sich beim Sterben helfen lassen.
Wenn die nicht liefern, was sie versprechen (72-stündiger Todeskampf), wird sie dafür schon jemand zur Rechenschaft ziehen.


Aber darum geht es mir nicht.
Ich rede über das Konzept an sich, jemanden zu erlauben einen zu töten (und gegebenfalls dafür zu bezahlen. Wieviel das jemandem wert ist, muss derjenige selber entscheiden).


>wir erhalten menschen ewig am leben usw..aber WIR BRINGEN SIE NICHT GEZIELT UM,herrschaftszeiten....<

Ja, wir erhalten Menschen am Leben.
Oft genug gegen jeden Sinn, gegen den Willen der Betroffenen, sondern einfach nur, weil jemand Geld damit verdient oder von Strafe bedroht ist, wenn er seine sinnlosen Bemühungen einstellt.
Ist dass das Credo?

Beispiel einer 91-jährigen Frau, deren Tochter unbedingt will, dass sie künstlich ernährt wird, obwohl die Frau schon lange krank und mittlerweile auch schon sterbend ist und das Einführen einer Magensonde die pure Quälerei ist.
Entscheidet sich der Arzt aber dagegen, hat er mehr oder weniger aktiv Sterbehilfe geleistet - illegal.
Ein Skandal, dass für so etwas keine differenziertere Betrachtung möglich ist, wenn Du mich fragst.


>es ist ein unterschied ,ob man jemanden pflegt, und in de tod begleitet oder ihn UMBRINGT!!!<

Meine Mutter ist schwer und unwiderruflich krank.
Wenn sie mir sagen würde "stell mir Gift dahin", dann würde ich das machen.
Wie würdest Du das denn beurteilen? Ist das schon aktiv oder passiv?
Oder wenn sie mir sagen würde "spritz mir einen Schlafmittel-Gift-Cocktail"?
Letzteres würde ich nicht tun, weil ich im Knast landen würde. Aber nicht, weil ich meiner Mutter den Wunsch nicht erfüllen wollen würde. Wer bin ich denn, dass ich meine Mutter dazu verurteilen würde, ihren Leidensweg bis zuende gehen zu müssen?


>merkst du noch was???<

Wäre schön, wenn Du konkretisieren würdest, was genau ich merken sollte.


>... kommen dann die ersten an, und raten einem zur "selbstentsorgung", wenn man schwer krank wird?<

Ein verantwortungsbewusster Mensch wird sich zumindest diesen Gedanken schon frühzeitig selber machen. Ich selber werde meinen Kindern jedenfalls nicht als Pflegefall zur Last fallen.
Dass jemand einem genesungsfähigen Menschen einen solchen Vorschlag macht, wird doch wohl noch zu kontrollieren sein. Und ablehnen wäre auch immer noch möglich. Dass der gesellschaftliche Druck größer wird, als er jetzt schon ist, läge ja an uns zu verhindern.
Das spricht aber nicht gegen das Prinzip.


>unterhaltung mit dir beendet..du kommst gedanklich nicht mit.<

Andersrum.
Du bist gedanklich so festgefahren, dass Du nicht mal außerhalb Deiner Bahnen denken kannst, weil Du es nicht willst.
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16.11.2011 15:12 Uhr von Dracultepes
 
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@ Cataclysm: Wenn ich mir einen Strick kaufe und mich damit umbringe. Hat der Strickverkäufer dann Mord begangen ?

Es ist banalisiert aber assistierte Sterbehilfe ist nichts anderes. Man kriegt die Medikamente und muss sie selber nehmen um sich umzubringen und genau dafür kämpft er. Und kämpft ja nichtmal für aktive Sterbehilfe, für die ich übrigens auch bin. Es ist also kein Mord oder sonstiges. Es ist einfach nur der Strick ersetzt durch Medikamente.

Dieses Halligalli ist nunmal nötig wenn die Mittel die einen relativ sanft umbringen nur durch Ärzte zu erhalten sind. Wer würde denn zu Dignitas oder Exit gehen wenn er die Medikamente so kriegen würde, was nicht heisst das ich dafür bin das man sie so kriegt.

Und würde es nicht so beschissen geregelt sein würde man sich auch die frage nicht stellen müssen ob Hospiz oder Selbsttötung. Dann würde das einhergehen und man müsste nicht vorher einen Weg ausschließen.

Und wer mit Dignitas Probleme hat kungelt halt mit Exit.

Es ist schon erbärmlich das wir unsere Haustiere besser behandeln als unsere Mitmenschen.

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