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Dokumentarfilm über Rettung von Juden: "Turkish Passport" in den Kinos

Der Dokumentarfilm über die Rettung von jüdischen Flüchtlingen durch türkische Diplomaten währen der Nazi-Zeit, läuft seit Donnerstag in den deutschen Kinos.

"Wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt!". Mit dieser alten Weisheit, die sowohl im Koran als auch im Talmud drin steht, wird der Dokumentarfilm eingeleitet.

"Turkish Passport" zeigt neben Zeitzeugenberichten auch diverses Archivmaterial aus Europa und Türkei und wie außer türkischen Juden auch nicht-türkischen Juden geholfen wurde, um vor dem in Europa herrschenden Nazi-Terror in die Türkei zu fliehen.


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WebReporter: Konstantin.G
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Kino, Rettung, Nationalsozialismus, Juden, Dokumentarfilm
Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.11.2011 19:28 Uhr von Captain-Iglo
 
+12 | -19
 
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Da habe ich aber was anderes gelesen: "Aus dem Protokoll der Wannseekonferenz im Januar 1942 geht hervor, daß die Zahl der zu ermordenden Jüdinnen und Juden im europäischen Teil der Türkei auf 55000 geschätzt wurde. Zu dem Zeitpunkt bestand indes keine ernst zu nehmende Gefahr der Besetzung der Türkei durch die faschistischen deutschen Truppen mehr, so daß sie dem Genozid entgingen. Doch von etwa 20000 bis 25000 in Europa lebenden türkischen Jüdinnen und Juden wurden Tausende verhaftet, deportiert und zum größten Teil ermordet. Ihr Schicksal ist ein bislang vernachlässigtes Kapitel in der Holocaustforschung. Die Hamburger Historikerin Corrie Guttstadt stieß zufällig auf diese Opfergruppe, begab sich auf Spurensuche und schrieb ihre Geschichte auf. Ein Beitrag von unschätzbarem Wert, denn damit füllt sie eine Lücke in der jüdischen, türkischen und auch der deutschen Geschichtsschreibung. ..........."

http://www.ag-friedensforschung.de/...
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15.11.2011 19:40 Uhr von Rechthaberei
 
+8 | -9
 
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Im unmittelbaren Vorfeld und während des Zweiten: Weltkrieges, erließ die Türkei allerdings auch Gesetze, welche jüdischen Flüchtlingen die Einwanderung verweigerten oder erschwerten.

In letzter Zeit kann man verstärkt beobachten, dass antisemitische Strömungen langsam in den Mainstream einfließen. Bis 2006 hat es eine Debatte zum ansteigenden Antisemitismus in der Türkei mit Ausnahme von Zeitungsartikeln in der sozialistischen Zeitschrift Birikim und im liberalem Intelligenzblatt Radikal nicht gegeben. Im türkischem Militär und in der Bürokratie hat die Verdrängung der Juden, laut Jüdischem Archiv, einen antisemitischen Charakter.
Der Konflikt der AKP mit Israel hat antisemitische Wurzeln.

[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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15.11.2011 19:48 Uhr von mia_w
 
+12 | -11
 
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Millionen sind: im 3.Reich getötet worden. Und hier macht sich jemand auf, seine Nation als DIE Retter dar zustellen, nur um seine widerwärtigen Ziele zu verfolgen.

Kein schöner Zug. Und zweifelhaft obendrein. Vorsichtig gesagt.

[ nachträglich editiert von mia_w ]
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15.11.2011 19:52 Uhr von Rechthaberei
 
+7 | -11
 
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Die Türkei war bis kurz vor Ende des Zweiten: Weltkrieges, als sie Deutschland doch noch den Krieg erklärte, neutral geblieben. "Neutral pro-deutsch", könnte man es auch nennen. So fanden sich zahlreiche offene NS-Sympathisanten im türkischen Militär und im Sicherheitsapparat. Auf ausdrücklichen Wunsch einer türkischen Delegation besichtigte diese 1943 bei ihrem Deutschland-Besuch das KZ Sachsenhausen.

Obwohl in der Türkei politische Tätigkeiten außerhalb der Staatspartei CHP strengstens verboten waren, wurden die Aktivitäten der auslandsdeutschen Nationalsozialisten großzügig geduldet. Erstmals erreichten damals auch die Schriften des modernen Antisemitismus das Land: "Die Protokolle der Weisen von Zion", "Mein Kampf" und "Der internationale Jude" sowie andere antisemitische Schriften wurden ins Türkische übersetzt und teilweise in mehreren Auflagen veröffentlicht. Türkische Faschisten publizierten Hetzartikel und druckten Karikaturen aus dem "Stürmer".

Während deutsche Kriegsschiffe bis Sommer 1944 problemlos die Meerengen passieren konnten, machte die "Festung Türkei" ihre Grenzen für Flüchtlinge dicht und torpedierte Möglichkeiten der Remigration von Jüdinnen und Juden in die Türkei.
Zwischen 2.200 und 2.500 Juden und Jüdinnen türkischer Abstammung wurden in die Vernichtungslager Auschwitz und Sobibor deportiert, weitere 300 bis 400 kamen in Konzentrationslager.

Die Rettungsaktivitäten von jüdischen Hilfsorganisationen wurden auf alle erdenklichen Arten behindert, etwa in dem man die Durchfahrt und das Anlegen von Flüchtlingsschiffen untersagte. Für die 769 jüdischen Flüchtlinge an Bord der seeuntauglichen "Struma" - darunter etliche Kinder - bedeutete diese Politik am 25. Februar 1942 einen qualvollen Tod. 70 Tage lang hat das Flüchtlingsschiff vor der türkischen Küste bei Istanbul geankert, die Passagiere wurden aber nicht an Land gelassen. Die türkische Küstenwache schleppte die "Struma" letztendlich ins offene Meer, wo sie von einem Torpedo getroffen wurde.

[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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15.11.2011 20:05 Uhr von Faceried
 
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Bla Bla.
Habt ihr euch den Trailer angeguckt?

Da erzählen Zeitzeugen was passiert ist. ZEITZEUGEN!!!!!
Die hätten da bestimmt nicht mitgespielt wäre alles gelogen und ausgedacht.
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15.11.2011 20:50 Uhr von Phyra
 
+7 | -6
 
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@faceried
mit zeitzeugen zitaten etc ist es immer so eine sache, zum einen sind ihre aussagen stark subjektiv, je nachdem auf welcher seite sie standen, und andererseits koennen kommentare aus dem kontext gerissen einen gegenteiligen sinn ergben, was heutzutage auch gang und gebe ist.
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15.11.2011 20:53 Uhr von Jolly.Roger
 
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