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Kaum Interesse: EFSF musste eigene Anleihen ankaufen

Die britische Zeitung "The Telegraph" enthüllt pikante Details zum kürzlich beinahe gescheiterten Versuch des europäischen Rettungsfonds, zur Unterstützung Irlands an den Finanzmärkten eine drei Milliarden Euro umfassende EFSF-Anleihe mit 10-jähriger Laufzeit (Shortnews berichtete) zu platzieren.

Laut "The Sunday Telegraph" gelang das Finanzierungsziel nur, weil der EFSF eigene Anleihen im Wert von einigen Hundert Millionen Euro aufgekauft hat. Andere Quellen sprechen von mehr als 100 Millionen Euro, nachdem die zuständigen Banken lediglich Bonds im Wert von 2,7 Milliarden Euro absetzen konnten.

Auch andere europäische Fonds sollen den Verkauf der EFSF-Bonds unterstützt haben. Nach wochenlangem Werben um Schlüsselinvestoren in Asien sei der Vorfall nun besonders alarmierend. Der Druck auf die EZB wachse, entgegen zahlreicher Erklärungen, als Geldgeber letzter Instanz tätig zu werden.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Interesse, Anleihe, EFSF, Ankauf
Quelle: www.telegraph.co.uk

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.11.2011 13:52 Uhr von cm23
 
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kein Wunder! Welcher Investor ist auch so blöd, im Fall der Fälle (der ziemlich sicher eintritt) auf 80% seines Kapitals zu verzichten? Die versicherten 20% sind ein Witz! Hat man schon kurz nach der "tollen Erfindung" in diversen Internet-Foren lesen können, dass das eine Totgeburt sein wird.
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15.11.2011 14:38 Uhr von verni
 
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Keine Sorge: der Kollaps kommt und die Idioten können nichts machen und verkaufen uns weiter ihre Lügen.
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15.11.2011 15:17 Uhr von JesusSchmidt
 
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man kann nichts kaufen, was einem schon gehört! das sind ja finanztricks vom feinsten... mach sowas mal als unternehmer und du sitzt die nächsten jahre hinter schwedischen gardinen.
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16.11.2011 17:53 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Zero Hedge: "Der Euro ist tot" (1/2): Zero Hedge bezeichnet den Euro neuerdings als "tot".

Zu der Nachricht, dass der EFSF mittlerweile dazu übergegangen ist, eigene Anleihen aufzukaufen, schrieb der US-Finanzblog folgendes (wie immer schnell übersetzt):

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
European Ponzi Goes Full Retard As EFSF Found To Monetize... Itself

Wir haben lange die FED dafür verspottet und lächerlich gemacht, dass sie ein ultimatives Ponzi-System darstellt. Doch warum nach dem ganzen noch weiter klagen, wenn Ihre Zentralbank in zwei Jahren US-Papiere im Wert von ungefähr drei Billionen Dollar aufkauft (ein sehr tröstender Fakt für US-Politiker, die sich niemals fürchten müssen, dass diese Billionen in neue Schweinerechnungen – pardon, Konjunkturprogramme – ohne Finanzmittel enden werden). Nun gut, wie es sich gezeigt hat, haben diese gerissenen Veteranbanker von der anderen Atlantic-Seite Amerika schon wieder getoppt. Nach einem Bericht des Telegraph hatte die grottenschlechte und fast gescheiterte Platzierung eines 3-Milliarden-EFSF-Bonds (welcher ursprünglich 10 Milliarden Euro umfassen sollte – auf seinem allmählichen Anstieg auf eine Billionen Euro) ein weiteres sehr seltsames Feature an sich - von der Bestätigung einmal abgesehen, dass das ganze wie erwartet eine Totgeburt darstellt. Nicht nur, dass es sich hierbei wohl um die verschwurbelste und komplizierteste Kreation von J. P. Morgan überhaupt handelt - jene Bank, die Europa darin berät strukturierte Finanzprodukte auf den Markt zu werfen, die so komplex sind, dass niemand irgendwelche Fragen stellt bzw. jeden annehmen lässt, dass irgendjemand anderes die Schulaufgaben schon erledigt haben wird - es ist auch noch das vollkommene Ponzi-Instrument.

Der Telegraph berichtet, dass der bereits redizierte 3-Millarden-Euro-Bond nur plaziert werden konnte, nachdem der EFSF selbst Anleihen in Höhe einigen Hundert Millionen Euro aufgekauft hatte. Sie lesen richtig: Bei der Platzierung ihrer ersten Bonds nach der Umwandlung zur Europäischen Bank/Öffentliche Rettungs-Schweizer-Taschenmesser, ist der EFSF nicht nur daran gescheitert einen minimalen symbolischen Wert zu begeben, sondern musste obendrein....auch noch seine eigenen Anleihen kaufen. Wir können annehmen, dass das Geld, welches der EFSF benötigte um besagte Aufkäufe finanzieren zu können von der Druckerpresse stammte, da die EZB beim genauen Hinschauen den EFSF bislang noch nicht mit frischen, neuen zEURq.PK-equivalenten Einsen und Nullen finanziert hatte. Aber immerhin wissen wir was passiert, wenn das globale Ponzi-System sich hinauszögert.

Mehr zu dieser surrealen Geschichte, welche bald im Feuer der Montags-Titelschlagzeilen beerdigt werden wird, weil ein internationaler Ratgeber von Goldman Sachs nun im Auftrag von Italien tätig ist.

Quellen sprechen davon, dass der EFSF mehr als 100 Millionen Euro für den Ankauf eigener Anleihen ausgegeben hat, damit dieser sein Finanzierungsziel erreichen kann, während die Banken, die den Handel abwickelten, nicht in der Lage waren über 2,7 Milliarden Euro Auswärts-Nachfrage für diese Anleihe zu generieren.

Die Enthüllung wird von potentiellen Investoren als weiteres Warnzeichen des Scheiterns und steigender Sorgen gewertet werden. Und das, nachdem die EFSF-Offiziellen und ihre Banker enige Wochen damit verbracht hatten durch die Welt zu reisen, um zu versuchen Schlüssel-Investoren – einschließlich China´s nationalem Gesundheitsfond und dem japanischen Regierungsfond – vom Kauf dieser Anleihen zu überzeugen.
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16.11.2011 17:54 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Zero Hedge: "Der Euro ist tot (2/2) ff...

Und für alle Fälle, dass eine vertikale Monetarisierung nicht genug ist, griff Europa wohl auch zu allen anderen verfügbaren Methoden:

Allem Anschein wurde der EFSF-Bond-Verkauf auch von allen anderen Europäischen Fonds unterstützt. Der Fehler des EFSF wird den Druck auf die Europäische Zentralbank erhöhen, in letzter Instanz effektiver Kreditgeber für die Eurozone zu werden - ein Schritt, den man vehement vermeiden wollte.

Bei einem privaten Frühstück organisiert beim Investoren-Netzwerk PI Capital sagte der britische Finanzminister Mark Hoban: "Es bringt uns einer Lösung keinen Schritt näher, die da wäre, wie können wir verhindern, dass dies erneut passieren wird".

Die Intervention der Europäischen Investment Bank wird zu noch mehr Unruhe unter Nicht-Eurozonen-Mitglieder führen, die sich angesichts der Rettungskosten der Eurozone immer mehr wachsenden Risiken ausgesetzt sehen.

Für alle, denen das nicht in den Kopf geht, ist die Erklärung, dass dass trotz Rotation der Marionetten an der Spitze Europa aus mathematischer Sicht nicht nur ein absolut hoffnungsloser – um nicht zu sagen sinnloser – Fall ist, sondern das ganze irgendwie gerade noch schlimmer wird, denn ohne die magischen Kräfte moderner Finanzmathematik um eins mit Ponzi zu sein, wäre Europa schon längst implodiert.

Das bedeutet auch, dass unserer frührere Feststellung, der EFSF sei allenfalls noch ein AA+-aquivalentes Finanzierungselement, revidiert werden muss: Das Ponzi-System ausblendend ist es allenfalls noch AA, wenn nicht A – und höchstwahrscheinlich D wenn man all die Zauberglocken, das keynesiansische Schnickschnack, Einhörner und andere Methoden der westlichen Finanzwelt Schlupflöcher zu flicken ausblendet. Methoden, zu denen moderne Finanzwesen jeden Tag zu greifen gewzungen ist um den Fakt zu verbergen, dass jedes Land in der entwickelten Welt mittlerweile zu 100 Prozent bankrott ist.

Quelle: Zero Hedge (http://www.zerohedge.com/...)
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20.11.2011 18:29 Uhr von Zephram
 
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@Baron: "dass jedes Land in der entwickelten Welt mittlerweile zu 100 Prozent bankrott ist."

und das obwohl die Geldschwemme dafür sorgt das die Zinsen im Keller sind ^^

jm2p Zeph

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