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New York: Polizei in Kampfmontur lässt Occupy-Protestcamp vor Wall Street räumen

Die New Yorker Polizei hat es bereits lange angedroht und nun ist es passiert: Beamte in Kampfmontur haben die Protestzelte der Occupy-Bewegung vor der Wall Street geräumt.

Offiziell müssen die Protestierer den Platz verlassen, weil Brandgefahr bestehe und der Park zudem gesäubert werden müsse. Die Occupy-Demonstranten reagierten wütend: "Wessen Park? Unser Park!"

Demonstranten, die nicht gehen, würden in Haft genommen, so die Polizei. Auch in anderen Städten geht der Staat inzwischen gegen die Occupy-Bewegung vor.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Polizei, Wirtschaft, New York, Wall Street, Camp, Occupy
Quelle: www.spiegel.de

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15.11.2011 12:12 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+23 | -3
 
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Aktion startete mitten in der Nacht: Die Räumung fand wohl in tiefster Nacht in New York statt.

Laut Twitter soll es gegen friedliche Camp-Bewohner Tränengas-Einsätze der Polizei gegeben haben.

Alles, was den Polizisten in die Hände fiel - auch persönliche Gegenstände, Zelte, Medikamente etc... - soll rücksichtlos dem Müllschreddern der städtischen Müllabfuhr-Fahrzeuge übergeben worden sein. Webcam-Bilder bestätigten dies.

Zeitweise waren laute Schüsse (vermutlich Pfefferspray) und Knalle zu hören. Bei letzteren soll es sich um "Flash-Grenades" gehandelt haben, also Blitz-Granaten.

Ein weiterer Twitterer berichtet, dass Polzisiten mit Schlagstöcken gegen friedliche Demonstranten vorgegangen sind, es zahlreiche Verletzte gibt und es zu Verhaftungen kam.

Angeblich mischten Hunderte von "Unruhe-Cops" die Szene auf.

Unterstützer wollten den Protestlern zur Hilfe eilen, durften sich jedoch nur bis auf zwei Blocks nähern. Das Gelände ist großräumig abgeriegelt.

Die Polizei vertreibt angeblich auch Presseleute vom Gelände. Ein NBC-Reporter soll der Presseausweis abgenommen worden sein.

Polizeikräfte sollen auch am Liberty-Park und Broadway Verhaftungen durchgeführt haben.

Per mobiler Webcam ließ (lässt) sich das ganze verfolgen, siehe http://is.gd/...
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15.11.2011 12:30 Uhr von betafab
 
+15 | -10
 
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Wären die gleichen Szenen in Deutschland passiert. hätten hier alle wieder der Polizei recht gegeben und gegen den "linken Terror", der vom Camp ausgeht gehetzt.
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15.11.2011 12:31 Uhr von :raven:
 
+7 | -3
 
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Die amerikanischen "Ordnungskräfte" sind berüchtigt für ihr "extrem humanes Vorgehen".
Einfach mal youtube auf "tent city police" befragen...
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15.11.2011 13:07 Uhr von Perisecor
 
+2 | -17
 
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15.11.2011 14:50 Uhr von TickTickBoom
 
+6 | -3
 
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Ob es übertriebenen Gewalteinsatz der Polizei gab, werden später die Gerichte klären.

Träum weiter!!!
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15.11.2011 15:32 Uhr von Perisecor
 
+1 | -4
 
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@ TickTickBoom: Im Gegensatz zu den meisten Leuten bin ich im Thema und und nicht fern außerhalb, ich muss also nicht träumen oder mir irgendwelchen laienhaften Müll zusammenreimen.

Dass Realität und juristisches Verständnis durchaus nicht mit der typischen Shortnews-Wahrnehmung übereinstimmen, kann man nahezu jeder News über Verbrechen oder Gesetze entnehmen.
Zum Glück ist Shortnews aber kein Maßstab - genau so wenig, wie Stammtische es beim Thema Fußball sind.
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15.11.2011 15:59 Uhr von Perisecor
 
+1 | -7
 
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@ Zensus: Sagte er, während er im warmen Haus am PC im Internet schrieb.

Ist schon schlimm, dass das böse Kapital dir sowas ermöglicht, oder? :>
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15.11.2011 16:26 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+1 | -0
 
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Das Vorgehen gegen die Demonstranten und gegen die Presse, die ausführlich über das Vorgehen der Polizei berichterstatten möchte ist nachvollziehbar:
Die Occupy-Bewegung nagt am amerikanischen Selbstverständnis. Da spielen Presse- und Demonstrationsfreiheit eine eher untergeordnete Rolle.

@ TickTickBoom: Selbstverständlich muss die Frage nach übertriebenem Polizeieinsatz von Gerichten geklärt werden. ABER: Wenn Journalisten ihre Kameras auf die Geschehnisse richten um darüber zu berichten, tragen sie ihren Teil dazu bei, das Vorgehen der Polizei zu dokumentieren. Sozusagen ein wichtiges Mosaiksteinchen der Beweisführung. Und eben dieses wird unterbunden.
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15.11.2011 18:41 Uhr von Perisecor
 
+1 | -4
 
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@ Abdul_Tequilla: "Die Occupy-Bewegung nagt am amerikanischen Selbstverständnis."

Solche Proteste gab es schon immer, es gibt auch komplette Kommunen welche abgeschottet leben und ihr eigenes kleines sozialistisches Tauschhandelleben führen.

Was neu ist, ist die Berichterstattung darüber auch in anderen Medien. Deshalb verwundert es auch nicht, dass man u.a. in Deutschland einen völlig falschen Eindruck hat - wie eben z.B., dass sowas am amerikanischen Selbstverständnis nagt.


"das Vorgehen der Polizei zu dokumentieren"

So einfach darf das Bildmaterial überhaupt nicht als Beweis zugelassen werden. In diesem Punkt unterscheiden sich die Rechtsysteme in den USA und Deutschland teilweise gravierend.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]

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