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Indien-Deal: Heckler & Koch in Bedrängnis

Im Rahmen eines Waffendeals mit dem indischen Justizministerium wurde das Land mit 16.000 Maschinenpistolen mit einem Wert von rund 25 Millionen Euro beliefert.

Laut einem schriftlichen Abkommen mit dem Ministerium waren die Waffen ausschließlich für Sicherheitskräfte in Neu-Delhi bestimmt. Ein internes Dokument im Ministerium lässt jedoch vermuten, dass auch State Police Stationen in Indien als Empfänger von der Waffenlieferung betroffen waren.

Diese stehen im Verdacht, im Osten und Süden des Landes, schwere Menschenrechtsverletzungen im Kampf gegen Rebellen begangen zu haben. Heckler & Koch leugnen den Auftrag nicht, weisen jedoch die Vorwürfe zurück.


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WebReporter: daniel2k11
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Indien, Waffe, Koch, Heckler, Heckler und Koch
Quelle: www.spiegel.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.11.2011 15:09 Uhr von daniel2k11
 
+4 | -7
 
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Grade Waffenlieferungen sollten stärker kontrolliert werden, denn sie sind nicht selten Kriegsinstrumente mit den Folgen von Unterdrückung und Terror.
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13.11.2011 16:06 Uhr von lopad
 
+27 | -3
 
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Heckler & Koch in Bedrägnis? Heckler & Koch hat keinen Einfluss darauf wo und wie ihre Kunden die Waffen einsetzen. Als Unternehmen ist es wohl auch nicht deren Aufgabe sich um die politischen Verhältnisse in diesen Ländern zu kümmern.

Wenn dann ist die Regierung in Bedrängnis, denn die muss schließlich jeden Export von Rüstungsgütern absegnen.... und deren Aufgabe ist es sehr wohl sich mit den poltischen Begebenheiten auszukennen.
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13.11.2011 16:13 Uhr von daniel2k11
 
+1 | -10
 
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Die Regierung muss sich auskennen: , dem stimme ich auch zu. Dennoch ist Heckler&Koch schon im Bezug auf Lybien in die Kritik geraten. Die Sache mit Indien setzt nur noch einen oben drauf.
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13.11.2011 16:19 Uhr von fallobst
 
+12 | -3
 
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ja eben: der vertrag war ja mit der indischen regierung zustande gekommen. wenn die die waffen anders als besprochen verteilen, kann doch h&k nichts dafür. mal davon abgesehen, dass bei indien allerhöchstens die usa genug macht hätten um druck auf indien auszuüben. aber weder deutschland noch eine einzelne deutsche firma wäre da zu irgendwas in der lage.
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13.11.2011 16:49 Uhr von Pr3dator
 
+12 | -1
 
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´n Witz: Kann man als Hartzer seinen Verbindlichkeiten nicht nachkommen interessiert es keinen ob die BA nicht gezahlt hat - a*karte...

Liefert man als Kraftfahrer seine Ware zu spät ab, weil eine Polizeikontrolle einen Verstoß sucht der nicht vorhanden ist - a*karte...

aber

Läuft bei einer BP Platform Öl aus wid aufeinmal zwischen 5432 möglichen Schuldigen diskutiert.

Kauft die indische Regierung Waffen, wird HK der schwarze Peter zugeschoben, dass diese bei den falschen Leuten landen.

Allen kräftig eine paddeln, wenn sie fragen warum gleich nochmal.
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13.11.2011 16:53 Uhr von hboeger
 
+5 | -0
 
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@daniel2k11: Es heißt " Libyen " nicht " Lybien " !

Wenn schon denn schon.

[ nachträglich editiert von hboeger ]
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13.11.2011 18:19 Uhr von rolf.w
 
+11 | -1
 
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@TheBearezV8.7: Deiner Logik zufolge ist auch jeder Autohändler mit Schuld, wenn der Käufer eines Autos zu schnell fährt, drängelt oder gar einen Unfall verschuldet. Hier geht die Haftungsfrage, meiner Meinung nach, zu weit. Wenn der Kunde vertraglich versichert Produkt XY so und nicht anders zu verwenden, nach Lieferung sich aber nicht an den Vertrag hält, kann der Verkäufer da nicht mehr viel tun. Dabei ist es egal, ob es sich um die Kassiererin beim Aldi handelt, die einem Erwachsenen Alkohol und Zigaretten verkauft, ein Apotheker legal Medikamente verkauft oder wie hier, Waffen verkauft werden. Darauf, was der Kunde hinterher mit der Ware tatsächlich macht, hat der Verkäufer keinen Einfluss.
Mit den entsprechenden Dokumenten kann man sich auch in Deutschland legal Waffen und Munition kaufen. Wenn mit der Waffe dann hinterher ein Amoklauf stattfindet, hat der Händler da keinen Einfluss drauf.
Moralisch kann man das sicherlich immer etwas anders werten, zB. bei Lieferungen an unsichere(setz ein was gefällt) Regierungen. Wenn aber rein rechtlich alles legal abläuft ist der Verkäufer hier nicht zu belangen.

"Ein Waffenlieferant trägt eine gewisse Verantwortung."

Er hat die Verantwortung, sämtliche Dokumente, die für den Verkauf benötigt werden, auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Dies scheint hier so gewesen zu sein. Jede einzelne Waffe nachzuverfolgen und deren Einsatz zu überwachen obliegt nicht der Verantwortung des Verkäufers.
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13.11.2011 18:26 Uhr von Pr3dator
 
+5 | -1
 
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oder anders gesagt @ThebearezV8.7: Dann bin ich gespannt, wann CK sich bei mir meldet und kontrolliert, dass ich mit meiner DeathAdder keine bösen, beeinflussenden EgoShooter zocke ^^
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13.11.2011 18:57 Uhr von Pr3dator
 
+6 | -0
 
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Auflagen ? andauerndes tracking: "Laut einem schriftlichen Abkommen mit dem Ministerium waren die Waffen ausschließlich für Sicherheitskräfte in Neu-Delhi bestimmt."

Damit hat HK seine Auflagen doch erfüllt, sich nämlich vergewissert, dass die Lieferung nicht für kriminelle Machenschaften verwendet wird.
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13.11.2011 19:06 Uhr von rolf.w
 
+5 | -1
 
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@TheBearezV8.7: Du verstehst es einfach nicht. H&K ist Hersteller und Verkäufer, genauso wie jeder andere auch. Alle müssen ihre Waren verkaufen. Um welch Waren es sich handelt ist erstmal egal.

Und Du beantwortest Dir Deine Kritik sogar selbst:
"Man kann genausowenig giftige Chemikalien oder Bomben ohne nennenswerte Auflagen liefern!"

Waren die Auflagen nicht zum Zeitpunkt der Lieferung erfüllt? Hat H&K bei der Ausfuhr gegen ein Gesetz verstoßen? Nein? Warum sollen sie dann Deiner Meinung nach haftbar sein?

"Am Besten gleich noch Zyankali freiverkäuflich in jedem Aldi!"
Ein unsinniger Vergleich, weder ALDI, noch deren Klientel erfüllen die nötigen Auflagen.

Ein Kammerjäger erfüllt alle Auflagen um diverse Gifte legal zu kaufen. Mischt er es aber seiner Frau ins Essen, ist dann der Großhändler schuldig? Nein.

Ein Sprengmeister darf Dynamit legal kaufen, da er die Befugnis dazu hat. Sprengt er dann aber sein eigenes Haus in die Luft, ist die Firma Nobel daran schuld? Nein.

Als Erwachsener darfst Du legal an der Tankstelle den Reservekanister mit Benzin füllen. Übergießt Du damit einen Betrunkenen Obdachlosen und zündest ihn an, ist dann der Tankwart mit schuld? Nein.

Was also willst Du der Firma H&K, die sich an alle Vorgaben, Regeln, Weisungen, Gesetze, etc. gehalten hat, konkret vorwerfen? Doch allerhöchstes, dass sie Waffen bauen. Das aber wiederum, ist kein Argument für jemanden mit gesundem Verstand.
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14.11.2011 01:28 Uhr von Pr3dator
 
+0 | -0
 
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Eine derartig amüsante: Diskussion ist genau das Richtige vor der Nachtruhe^^

Natürlich ist auch HK rechtlich, grundsätzlich zunächst nichts anderes als ein Produktions- und Vertriebsunternehmen, wie Razr, Logi, or whatever
Es Produziert Ware, die es anschließend auch selbst vertreibt.

Nur darf es diese Ware nur definierten Kreisen zugänglich machen.



"Wir reden hier nicht von Subverkäufen, bei denen man dem Hersteller nicht mehr die Kontrolle zur Last legen kann, sondern ein einfacher Verkauf."

Sehr schön, du hast das Eigentumsrecht doch verstanden? ^^

Indien hat bezahlt und somit hat HK das Eigentumsrecht und die Aufsichtspflicht über diese Waffen an die indische Regierung abgetreten.


Und wer sagt, dass HK falsch geliefert hätte?
Weil die indische Regierung intern, klangheimlisch vorsah, eine Teilmenge der Lieferung an o.g. State Police Stations weiterzuleiten?

Ist wie bereits erwähnt der Verantwortungsbereich Indiens - nicht HK´s.

[ nachträglich editiert von Pr3dator ]
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14.11.2011 11:44 Uhr von RoB-D
 
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haha: die sind auch dumm wie brot am ende gibts ne schlacht und die Firma steckt mitten drin klasse fürs image

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