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US-Wirtschafts-Nobelpreisträger: Euro war eine Fehlkonstruktion

Erstmalig kommt von Seiten eines Wirtschaftsexperten ein Urteil über die Einführung des Euro: Der Nobelpreisträger im Fach "Wirtschaft", Paul Krugman, kritisiert die europäische Währung und spricht von Fehlkonstruktion und "schlimmen Fehler".

Gegenüber dem Handelsblatt bemerkte der US-Wissenschaftler Krugman (58), "es gibt keinen gemeinsamen homogenen Wirtschaftsraum." Deshalb könne auch keine gemeinsame Währung gut funktionieren, denn es fehle eben die Voraussetzung hierfür.

Die Aussicht für den Euro sieht Krugman jetzt im "mehr-Geld-Drucken" und der Abzahlung von Schulden der betroffenen Länder. Dies könne offenbar mit der Erhöhung der Geldmenge einhergehen. Auf die Frage, was der Worst Case für den Euro wäre, sagte Krugman, "wenn Italien den Euro verlässt".


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Wirtschaft, Fehler, Nobelpreisträger
Quelle: money.oe24.at

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.11.2011 12:26 Uhr von LuckyBull
 
+4 | -1
 
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Das Interview ist weit ausführlicher als ich hier beschreiben konnte. Wen es interessiert, bitte in das Original einlesen.
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13.11.2011 12:41 Uhr von ZzaiH
 
+20 | -5
 
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na ach nee: wirklich?
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13.11.2011 12:57 Uhr von usambara
 
+18 | -4
 
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homogener Wirtschaftsraum? man schaue sich nur die USA und deren Unterschiede an.
Kalifornien hat mehr als das doppelte Bruttoinlandsprodukt als Mississippi.
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13.11.2011 13:27 Uhr von ZzaiH
 
+9 | -2
 
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was soll man auch erwarten: jeder der nur ein kleines bisschen hauch gegen europa macht, der ist sofort der böse über-nazi...und wird gnadenlos runtergemacht von unserer presse...
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13.11.2011 13:32 Uhr von K.T.M.
 
+12 | -1
 
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Ich weiß es wird gerne so bezeichnet, trotzdem werden Nobelpreise nur in 5 Gebieten verliehen und zwar für Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und für Friedensbemühungen.

Der Herr hier hat den "Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel" bekommen.

Alfred Nobel würde im Grabe rotieren, wenn er wüsste, dass es einen "Wirtschaftsnobelreis" gibt. Als Naturwissenschaftler war er kein Freund von "weichen Geisteswissenschaften" dazu ein passendes Zitat von ihm: „Ich habe keine Wirtschafts-Ausbildung und hasse sie von Herzen.“
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13.11.2011 14:28 Uhr von HansBlafoo
 
+4 | -2
 
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Es gibt da so einen schönen Spruch "Die Wirtschaftswissenschaft ist die einzige Wissenschaft, bei der jedes Jahr auf dieselben Fragen andere Antworten richtig sind."

Würde der Euro sich jetzt stabilisieren und alles wäre super, wäre er sicher einer der ersten, die sagen, dass das ja logisch sei.
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13.11.2011 15:22 Uhr von sicness66
 
+3 | -1
 
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@K.T.M: Nur, dass Wirtschaftswissenschaften in diesem Bereich der Finanzwirtschaft und Ökonometrie viel mehr mit Mathematik als mit "Wirtschaft" zu tun hat.

Mathematikpreise gibt es nun ja nicht weil Nobel angeblich von seiner Frau mit einem Mathematiker betrogen worden ist.

Literaturnobelpreise finde ich im übrigen genauso fragwürdig...
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13.11.2011 15:22 Uhr von mitTH_RAW_Nuruodo
 
+3 | -1
 
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Na der hat den Preis aber echt verdient Der Euro ist schon seit Jahren in der Krise und immer mehr Ländern droht der Staatsbankrott, da brauch man doch kein Experte zu sein um im Nachinein zu bemerken, dass das vieleicht doch keine so gute Idee war. Als "preisgekrönnter Wirtschaftsexpert" sollte man so was vieleicht vorher erahnen können und nicht erst dann wenn die Krise schon im vollen gange ist.
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13.11.2011 17:29 Uhr von LuckyBull
 
+4 | -1
 
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Ist schon ein zwiespaltiges Kapitel, dieser Euro.
Erstens - wir -also das gemeine Volk- sind schon zu anfangs ja gar nicht befragt worden, ob wir ihn überhaupt wollen!
Zweitens - Patentlösungen jetzt plötzlich anzubieten, wurde ja öfters schon versucht:
EUROPA IST JEDEN SCHECK WERT - heißt es einmal,
oder
DAS GEGENTEIL - rette sich wer kann, raus aus dem Euro.

Es bleibt spannend, es geht sicher wieder so aus, wie seinerzeit Norbert Blüm versicherte: Die Renten sind sicher...
Verd... leichtsinnige und manchmal hirnlose Politik.
Und die CDU/FDP schützte unsere Banker - auf Teufel komm raus.
Alles zusammen ergibt diesen unerträglichen Zustand des
Euro, oder stimmts nicht?


[ nachträglich editiert von LuckyBull ]
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13.11.2011 20:12 Uhr von Acun87
 
+4 | -3
 
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komisch: das es ihm gerade jetzt einfällt
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14.11.2011 09:14 Uhr von hujiko-san
 
+2 | -2
 
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Mhmm @mitTH_RAW_Nuruodo
Einspruch! Finanz- und Wirtschaftswissenschaftler bemängeln Ähnliches schon seit der konkreten Umsetzung, konstatieren Fehlplanungen und postulieren ein absehbares Scheitern.

ABER: Weil das eben zumeist außereuropäische Experten (oft US-Amerikaner) waren, konnte ja immer lauthals als Einwand gelten: "Jaaa, klar... die Amis. Die wollen doch nur nicht, dass..."

Beispiel gefällig?
Zitat von nokia1234:
>>Hat der jetzt etwa Angst davor, dass nicht mehr alles in Dollar gezahlt wird? Jaklar, mehr Geld drucken......Darin sind die USA ja wohl Weltmeister. Aber Schulden abbezahlen? Wie das denn die USA machen, die mehr Schulden als die EU zusammen haben?? Hat der "US-Wirtschafts-Nobelpreisträger" dafür eine Lösung?<<

Ich frage mich, was die Nationalität des Wissenschaftlers mit der Qualität seiner Aussage zu tun hat, und auch, was die politischen Missstände seiner Nation mit seiner persönlichen Befähigung zu tun haben? Ist betreffender Herr womöglich der Alleinbeherrscher US-amerikanischer Finanzpolitik? *verleiert die Augen*

@LuckyBull
Zum Teil, ja. Andererseits muss man auch in Betracht ziehen, dass das Konstrukt EU die, teils diametral verlaufenden, Befindlichkeiten der einzelnen Mitgliedsstaaten keineswegs berücksichtigt, und in seiner Konzeption nur dem Ist-Zustand seiner größeren und wichtigeren Unionspartner Rechnung trägt. Es geht hierbei auch um die kulturelle Diversität und um unterschiedliche regionale Lebens- und Denkansätze. Der Benelux-Deutsch-Französische Deckel passt eben nicht unbedingt auf Griechisch-Italienisch-Spanische Töpfe. ;) Daher ist es schon gerechtfertigt, von einem inhomogenen Wirtschaftsraum zu sprechen.

@usambara:
Zitat: >>man schaue sich nur die USA und deren Unterschiede an.
Kalifornien hat mehr als das doppelte Bruttoinlandsprodukt als Mississippi.<< Ja, die Wirtschaftskraft weist auch in den Staaten teilweise recht große Unterschiede auf. Es geht aber auch um kulturelle Identität und um Denkstrukturen, Vorstellungen von der Welt und wie man sich darin bewegen sollte, wenn wir über Wirtschaftsräume sprechen. Trotz markanter regionaler Unterschiede, gibt es da aber auch ein sich ziemlich ähnelndes Fundament. Dies im Gegensatz zur EU.

Imho: Sicher war die Europlanung an vielen Stellen leichtfertig und nicht bis zum Ende durchdacht. Aber: Zurückrudern ist nicht, und würde mittelfristig nur ins Verderben führen.

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