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Wegen unlauterer Werbung - Swoodoo darf nicht mehr mit billigen Flugpreisen werben

Die Suchmaschine Swoodoo sucht nach eigenen Aussagen immer den günstigen Preis für Flüge im Internet heraus. Wenn man aber die Angebote anklickt, dann sind der von Swoodoo angegebene Preis und der Endpreis nicht gleich. Der Endpreis ist deutlich höher.

Der "Verband sozialer Wettbewerb" hatte Nachforschungen betrieben und festgestellt, dass die von Swoodoo in der Werbung angekündigten Preisersparnisse bis zu 80 Prozent nicht der Wirklichkeit entsprachen. Daraufhin wurde gegen Swoodoo wegen unlauteren Wettbewerbs angeklagt.

Das Münchner Landgericht setzte den Werbeversprechungen von Swoodoo jetzt einen Riegel vor. Das Internetportal darf nicht mehr "mit Preisen werben, die niedriger als der tatsächliche Endpreis sind". Bei Zuwiderhandeln kann eine Ordnungsstrafe von bis zu 250.000 Euro verhängt werden.


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WebReporter: kleefisch
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Preis, Werbung, Flug, Suchmaschine
Quelle: www.sueddeutsche.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.11.2011 10:36 Uhr von kingoftf
 
+11 | -2
 
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Das ist: doch bei allen Flugbörsen so. Der angegebene Preis ist doch immer zuzüglich Steuern, Ticketgebühren, Abendessen für die Crew usw....

Ich habe früher viel über http://www.tubillete.com gebucht, aber die sind dermaßen dreist geworden, dass man direkt bei der Fluggesellschaft meistens preiswerter buchen konnte, die verlangten sogar für das Internet-Ticket noch Gebühren und für das online Bereitstellen der Boardingcard ebenfalls.
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13.11.2011 11:48 Uhr von Trallala2
 
+9 | -3
 
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Brutto: Man darf den Endkunden keine nur Nettopreise nennen. Nettopreise sind nur bei Firmen erlaubt. Privatkunden müssen immer den endgültigen Preis genannt bekommen. Das gilt für alle Produkte in Deutschland. Ob im Geschäft oder Internet.
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13.11.2011 12:34 Uhr von Fred_Flintstone
 
+5 | -1
 
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Sehr gut! Wieder ein kleiner Schritt für den Verbraucher. Ist ja mühsam genug, einen günstigen Flug zu finden, nur um dann festzustellen, dass mit Gebühren und Steuern wieder mal eine halbe Stunde Suche vergeblich war...
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13.11.2011 13:13 Uhr von MBGucky
 
+2 | -1
 
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Muss nicht sogar ein Anbieter, der eine bestimmte Ware zu einem bestimmten Preis anbietet, diese Ware auch zu dem beworbenen Preis liefern? Ich meine, er kann zwar behaupten, die Ware sei nicht mehr lieferbar, aber dann darf er sie auch nicht zu einem teureren Preis anbieten.
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13.11.2011 13:27 Uhr von Rob550
 
+1 | -3
 
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@ kingoftf: Es geht nciht darum, wie die Preise entstehen (darauf hat Swoodoo keinen Einfluss) sondern, dass damit geworben wird, dass sie den billigsten Preis raussuchen.

Bin mal gespannt, ob und wie viele Schadensersatzforderungen an Swoodoo gestellt werden.

Edit: @ MBGucky
Swoodoo ist nur eine Suchmaschine, kein Anbieter. Außerdem ist Werbung keine rechtsgültige Willenserklärung, da diese an die Allgemeinheit gerichtet ist. Demnach kann man sich nicht auf diese (Werbe-)Angebote (dieser Begiff ist irreführend) nicht berufen. Anders wäre es, wenn du z.B. in den Supermarkt gehst und dort ein anderer Preis angegeben ist, als du an der Kasse tatsächlich bezahlst (hier ist der an der Ware angeschlagene Preis bindend).

[ nachträglich editiert von Rob550 ]
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13.11.2011 14:16 Uhr von MBGucky
 
+1 | -0
 
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@Rob550: das sieht der BGH aber anders:

http://www.focus.de/...

Natürlich meinte ich hier nicht Swoodoo als Anbieter, sondern den Händler dahinter.
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13.11.2011 18:44 Uhr von rolf.w
 
+2 | -0
 
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@Rob550: "Supermarkt gehst und dort ein anderer Preis angegeben ist, als du an der Kasse tatsächlich bezahlst (hier ist der an der Ware angeschlagene Preis bindend)."

Und wenn gerade kein Preis angegeben ist, ist es für Dich ein Geschenk des Hauses?? Der Kaufvertrag wird erst an der Kasse geschlossen. Hier wird auch der Preis "ausgehandelt". Wird man sich handelseinig, also der Kunde bezahlt, wird der Vertrag geschlossen. Wenn nicht, dann nicht.
Preisschilder gelten nur als hinweisende Information ohne Anspruch auf Richtigkeit oder gar einer Bindung. Geht ein Geschäft auf den abweichenden Preis ein, handelt es sich um reine Kulanz.

So schützt sich der Handel vor Fehlern, denn Auszeichnungsfehler können immer vorkommen.
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14.11.2011 01:16 Uhr von U.R.Wankers
 
+2 | -1
 
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der gleiche Beschiss wie Reiher-Air: von Buxtehude nach Wanne Eickel fliegen für 8,50 (zzgl Sicherheitsgebühr, An und Abreise zu Provinzflughäfen sowie diversen anderen versteckten Gebühren).

[ nachträglich editiert von U.R.Wankers ]
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14.11.2011 10:49 Uhr von JesusSchmidt
 
+0 | -1
 
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@rolf.w: ein irrtum ist der einzige grund, warum an der kasse preise abweichen dürfen. ansonsten wäre es betrug. "kulanz" würde ich das nicht nennen. wenn das geschäft keinen irrtum nachweisen kann, würde eine betrugsklage sicherlich zu höheren kosten führen.
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14.11.2011 12:08 Uhr von ebner19
 
+1 | -0
 
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Das machen viele so Das scheint ein allgemeines Problem zu sein, ich habe schon öfters die Erfahrung gemacht, das sich die Flugpreise im Nachhinein anders darstellen, als auf der ursprünglichen Preisliste steht. Zuletzt ist mir dies bei Flugpreisvergleich http://www.billig-buchen.de passiert.
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14.11.2011 15:59 Uhr von rolf.w
 
+1 | -0
 
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@JesusSchmidt: Recht aktuell, wenn auch nicht rechtsverbindlich:

http://www.mdr.de/...
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15.11.2011 23:17 Uhr von shadow#
 
+0 | -1
 
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Saublödes Urteil: Bei Swoodoo ist das ein rein technisches Problem und hat nichts mit irgendwelchen Gebühren zu tun.
Das ist eine Suchmaschine!

Wenn da für einen Anbieter ein besonders niedriger Preis angezeigt wird, dann nur weil dieser Anbieter (zumindest für den kurzen Zeitpunkt an dem Swoodoo die Daten abgerufen hat) genau diesen Preis angegeben hat!
Natürlich nervt das den Kunden wie Sau, ist aber nicht Swoodoos Schuld.

Hier haben wieder mal Idioten ein unter Umständen weitreichendes Urteil in einem Bereich zurechtgebastelt, von dem sie rein gar nichts verstehen!

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