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Italien: EZB verleiht Rekordsummen

Da sich italienische Banken auf den freien Märkten kaum mehr refinanzieren können, besteht die derzeitige Hauptaufgabe des neuen EZB-Präsidenten Mario Draghi darin, die Geldinstitute seines Heimatlandes mit Rekordsummen zu beliefern. Doch italienische Anleihen, die als Sicherheiten dienen, verlieren rasant an Wert.

Stützte die EZB Banken in Europa im Juli noch mit 41,3 Milliarden Euro, waren es im September bereits 104,7 und Ende Oktober satte 111,3 Milliarden Euro. Alleine an die fünf größten italienischen Banken - vorneweg die UniCredit SpA, flossen 61 Prozent der Gelder. Der Leitzins beträgt derzeit 1,25 Prozent.

Das mit über zwei Billionen Euro verschuldete Italien hortet mehr Schulden als Spanien, Portugal, Irland und Griechenland zusammen. Angesichts Renditen von derzeit über sieben Prozent scheint es fraglich, wie Rom 2012 fällig werdende Anleihen in Höhe von 120 Milliarden Dollar durch neue Bonds refinanzieren will.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Geld, Italien, EZB, Mario Draghi
Quelle: www.handelsblatt.com

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.11.2011 10:13 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Hier dienen abermals minderwertige Sicherheiten als Pfand für Neuausleihungen. Nächstes Jahr wird Italien wohl unter den Rettungsschirm schlüpfen müssen, der für dieses Land jedoch viel zu klein ausfallen wird.

Doch schon bereitet uns das Land und seine Sprachrohre geistig auf den Segen der Druckerpresse vor - den Leuten wird erklärt, Geldentwertung hat etwas gutes. Auch dies ist eine unmittelbare Folge der Deregulierung.
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12.11.2011 10:18 Uhr von Rechthaberei
 
+4 | -0
 
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Weil 2012 nicht alle 2 Billionen Schulden: umgekrempelt werden, sondern nur 120 Milliarden muß Italien im Schnitt für seine Schulden weiterhin unter fünf Prozent zahlen. Das geht aber natürlich nur einige Jahre noch so.

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