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Druckerpresse gegen Schuldenkrise: Putin verlangt "direkte" Intervention der EZB

Nach Meinung des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putins benötige die Eurozone rund 1,5 Billionen Euro, um sich aus der Schuldenkrise zu befreien. Dazu verlangte der Russe am Freitagabend eine "direkte Intervention" der Europäischen Zentralbank.

Durch die Aufblähung der Geldmenge würden die Bürger keinen "katastrophalen" Anstieg der Teuerungsrate erleiden, so Putin. Doch müsse zur Abwendung eines italienischen Staatsbankrottes alles getan werden.

Russland wäre bereit, via Internationalen Währungsfond Geld hinzuzuschießen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Wladimir Putin, EZB, Schuldenkrise, Intervention
Quelle: www.bild.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.11.2011 10:06 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Wo man dieser Tage hinsieht, wird von Politikern - ja selbst von der Presse (siehe FTD: die Druckerpresse gefordert. Somit steht Stufe 3, die Inflation, wie vorausgesagt vor der Türe.

Auf diesem Wege sollen nun Unbeteiligte für die Kosten von spekulative Produkten anderer – etwa Konsumkredite, Lebensversicherungen und Fonds, die sie zeitlang abgelehnt haben - zur Rechenschaft gezogen werden. Besonders Rentner und sozial Schwache werden am Ende die Verlierer dieses Weges sein.
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12.11.2011 14:12 Uhr von sicness66
 
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Ja genau: Ich erhöhe die Geldmenge bei keiner gleichwertigen Lohnanpassung und das Preisniveau bleibt gleich, Herr Putin. Ist schon recht so. Ich empfehle Volkswirtschaft/Makroökonomie Lektion 1 Geldwirtschaft.

BTW: Ist die Quelle richtig ? Bei mir kommt da ein Ticker...
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12.11.2011 14:25 Uhr von TausendUnd2
 
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Und wiedermals wurde bewiesen, dass die Geschichte nicht gelehrt wird um aus Fehlern zu lernen.
GELD DRUCKEN SCHAFFT KEINE WERTE!
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12.11.2011 15:24 Uhr von Perisecor
 
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Man könnte es natürlich auch so wie Russland machen. Man vereinbart ein Erlassen der Schulden, erklärt den Rest für ungültig und fühlt sich dann toll, weil nach einem Staatsbankrott zwar das ganze Land so scheiße ist wie Russland, die absoluten Schulden aber niedrig sind.


@ Baron-Muenchhausen

"Besonders Rentner und sozial Schwache werden am Ende die Verlierer dieses Weges sein. "

Besser als die Leute, die tatsächlich etwas zur Wirtschaft und zum Wohlstand in Deutschland beitragen. Eine Gesellschaft darf sich eben nicht immer nur nach den Schwächsten orientieren.
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13.11.2011 09:31 Uhr von mort76
 
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Perisecor, hier im Land wird es doch nun immer beschissener, nur, daß WIR trotzdem auf einem astronomischen Schuldenberg sitzen.
Da kann man sich jetzt fragen, wer in Zukunft besser dastehen wird- die Russen oder wi...

In Rußland gehts aufwärts- wir werden nun jahrzehntelang für anderer Leute Raffgier bluten. Für uns geht es seit 20 Jahren nurnoch bergab, in jeder Hinsicht.

Und dir dürfte sicher aufgefallen sein, daß sich dieses Land niemals an denen orientiert, die wirklich Leistung bringen (Mittelstand), sondern daß das Geld ausschließlich zu den Schmarotzern fließt. Und die beziehen kein Hartz4, sondern Luxusvillen.

Und das wird auch in Zukunft so weitergehen, denn das, was wir als Gegenmaßnahmen gegen die Krise veranlassen, nutzt nur denen, die sie ausgelöst haben. Unsere "Hilfsmaßnahmen" sind nichts als eine Belohnung für asoziales Verhalten und eine Einladung, genau so weiterzumachen.

Insofern ist das Zukunftskonzept der Russen erforlsversprechender als unser "Feed the Rich"-Programm.
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13.11.2011 12:27 Uhr von Perisecor
 
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@ mort76: Wo geht es denn bitte in Russland aufwärts? Schon mal dort gewesen? Vielleicht sogar außerhalb Moskau Innenstadt?


"hier im Land wird es doch nun immer beschissener"

Klar. Wenn man die prima Infrastruktur und so weglässt, dann ist Deutschland echt voll blöd.

Ernsthaft, hier wird auf einem solch extrem hohen Niveau herumgeweint, dass man sich nicht wundern muss, dass das weder von der Politik noch von Mittelständlern oder gar der Oberschicht ernstgenommen wird.
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13.11.2011 13:38 Uhr von mort76
 
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Perisecor, meinst du, man lebt in Rußland mittlerweile schlechter als zur Zeit der Sowjetunion? Die Russen sind noch nicht auf unserem Niveau, aber es geht dort zumindest aufwärts.

Daß unsere Infrastruktur heruntergewirtschaftet wird, ist auch unbestreitbar. Die Kosten steigen, die Qualität sinkt- egal, ob man jetzt die Bahn, die Schulen, die Straßen außerhalb Ostdeutschlands oder das Gesundheitssystem hier als Beispiel nimmt.

Ansonsten- die Löhne sinken seit 20 Jahren, die Steuern werden immer höher, die Arbeitsbelastung immer größer, die Arbeitsplatzsicherheit wird abgebaut, ein Sklavenmarkt wird aufgebaut- das wird sich auch wohl kaum verbessern durch die Billion, die wir nun wegen anderer Leute Raffgier verloren haben (gesamteuropäisch).

Daß der Mittelstand ständig schrumpft und es immer mehr Arme hier gibt, weißt du ja. Daß die Reichen die einzigen sind, die Gewinn machen, ist auch unbestreitbar.

Wie stellst du dir denn die zukünftige Entwicklung hier vor? Es war vor der Wirtschaftskrise schon recht düster hier, und nun, mit einem Riesenberg neuer Schulden- was bringt da wohl die Zukunft? Ein Wunder? Glaube ich nicht.

Wie sagt Warren Buffet so schön: "Dies ist ein Klassenkampf. Und meine Klasse, die reiche Klasse, gewinnt." SO sieht das aus.

Darf man sich hier erst über die Zustände beschweren, wenn wir osteuropäisches Niveau erreicht haben? Siehst du hier irgendeine positive Entwicklung? Bei irgendwas, und wenn es auch nur eine Kleinigkeit ist?

Wenn das hier Jammerei auf extrem hohen Niveau ist- wie soll man dann Jammerei in einem Land nennen, in dem VERNÜNFTIG gewirtschaftet wird?
Extremst-höchstes Megasuperjammern hoch zehn?
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13.11.2011 15:03 Uhr von Perisecor
 
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@ mort76: "meinst du, man lebt in Rußland mittlerweile schlechter als zur Zeit der Sowjetunion?"

Ja, damals gab´s wenigstens meistens Strom, Wasser und Heizung und außerdem eine konstante Wartung der Straßen. Das ist heute abenteuerlicher.


"Daß unsere Infrastruktur heruntergewirtschaftet wird, ist auch unbestreitbar."

Das liegt daran, dass es einfach viel mehr Straßen gibt. Der prozentuale Anteil schlechter Straßen dürfte außerhalb extremer Problembezirke wie Berlin nicht größer sein, als in den 80er Jahren. Man ist dennoch besser unterwegs, als quasi in jedem anderen Land der Welt.


"die Löhne sinken seit 20 Jahren"

Bei mir nicht und auch nicht bei den Leuten, die mit und für mich arbeiten.

"die Arbeitsplatzsicherheit wird abgebaut"

Nur, wenn Unternehmen gegen Gesetze verstoßen. Das gab es aber auch schon früher, bei weit weniger strikten Arbeitsschutzgesetzen und -maßnahmen.


"ein Sklavenmarkt wird aufgebaut-"

Ich höre immer von diesem Sklavenmarkt, kann ihn aber einfach nicht finden. Aber meckern auf hohem Niveau hatte ich ja schon angesprochen.


"und es immer mehr Arme hier gibt"

Die Armutsgrenze steigt auch ständig. Die heutigen Armen waren auch früher nicht reicher - nur galten sie damals eben nicht als arm. Ein Bandarbeiter bei Siemens hat noch nie zur Mittelschicht gehört, heute glaubt man aber, er müsse verhungern, wenn er bei der Tafel nix bekommt.
Das ist eine Verschiebung der Wahrnehmung und der Begrifflichkeiten, nicht aber der Realität.


"Daß die Reichen die einzigen sind, die Gewinn machen, ist auch unbestreitbar. "

Natürlich ist das Bestreitbar. Sehe ich in meinem Umfeld genug. Wer natürlich keine Schulbildung hat, nicht umziehen will oder sonstwie völlig Fehlqualifiziert ist, hat es eben schwierig - völlig normal.


"Es war vor der Wirtschaftskrise schon recht düster hier, und nun, mit einem Riesenberg neuer Schulden- was bringt da wohl die Zukunft?"

Es wird düster geredet. Weder war es in Deutschland düster, noch ist es aktuell düster.


"Ein Wunder? Glaube ich nicht."

Es wird einen Reset geben und danach fängt es wieder von vorne an.


"wenn wir osteuropäisches Niveau erreicht haben?"

Das heutige Niveau Osteuropas ist höher als das von Westdeutschland in den 60er oder 70er Jahren.


"Siehst du hier irgendeine positive Entwicklung? Bei irgendwas, und wenn es auch nur eine Kleinigkeit ist? "

Schau dir alleine mal den Verbraucherschutz in Deutschland bzw. allgemeine Verbraucherrechte an. Die werden ständig gestärkt, nun auch noch kostenlose Warteschleifen etc.
Außerdem profitiere ich persönlich extrem vom Ausbau der A8 und A81 um Stuttgart herum auf sechs bzw. acht Spuren, eine Verbesserung bzw. Erweiterung der Infrastruktur ist für mich persönlich also auch nutzbar und nicht nur theoretisch vorhanden.


"in dem VERNÜNFTIG gewirtschaftet wird? "

Deutschland wirtschaftet vernünftig. Ein ausgeglichener Haushalt ist utopisch, sinnlos und würde nur alle Bereiche ausbremsen. Da ist ein Reset alle paar Dekaden besser - für das Land und auch seine Bewohner.


Ich denke, man sollte einfach die Dinge, die man alltäglich hat, wieder schätzen lernen. Man muss alte Kleidung nicht ewig stopfen oder über Generationen vererben, man kann sich auch mal neue kaufen - in guter Qualität. In Deutschland gibt es nicht nur fließend warmes und kaltes Wasser, sondern dieses hat auch durchgängig eine sehr hohe und trinkbare Qualität, auch für Babys. Die Regale in den Supermärkten sind prall gefüllt, selbst arme Menschen müssen nicht mit einer kleinen täglichen Portion Reis auskommen. Es kommt Strom. 24 Stunden am Tag. Ohne Unterbrechungen, ohne Schwankungen. Fast jeder hat ein Telefon und einen Fernseher.

Ja, mort, für mich ist das alles meckern auf hohem Niveau. Ich war schon in vielen Ländern und im Durchschnitt ist es in Deutschland am Besten - was natürlich auch daran liegt, dass die USA z.B. deutlich größer sind, aber das ist ja letztlich irrelevant. Ein Farmer in Idaho interessiert sich nicht dafür, wieso das nächste Krankenhaus 150 Meilen entfernt ist, sondern lediglich dafür, dass dem so ist.
In Deutschland hingegen gibt es sogar eine 10-15 minütige Rettungspflicht - ohne den Einsatz von, in durchaus großer Menge vorhandenen, supermodernen Krankentransporthelikoptern.
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13.11.2011 16:04 Uhr von mort76
 
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Perisecor wie man das bewertet, hängt wohl damit zusammen, auf welchem sozialen Level man sich selber bewegt- ich arbeite im Gesundheitssystem, und hier geht es in den letzten 20 Jahren massiv bergab, obwohl immer mehr Geld ins System fließt. Allerdings tatsächlich eher in teure Hubschrauber und Kernspintomographen, und nicht dahin, wo es wirklich Sinn machen würde. Die Technik ist vorhanden, dafür gibt es nirgendwo mehr ausreichend Personal. Und auch keine vernünftigen Löhne für den verbliebenen Rest, der noch nicht wegrationalisiert wurde.
Das ist das Problem: es wäre theoretisch genug Geld vorhanden, aber es kommt nicht mehr bei den Menschen an.
Unsere Löhne sind seit 12 Jahren immer noch exakt die gleichen, die Kosten sind aber überall gestiegen. Das praktisch vorhandene Geld (ich arbeite für eine ziemlich reiche Gesellschaft) kommt bei UNS nie an, dafür bezahlen wir nun mit unseren Steuern für die Fehler derer, die in Geld schwimmen- SO sieht unsere Realität aus. Geld kommt zu Geld. Kosten, Steuern und Überlastung kommen zu uns.
Da fällt es irgendwann schwer, das ganze System toll zu finden...

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