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Griechenland: Opposition weigert sich, EU-Spardiktat abzuzeichnen

Oppositionsführer Antonis Samaras hat es am Dienstag abgelehnt, Brüssel schriftlich zuzusichern, an den auf dem jüngsten EU-Gipfel Ende September ausgearbeiteten Sparvorgaben festzuhalten.

Nach der überraschenden Ankündigung eines Referendums durch Giorgos Papandreou, welches EU-Kommissar Olli Rehn einen "Vertrauensbruch" nannte, besteht die EU-Kommission auf ein schriftliches Bekenntnis der griechischen Regierung zu den Reformen als Voraussetzung für den Erhalt der nächsten Acht-Milliarden-Hilfstranche.

Samaras argumentiert, niemand dürfe an seinem mündlich zugesicherten Reformwillen zweifeln, schließlich gehe es um die Würde Griechenlands. Derzeit verhandelt die Regierungspartei Papandreous mit der Opposition über die Bildung einer Koalitionsregierung, die bis zu Neuwahlen die Umsetzung der Reformen gewährleisten soll.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Griechenland, Opposition, Weigerung
Quelle: news.de.msn.com

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2011 13:33 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+6 | -0
 
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Mit Oppositionsführer Antonis Samaras, Chef der konservativen Nea Dimokratia (ND), kehrt ein Politiker aus jener Führungsriege zurück, die sich für Bilanzfälschungen und jahrelange Misswirtschaft Griechenlands verantwortlich zeichnet.

Samaras fungierte als Wirtschafts-, Außen- und Kulturminister jahrelang als wichtiges Rad dieser Klüngelwirtschaft. So etwa sorgte er aktiv für den Partei- und Fraktionsausschluss von Außenministerin Dora Bakoyannis im Frühjahr 2010, als diese es wagte, für Sparreformen zu stimmen.
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09.11.2011 13:38 Uhr von Rechthaberei
 
+8 | -3
 
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Griechenland ist nun sowieso überholt von Italien, denn dramatisch ist die Entwicklung auf dem Anleihemarkt. Die Renditen für italienische Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit stiegen heute auf ein Rekordhoch von 7,36 Prozent.
Ab diesem Niveau mussten andere Euro-Krisenstaaten wie Griechenland, Irland und Portugal gerettet werden.
Am Vorabend war die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen mit 6,75 Prozent noch deutlich niedriger.
Ab 7,1 Prozent hat sich nach 10 Jahren eine Schuldenlast aufgrund der Zinseszinsen verdoppelt.

Immerhin hat sich der italienische Pate Berlusconi nicht wie viele Parteien über die Nation zugunsten der eigenen Interessen gestellt, sondern ist patriotisch für das Wohl seines Landes zur Beruhigung der Finanzmärkte gegangen, denn Berlusconi benötigte als Schutz vor der Justiz die Immunität.
Mit unpopulären Maßnahmen wäre er aber abgewählt worden. So drückt er nun selber noch schnell unpopuläre Sparmaßnahmen durch, weil er abtritt.
Dieses Beispiel sollten sich die Griechen auch nehmen.


[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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09.11.2011 14:18 Uhr von lina-i
 
+7 | -6
 
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Damit rennt Griechenland: dort hin, wo die Türkei bereits mehrfach war. In die Staatspleite...
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09.11.2011 14:26 Uhr von Canay77
 
+8 | -5
 
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@Lina: Echt? Wie oft waren die Türken denn pleite?

P.S. Hab grad gegoogelt. Die waren ja echt oft pleite :)

[ nachträglich editiert von Canay77 ]
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10.11.2011 04:40 Uhr von Rechthaberei
 
+1 | -0
 
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@Canay: Die Türkei musste 1876 zum ersten Mal den Schuldendienst einstellen. Es folgten weitere Staatspleiten in den Jahren 1915, 1931, 1940 1978 und zuletzt 1982. Desweiteren gab es 2001 einen Bankencrash:

http://www.shortnews.de/...

[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]

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