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FDP- und Unionspolitiker gegen Betreuungsgeld für Hartz-IV-Empfänger

Eltern, die ihre Kinder nicht in eine KiTa bringen, sollen laut Beschluss der Koalition künftig Betreuungsgeld erhalten. Nun wollen die Liberalen Hartz-IV-Familien von dieser Regelung ausnehmen. Dies machte FDP-Generalsekretär Christian Lindner via "Bild"-Zeitung deutlich.

Für eine Anrechnung auf den Hartz-IV-Satz plädieren auch mehrere Spitzenpolitiker der Fraktionen der Christlich Demokratischen und Christlich Sozialen Union (CDU/CSU). Das bislang unfertige Konzept des Betreuungsgeldes unterscheidet bislang nicht zwischen Kinder wohlhabender und sozial schwacher Eltern.

Betreuungsgeld soll demnach nur jenen Erziehungsberechtigten zustehen, die nicht auf die Nutzung einer KiTa angewiesen sind. So etwa sollen Hausfrauen, denen das Privileg zukommt, sich ganztags ihren Kindern widmen zu können, zunächst mit 100 Euro, später mit 150 Euro pro Monat honoriert werden.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: FDP, Hartz IV, Hartz-IV-Empfänger, Betreuung
Quelle: www.focus.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2011 10:53 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+26 | -4
 
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Was unterscheidet einen Arbeitslosen von Hausfrau?
Letztere kann sich sehr wahrscheinlich auf einen gut verdienenden Ehemann stützen, ihren Kindern dadurch Geborgenheit bieten und erfüllt keinerlei Verpflichtungen einer ARGE gegenüber.

HartzIV-Erziehungsberechtigte - oft allein stehende Mütter mit Minijob - müssen jedoch jeden Cent dreimal umdrehen und werden in der Regel ihren Kindern nichts bieten können. Viele sind mit Job und Erziehung - oft ohne KiTa - doppelt belastet.

Unverständlich, warum hier nur einem von beiden ein Extra-Taschengeld zukommen soll.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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09.11.2011 11:20 Uhr von Pils28
 
+13 | -2
 
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@Schlottentieftaucher: Hausfrauen haben auch genug Zeit. Ich sehe auch keinen Unterschied zwischen Arbeitslos und Hausfrau. Und Sozialleistung auf HartzIV anzurechnen ist wirklich eine Unsitte.
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09.11.2011 11:22 Uhr von artefaktum
 
+4 | -0
 
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@Schlottentieftaucher: "(...) die sind doch überhaupt nicht auf arbeit und haben zeit"

News richtig lesen: Eltern(teile) die nicht arbeiten (z.B. Hausfrauen) und von ihren Ehepartnern versorgt werden bzw. finanziell so unabhängig sind, dass beide nicht arbeiten müssen, soll dieses Geld auch zustehen.
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09.11.2011 11:23 Uhr von usambara
 
+9 | -2
 
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die Besserverdienenden Familien, wo nur der Mann arbeiten gehen braucht, bekommt (unnötigerweise) 150€... das ist soziale Gerechtigkeit, boa...
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09.11.2011 11:40 Uhr von FlatFlow
 
+10 | -2
 
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omg Widerliches Pack die FDP! kurz vor Stück schieße... mehr fällt mir da nicht ein.

Für alles ist Geld da, nur nicht für gerechtes verteilen.
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09.11.2011 11:55 Uhr von little_skunk
 
+7 | -0
 
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So ein Schwachsinn: Mein 3 Monate alter Sohn steht bereits auf diversen Listen für einen Kitaplatz. Meine Frau und ich gehen beide bzw wollen nach der Elternzeit wieder Vollzeit arbeiten. Mal ersthaft. Was soll ich mit 150€? Ich brauch den Kitaplatz sonst verliere ich nicht nur 150€ + Kitagebühr sondern ein komplettes Nettogehalt.

Da schreiben sich die Politiker Gleichberechtigung auf die Fahnen und schicken dann die Mütter mit 150€ Taschengeld mangels Kitaplätze an den Herd.
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09.11.2011 12:10 Uhr von Noseman
 
+3 | -0
 
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Es gibt ein Recht auf Bildung für Kinder: Und kontakt mit anderen Kindern gehört dazu; ist für eine gesunde Entwicklung dringend notwendig.

Kinder, die nicht wenigstens ein Jahr eine KiTa besuchen, haben deutlich schlechtere Chancen in allen Lebensbereichen.

Darum bin ich eigentlich gegen ein Betreuungsgeld (für alle, nicht nur für Hartzkinder).

Und selbstverständlich stattdessen für einen kostenfreie KiTa für alle*. Kommt mir nicht mit den Kosten. Die Bildungs- und Sozialschäden, die durch fehlenden KiTabesuch entstehen, sind letztlich höher.

Und deutschland hat keinerlei Rohstoffe - außer der (Aus-) Bildung des Nachwuchses. Wenn nicht darin investieren, wo denn dann sonst?


* Wer nicht will, muss dann ja nicht.
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09.11.2011 12:28 Uhr von Podeda
 
+0 | -9
 
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HAHA HOHO HIHI: Das NewsPic ist cool, bessre wären jedoch Handy, Laptops, Konsolen usw....Passt i-wie besser zu H4!
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09.11.2011 12:31 Uhr von sicness66
 
+7 | -1
 
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Bundesregierung: Ich habe nur noch Verachtung für diese Säcke übrig !!!
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09.11.2011 21:25 Uhr von CoffeMaker
 
+0 | -0
 
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"Mein 3 Monate alter Sohn steht bereits auf diversen Listen für einen Kitaplatz. Meine Frau und ich gehen beide bzw wollen nach der Elternzeit wieder Vollzeit arbeiten. Mal ersthaft. Was soll ich mit 150€? Ich brauch den Kitaplatz sonst verliere ich nicht nur 150€ + Kitagebühr sondern ein komplettes Nettogehalt."

Schon mal eine Tagesmutti gesucht? Bei den knappen Kitaplätzen gibt es etliche die das machen und die Kinder aufnehmen. Müssten allerdings vertrauenswürdige Personen sein. Meistens machen die es unter Bekannten.
Hat auch den Vorteil das die Gruppen nicht so groß sind und somit 100%ige Aufmerksamkeit der Betreuungsperson auf die Kinder.
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09.11.2011 22:01 Uhr von shadow#
 
+1 | -0
 
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150 Euro? Soll das ein Witz sein? Anstatt irgendeinen Unsinn zu planen der auf den ersten Blick gut klingt, sollte man sich vielleicht einfach mal Gedanken machen wen man damit unterstützen möchte und welche Ziele man damit verfolgt.

Die "Hausfrauen" die sowieso nicht arbeiten (müssen)?
Da scheint doch sowieso schon alles bestens zu sein - warum Steuergelder verschleudern um eine Situation nicht zu verändern, die man auch nicht verändern muss?

Hartz IV Empfänger?
Die bekommen den KiTa Platz kostenfrei. Warum zur Hölle sollte man einen finanziellen Anreiz dafür schaffen wollen, dass Arbeitslose ihren Kindern den sozialen Kontakt mit Gleichaltrigen vorenthalten?

Ehemals berufstätigen Müttern?
Für die sind die 150 Euro blanker Hohn, die sie dafür bekommen dass sie keinen Betreuungsplatz kriegen weil das von Union und FDP nicht gewünscht ist.


Dieser Witz von einem Gesetz ist zugeschnitten auf das ideale christlich-konservative Familienbild in dem der Mann arbeiten geht und die Frau zuhause am Herd steht und kommt nur denen zu Gute, die eh schon genügend Geld haben. Klassische Klientelpolitik.

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