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Zero Hedge: Wem die griechischen Rettungsgelder tatsächlich zukommen

Laut Finanzblog Zero Hedge (ZH) fließen nur rund 19 Prozent der gewährten Rettungsgelder für Athen unmittelbar in das aktuell rund sechs Milliarden Euro umfassende jährliche Primärdefizit des griechischen Haushaltes. Der Rest fließt in Zins und Tilgung seiner in- und ausländischen Gläubiger, darunter die EZB.

Der größten Brocken geht als Schuldendienst an ausländische Finanzinstitute, bei denen Athen mit mindestens 175 Milliarden Euro - also etwa der Hälfte seiner Gesamtschuld - in der Kreide steht. Die hellenischen Geldinstitute (ca. 100 Mrd.) kassieren rund 23 Prozent, die EZB (55 Mrd.) rund 18 Prozent.

Die Analyse bietet eine mögliche Erklärung für die panische Reaktion Paris und Berlins auf die Ankündigung eines griechischen Referendums. Doch spätestens, wenn genügend Kredite abgeschrieben sind - so mutmaßt ZH - werde Athen aus seinen Pflichten befreit und für die EZB die Verluste eintreten.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Griechenland, Schulden, EZB, Rettungsschirm
Quelle: www.zerohedge.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2011 08:04 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+32 | -4
 
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Kurzum: Die Steuerzahler finanzieren über ihre Hilfen vor allem das fehlgeschlagene Geschäftsmodell zahlreicher privater Banken im In- u. Ausland sowie die Gewinnmaximierungs-Interessen ihrer Investoren – einschl. horrender Zinsen. Mit dem Steuerzahler im Rücken konnten sich Banker erneut risikolos satt provisionieren. Gewinne privatisiert, Verluste sozialisiert. Am Ende wird auch noch der griechische Staat entschuldet – zahlen tun die Steuerzahler Kerneuropas – vorneweg die Deutschen.
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09.11.2011 08:32 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+11 | -2
 
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Hier die News nochmal: Check reagiert auf Korrekturwunsch und Ergänzung nicht - im Gegenteil, lediglich der letzte Satz wurde verschlimmbessert. Kurzum, hier die News nochmal:

Zero Hedge: Wem die griechischen Rettungsgelder tatsächlich zukommen

Laut Finanzblog Zero Hedge (ZH) fließen nur rund 19 Prozent der gewährten Rettungsgelder für Athen unmittelbar in das aktuell rund sechs Milliarden Euro umfassende jährliche Primärdefizit des griechischen Haushaltes. Der Rest fließt in Zins und Tilgung seiner in- und ausländischen Gläubiger, darunter die EZB.

Der größten Brocken geht mit 40 Prozent als Schuldendienst an ausländische Finanzinstitute, bei denen Athen mit mindestens 175 Milliarden Euro - also etwa der Hälfte seiner Gesamtschuld - in der Kreide steht. Die hellenischen Geldinstitute (ca. 100 Mrd.) kassieren rund 23 Prozent, die EZB (55 Mrd.) rund 18 Prozent.

Die Analyse bietet eine mögliche Erklärung für die panische Reaktion Paris und Berlins auf die Ankündigung eines griechischen Referendums. Doch spätestens, wenn genügend Kredite abgeschrieben sind - so mutmaßt ZH - werde Athen aus seinen Pflichten befreit und die EZB für Verluste eintreten.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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09.11.2011 08:42 Uhr von Kodiak82
 
+36 | -0
 
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und ? Mal ganz ehrlich, habt ihr etwas anderes erwartet ?
Als die erste Ratenzahlung an Griechenland ging, waren von 22 deutschen Mrd. genau 19 Mrd als Ratenzahlung an die Deutsche Bank gedacht.
Ich verstehe nicht dass wir überhaupt über Griechenland reden, stopfen wir den Banken das Geld einfach direkt in den Hals damit diese ihre Investmentspiele weiterspielen können.

Wie ich die Linke nicht mag, aber die Verstaatlichung der Banken ist das Richtige !

Banken verstaatlichen, Privatvermögen der Banken ins Volkseigentum fliessen lassen und gleichzeitig führen wir zur Volksbelustigung eine wöchentliche Auspeitschung der Politiker ein (und dies über eine Internetabstimmung).
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09.11.2011 08:47 Uhr von Urrn
 
+1 | -29
 
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09.11.2011 08:49 Uhr von svizzy
 
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der artikel: hier is ganz interressant
http://www.propagandafront.de/...
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09.11.2011 08:53 Uhr von Kodiak82
 
+15 | -0
 
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@Urrn: Ich träume halt gerne am Morgen.....
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09.11.2011 08:56 Uhr von Klecks13
 
+10 | -6
 
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Griechenlandhilfe für Dummies: Das EU-Rettungspaket mal einfach erklärt:

Ein deutscher Tourist kommt in ein griechisches Hotel, legt einen 100 Euro Schein auf die Theke und bittet um einige Zimmerschlüssel, damit er mal nachschauen könne, ob Ihm die Zimmer gefallen würden. Die 100 Euro seien als Sicherheit. Der Hotelier gibt ihm alle Schlüssel, da er keinen einzigen Gast hat.
Als der Gast verschwunden ist um sich die Zimmer anzusehen, rennt der Wirt zum Metzger und gibt dem die 100 Euro und sagt, dass damit seine offen stehenden Rechnungen ja wohl bezahlt seien. Er rennt zurück in sein Hotel.
Der Metzger läuft zum Bauern, gibt dem die 100 Euro für ein Schwein von letzter Woche, das noch zu bezahlen ist.
Der Bauer geht zur einzigen Prostituierten des Dorfes und gibt ihr die 100 Euro, weil er noch seine beiden letzten Besuche bei ihr zu zahlen hat.
Die Prostituierte rennt zum Hotel und übergibt dem Hotelier die 100 Euro die sie ihm noch für 2 Zimmermieten, mit Kunden, schuldet.
Kurz darauf kommt der Deutsche die Treppe herunter und sagt, dass ihm keins der Zimmer gefallen würde. Er gibt dem Hotelier die Zimmerschlüssel, nimmt seine 100 Euro und verlässt das Hotel.

Ergebnis: Alle Schulden bezahlt aber keiner hat Geld...
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09.11.2011 09:30 Uhr von artefaktum
 
+9 | -0
 
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@Klecks13: Das ist eine nette Geschichte, verschleiert aber in einem entscheidenden Punkt die Realität:

Dieser Witz suggeriert, dass eigentlich jeder kreisum bei jedem anderen in gleicher Höhe verschuldet ist. Das ist aber falsch und genau darin liegt die Krux:

Gläubigerforderungen bündeln sich in immer weniger Händen und steigen immer rasanter an. Folge: Immer mehr Menschen müssen immer mehr von ihrem Geld direkt und indirekt für diese Zinsen für einige wenige Aufbringen. Das geht so lange gut, bis die Realwirtschaften das nicht mehr tragen können.
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09.11.2011 11:20 Uhr von JesusSchmidt
 
+3 | -2
 
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war von anfang an klar, aber schön, dass das hier nochmal erklärt wird.

ich sehe nicht ein, auch nur einen einzigen cent nach griechenland zu schicken. lass die doch pleite gehn. scheiss auf die deutsche bank. soll von mir aus ruhig pleite gehen. die ach so schlimmen folgen sind nur ein paar arbeitslose banker-bonzen. wen kümmern die? die kümmern sich schon genug um sich selbst.
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11.11.2011 00:37 Uhr von Speckter
 
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jesus: denke an lehman pleite

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