In Indien sterben immer mehr Medikamententester
Indien ist bei den Pharmakonzernen das ideale Land um Probanden für neue Medikamente zu finden. Millionen Menschen leben in Armut und können sich entsprechende Behandlungen ihrer Krankheiten nicht leisten. Da viele Bewohner Englisch sprechen, haben sie einen großen Vorteil gegenüber den Chinesen.
Während die Anzahl der Tests am Menschen in Europa weiter rückläufig ist, verlagert die Pharmaindustrie immer mehr Studien in die Schwellenländer. Kaum verwunderlich, schließlich ist dieser Teil der Entwicklung am teuersten. Allein die Unternehmen der USA führen momentan etwa 300 Studien durch.
Laut der Zeitung India Times starben letztes Jahr 668 Menschen infolge der Versuchsreihen. 2007 hingegen waren es 137. Bayer bestätigt die Zahlen hingegen nicht und verweist lieber auf medizinische Fachblätter.