Frankreich: "Carlos, der Schakal" muss wieder vor Gericht
Ilich Ramirez Sanchez, genannt "Carlos", war einer der Topterroristen der letzten fast 40 Jahre. Nach einem Rachefeldzug wegen der Festnahme seiner Frau und der darauf folgenden Flucht in den Sudan wurde er dort 1994 festgenommen und abgeurteilt. Seitdem geriet sein Schicksal in Vergessenheit.
Jetzt will die französische Justiz dieses Kapitel Geschichte aufarbeiten, denn "Carlos" wurde lediglich wegen seines Rachefeldzuges, allerdings nie wegen seiner anderen Anschläge, etwa im Dienste der PFLP, der rumänischen Securitate oder auch Saddam Hussein, belangt.
David Yallop, Verfasser des Standardwerkes zur Karriere des "Schakals" beschrieb ihn als "wohl wenigsten kompetenten Terroristen". Dieses Urteil basiert etwa auf dem fehlgeschlagenen Attentat auf Joseph Sieph, der einen Schuss ins Gesicht überlebte.