Forscher konnten Superantibiotikum entwickeln, gegen das es keine Resistenz gibt
Eine kleine Analogie kann veranschaulichen, wie Keime gegen gewöhnliche Antibiotika resistent werden: Wirkstoffe und Bakterien passen normalerweise zusammen wie Schlüssel und Schloss. Veränderungen an den Keimen können aber dazu führen, dass dies nicht mehr der Fall ist und eine Resistenz entsteht.
Grazer Forscher haben ein Superantibiotikum entwickelt, bei dem dies nicht möglich sein soll. Dabei hat man von der Natur abgekupfert: Lactoferrin ist ein antibiotisches Protein, das in der Muttermilch vorkommt. Es wurde so modifiziert, dass es kleiner und an eine Fettsäure gekoppelt ist.
Das Superantibiotikum macht Löcher in die Zellmembran der Bakterien, so dass diese absterben. Außerdem bindet es auch giftige Bruchstücke der Mikroben. Laufen die vorklinischen und klinischen Untersuchungen nach Plan, wird man den Wirkstoff in etwa sieben Jahren erhalten können.