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Atomkonzerne unterwandern deutsche Hochschulen

Vier Energieriesen fördern und finanzieren Universitäten mit insgesamt 30 Stiftungsprofessuren. Diese haben maßgeblichen Einfluss auf die Debatte um die deutsche Atompolitik. Zwischen den Konzernen wurden sogar regionale Zuständigkeiten vereinbart.

So engagiert sich EnBW mit elf Stiftungsprofessuren in Baden-Württemberg. Vattenfall konzentriert sich auf die neuen Bundesländer, RWE auf Aachen und Eon auf München. Es gibt aber auch gemeinsam geförderte Projekte: So finanzieren vier Energie-Unternehmen das energiewirtschaftliche Institut in Köln.

Im letzten Jahr untersuchte genau jenes Institut für die Bundesregierung die Zukunft der deutschen Energieversorgung. So bezeichnete die Grünen-Vizefraktionschefin Bärbel Höhn das Institut als "Subunternehmen von Eon und RWE". Hinter den Aktivitäten der Konzerne wird gezielte Meinungsmache vermutet.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Universität, Finanzierung, Hochschule, Energiekonzern
Quelle: www.fr-online.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.11.2011 15:51 Uhr von gugge01
 
+18 | -3
 
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Oh Ja !!! Das nennt sich Physikstudium !!
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03.11.2011 15:55 Uhr von Perisecor
 
+11 | -1
 
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Wäre spannend, würden nicht andere Konzerne ebenfalls Hochschulen finanziell unterstützen.

Da ist es auch egal, ob man in Richtung Pharma-, Auto- oder Finanzbranche schaut oder auch einfach mal lokale Mittelständler vieler anderer Branchen miteinbezieht.
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03.11.2011 16:55 Uhr von kirgie
 
+16 | -4
 
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tjo: wenn sie die Lehrstühle nicht bezahlen, dann macht es keiner und ihnen fehlen am ende Physikstudenten.
Und ja für den Rückbau von Atomkraftwerken braucht man auch Fachkräfte...

Der Skandal ist doch wohl eher das es ohne die Konzerne keine Studienplätze gebe.
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03.11.2011 17:05 Uhr von Nickman_83
 
+2 | -5
 
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@kirgie: deine aussage ist total überzogen.
erstens sind die unis meistens noch kommunal und ländlich unterstützt, da eine hohe anzahl von studierenden auch im interesse der jeweiligen stadt ist und zweitens ist eine finazierung der uni im sinne des nachwuchses für die industrie allgemeininteresse der selbigen.
dort aber via solchen professuren meinung zu gestalten hat den beigeschmack, dass unsere bildungselite nur noch die lautsprecher und parolenschmeißer der finanzierenden industrie sind. macht sie das allgemeingebildet oder nur noch weiter zu fachidioten mit vorgefertigter meinung ? ich finde diese entwicklung sehr schade, zumal wir doch eigentlich von dieser bildungselite erwarten, dass sie mit weitem horizont eingesetzt die wirtschaft vorranbringen, anstatt die interessen einiger weniger zu untermauern.

da ist jetzt vielleicht viel pathos dabei, aber ich wollte mal absichtlioch etwas s/w zeichnen.
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03.11.2011 17:46 Uhr von Alice_undergrounD
 
+6 | -5
 
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@ Bleissy: freu dich, das is wenigstens mal n gegenpol zu dem was man sonst immer so hört. also ich bin 13 jahre lang in bayern zur schule gegangen und im wesentlichen is es da immer nur ums umweltschützen, eisbären-umarmen und co2 einsparen gegangen. gottseidank hat das bei mir keinen geistigen totalschaden verursacht, ich kann mir aba durchaus vorstellen dass einige nicht von solch mentaler stärke gesegnet waren und das alles heute noch glauben. (im übrigen war ich auch stets gegen goethe, lessing, fontane etc. blabla resistent :))

[ nachträglich editiert von Alice_undergrounD ]
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03.11.2011 19:07 Uhr von sgitte
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