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Euro-Drama: Italien konnte keine einzige Anleihe am freien Markt platzieren

Am Montag ist es zu einem dramatischen Novum auf dem europäischen Anleihemarkt gekommen: Da keinerlei Nachfrage nach italienischen Staatsanleihen bestand, ergab sich nicht mal ein Preis für Bonds aus Rom. So sah sich Mario Draghi am ersten Arbeitstag als neuer EZB-Präsident zu massiven Stützungskäufen veranlasst.

Nur durch diese Intervention der EZB konnte eine Schmelze italienischer Bonds verhindert werden, so ein Aktienhändler gegenüber der "Financial Times". Die Situation Italiens ist offenkundig auf einen neuen Tiefpunkt angelangt. Auch spanische Papiere wurden von den Zentralbanken in Frankfurt gestützt.

Dunkle Wolken ziehen auch aus einer ganz anderen Richtung auf: Die Renditen französischer Anleihen steigen zunehmend und setzen sich immer weiter von deutschen Anleihen ab. Ratingagenturen hatten bereits mit einer Abwertung der Bonitäts-Bestnote für Frankreich gedroht, womit der EFSF auf der Kippe stünde.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Italien, Markt, EZB, Anleihe
Quelle: www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de
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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.11.2011 07:35 Uhr von Rechthaberei
 
+9 | -1
 
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Ja, die Wahrscheinlichkeit, daß Frankreich sein: AAA-Rating verliert ist sogar sehr real:

http://www.shortnews.de/...
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02.11.2011 07:36 Uhr von verni
 
+37 | -2
 
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Ohhhhhh: wie unerwartet das doch kommt, oder?

Ich frage mich langsam wie es sein kann das sog. Experten mit ihren Übergehältern und Politiker die teilweise mit 8000 Euros Rente nicht auskommen möchten, nicht in der Lage sind einzuschätzen was hierzulande jeder dämliche Stammtisch einschlätzen und besser lösen könnte.

Man muss so langsam aber sicher einige Fakten nennen und auch einsehen.

1.) Diese Experten, sind dermassen blöd, die brauchen für eine 5 Minuten Terrine wahrscheinlich 2 Stunden und wissen nicht ob sie nen Schirm draussen benutzen sollen wenns regnet.

2.) Demokratie in Deutschland, nicht vorhanden

3.) Volksvertretung durch ein vom Volk gewähltes Parlament, nicht vorhanden.

4.) Volksvertreter die ihr Fach verstehen......LACH, na was wohl?

Fazit: Um das Land vor 70 Jahren zu zerstören bedurfte es einem Irren, eine massenhaften Propaganda und zig anderen Völkern die dann mit uns gemeinsam Krieg spielten. Heute, muss man nur wählen gehen, mit der Flasche Bier vorm TV sitzen und abwarten was die grinsenden AntiDemokraten, Volksverräter und Nichtskönner dem Volk vorsetzen. Keine Bomben, keine Soldaten, nix....einfach pure Blödheit und Ignoranz!

Ich hoffe sie werden alle dafür bezahlen wenn die Show hier losbricht! und sie WIRD losbrechen!
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02.11.2011 08:07 Uhr von Peter323
 
+18 | -0
 
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YEAH: Wenn keiner Anleihen kaufen möchte, dann kaufen wir unsere eigenen Anleihen eben selbst ! :)

Die US-Notenbank lässt grüßen :)

Das oben genannte Vorgehen war bis vor wenigen Jahren ein absolutes No-Go in der EU Zone und bei der EZB.

Hammerhart, dass es jetzt wirklich soweit kommt, dass die Staaten ihre Anleihen selber aufkaufen müssen, mit Geld, das gar nicht existiert.

[ nachträglich editiert von Peter323 ]
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02.11.2011 09:20 Uhr von no_trespassing
 
+7 | -0
 
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Die EZB ist längst nicht mehr unabhängig: Die EZB steht unter staatlicher Kontrolle und wird gezwungen, die eigenen Staatsanleihen zu kaufen.

Im Prinzip so paradox, wie wenn Toyota seine eigenen Fahrzeuge kauft und dann Absatzrekorde bejubelt.

Italien ist ohne die EZB im Prinzip pleite, wenn sie aus den laufenden Haushaltseinnahmen die Staatsausgaben nicht decken oder zumindest am freien Kapitalmarkt seine Anleihen begeben kann.

Die EZB verdeckt diesen Fakt nur durch den Aufkauf. Stützung ist natürlich wichtig, allerdings ist die Frage, inwiefern solche Maßnahmen das Vertrauen der Märkte gewinnen können?
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02.11.2011 10:32 Uhr von Zephram
 
+3 | -2
 
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Oh mann: Kidz, der Euro wird nicht "weggehen" ^^

Man kanns auch so sehen:

Wenn Italienische Anleihen nicht gekauft werden, dann werfen sie zu wenig ab - Das ist Kapitalismus...

Wenn Frankreich oder Deutschland sein AAA-Rating verliert, dann kommts vielleicht auch davon das wir seit Jahren mit Hartz4 und sonstwas durchmarodiert wurden, wenn wir kaputtgespart werden muss man halt mit Mittelmäßigkeit leben lernen, wir haben ja gelernt das Klappe aufmachen unchique ist, wir wollen ja nicht wie die assigen Griechen oder Franzosen rüberkommen, wir halten uns ja für was besseres ^^

Mir ists eh egal, sollen wir eben ein B- kriegen, B wie Bananenrepublik ;) Für den Otto-Normal-Shortnewsleser wird das eh keinen Unterschied machen ^^

jm2p Zeph
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02.11.2011 10:48 Uhr von hellibelli
 
+2 | -0
 
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Schulden machen ohne Ende: Jeder der einen Haushalt führt (Ausnahme Politiker und Staatshaushalt) weiß, daß man eine Existenz nicht auf immer neuen Schulden aufbauen kann. Einnahmen und Ausgaben müssen in einem gleichmäßigen Verhältnis stehen. Andernfalls fliegt einem sowas irgendwann um die Ohren. Den Griechen heute, den Franzosen morgen und irgendwann uns auch.

Jemandem der über beite Ohren verschuldet ist leiht man kein Geld mehr. Das muß mir mal jemand erklären ohne Fachchinesisch und Wirtschafts-Kauderwelsch warum dieses einfache Prinzip bei einem Staat (der auch pleite gehen kann) anders ist.


Gegen eine Pleite hilft kein Protestieren und Demonstrieren.

[ nachträglich editiert von hellibelli ]
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02.11.2011 12:47 Uhr von jens3001
 
+2 | -0
 
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Zephram: du siehst das sehr locker.

Welches Rating Deutschland hat, merkt aber durchaus jeder von uns.

Wenn wir ein niedrigeres Rating hätten, würden die Zinsen für bestehende und evtl. zukünftige Darlehen steigen.

Das bedeuted, dass wir zusätzlich zu dem was sowieso abgestottert wird nochmal x% dazukommen.

Somit weniger Geld für interne Angelegenheiten wie z.B. ALG, Infrastruktur, Subventionen, Schulen, usw.

Und im Gegenzug aber mehr Belastungen durch höhere Steuern.

Und wir Deutschen halten uns nciht für was Besseres. Uns liegt lediglich die "Obrigkeitshörigkeit" im Blut... leider.

Die Franzosen und Italiener, ebenso wie die Spanier hingegen sind das krasse Gegenbeispiel. Sie demonstrieren für / gegen jeden kleinen Scheiss.
Das ist genauso schlecht wie gar nicht, weil man so das Volk gar nicht mehr ernst nimmt wenn es um etwas wirklich wichtiges geht.
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02.11.2011 13:55 Uhr von Zephram
 
+0 | -1
 
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@jens3001: Ich hab einfach satt sich über diese Schmierenkomödie aufzuregen, ich nehm das alles tendenziell sonst eher zu ernst ^^

Zum Thema Obrigkeitshörigkeit: Ein Arschkriecher hält sich definitiv für was besseres, woher sonst seine Motivation ? ;)

Rating hin Abstufung her, man sollte es den Sparkassen nachmachen: pfeiff drauf ;)

Die große Frage ist doch, wann wird die hier irgentwann mal Rückwärts laufen ?(oder deutlich langsamer vorwärts, vorwärts laufen darf die Uhr eh nur in dem Maße wie wir Wirtschaftswachstum haben, und da ist nicht mehr viel von da im Moment ^^)

http://www.staatsverschuldung.de/...

Passiert das nicht ist es nur ne Frage der Zeit bis wir hier griechische Umstände haben werden ^^

Und, ja, aber es ist ekelhaft, daß unsere staatlichen "Lebenshaltungskosten" teuerer werden, wenn irgentwelche Ratingagenturen es beliebt ^^ Da haben wir defininitiv das falsche System installiert :)

jm2p Zeph

[ nachträglich editiert von Zephram ]

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