31.10.11 08:46 Uhr
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Kaum Export, doch griechisches Pro-Kopf-Einkommen liegt nur ein Fünftel unter dem deutschen

Griechenlands Wachstum betrug zwischen 2001 und 2008 zwischen vier und fünf Prozent. Laut "Handelsblatt" wurde der steigende Wohlstand vor allem dank Auslandskrediten und eines gönnerhaften Staates erzeugt. Hohen Kapitalimporten stehen kaum Exporterlöse gegenüber, weil dem Staat ein Geschäftsmodell fehle.

Indem Kredite konsumiert, aber mangels Industriepolitik nicht für produktive Direktinvestitionen eingesetzt werden, resultiert daraus, wie in vielen anderen südeuropäischen Staaten auch, ein großes Zahlungsbilanzdefizit. Professor Manos Matsaganis wirft einen Teil seiner Landleute Verschwendungssucht vor.

Arbeitsplätze reduzieren sich primär auf Staat, Kleinstfamilienbetriebe und abgeschotteten Branchen, zum Beispiel Fuhrunternehmer. Es herrscht Vetternwirtschaft: Nicht Können, sondern Beziehungen sind für Berufseinsteiger sowie für öffentliche Aufträge entscheidend. Ein Drittel der Arbeitsfähigen arbeitet gar nicht.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Griechenland, Kopf, Export, Einkommen, Pro
Quelle: www.handelsblatt.com

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31.10.2011 08:46 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+28 | -1
 
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Das ist keine Hetze gegen Griechenland – sondern ein Hinweis auf die miserablen Zustände bei uns. Der Arbeitslosen-Verfolgungs und Lohndumpings-Staat Deutschland bezahlt trotz satter Überschüsse seine Arbeiter viel zu schlecht – statt Motivation findet Unterdrückung und Angstpolitik statt. Wenn schon hierzulande 4 Euro Stundenlohn Menschen an den Rand ihrer Existenzfähigkeit dängen - ab was für einen Lohn wird dann Griechenland – schließlich im gleichen Währungsraum - wieder wettbewerbsfähig?

Derweil findet in Hellas "Konsum" auf Kreditbasis statt. Kredite, zu leisten von hiesigen lohngedumpten Arbeitern – Gelder, die wohl nie zurückgezahlt werden. Das geschieht nicht nur zur Freude griechischer Kleptokraten, korrputer Politker, sondern vor allem auch zur Freude ihrer hiesigen Pendants: Lohndumpende Exportindustrielle und sich satt provisionierende Banker.

Kurzum: Die Protagonisten des Euros – der Rest bezahlt nun auf Jahrzehnte – wahrscheinlich ewig - die Rechnungen dieser Schenkungspolitik – einschließlich einträglicher Zinsen an die Banken. Es herrscht das neoliberale Grundprinzip: Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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31.10.2011 08:52 Uhr von Rechthaberei
 
+5 | -1
 
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Noch ein Hinweis was da falsch läuft: http://www.spiegel.de/...
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31.10.2011 09:01 Uhr von Bassram
 
+16 | -4
 
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Stellt euch mahl vor nächste Woche stehen 4 Millionen Menschen vorm Bundestag und fordern ECHTE Demokratie ein, mit einer neuen von den Bürgern geschaffenen Verfassung, mit der Ausrufung eines neuen Staates womit alle Internationalen Verträge unwirksam werden, neuer Währung die vom Staat ausgegeben wird und nicht von Privaten korrupten Banken.
Über jede wichtige entscheidung soll es eine Volksabstimmung geben.

Zitat: "Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten.

Vom Feinde bezahlt, und dem Volke zum Spott!

Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,

dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!"
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31.10.2011 09:35 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+12 | -2
 
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Kapitalismus der hohen Schule: Seitdem man in Südeuropa dank Euro mit Steuer-Transfergeldern finanzierte Konsumbuden errichtet hat, sind die hiesigen Unternehmer offenbar der Ansicht, dass Arbeiter auf dem nationalen Binnenmarkt nicht mehr entlohnt, sondern zwangsbeschäftig gehören.

Die hiesigen Arbeiter hat man überzogen durch ein System des Lohn-, Sozial- und Rentendumpings. Ein errichteter Arbeitslosen-Verfolgungsstaat sorgt durch ein System der Angst für das Übrige.

Von den Dumpinglöhnen in Deutschland halten die hiesigen Beschäftigten fortan offenbar nicht nur die gewünschte Konsumnachfrage Südeurpas, sondern offenbar auch das ganze Staatswesen dieser Region am laufen.

Da ist der hiesigen Wirtschaftselite wirklich ein Meisterstück gelungen.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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31.10.2011 10:20 Uhr von CoffeMaker
 
+1 | -2
 
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Kann man mal sehen wie sehr in Deutschland die Löhne gedrückt wurden.
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31.10.2011 10:31 Uhr von U.R.Wankers
 
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nur am Export kann man das nicht festmachen: es gibt Länder ohne nennenswerten Export, bei denen die Bilanz stimmt. Das in Griechenland die Kacke an der Wand hängt ist klar.
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31.10.2011 12:51 Uhr von MC_Kay
 
+1 | -0
 
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Warum Export? Ich stell mir nur gerade die Frage was das mit dem Export zu tun haben soll? Oo
Man muss nicht immer Waren exportieren um Geld ins Land zu bekommen!
Es geht auch über den Tourismus.

Nur was bringt es, dass Geld ins Land kommt, aber das Geld dann nicht richtig versteuert wird, sodass der Staat immernoch keine Steuereinnahmen hat?
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31.10.2011 13:41 Uhr von sesh
 
+2 | -0
 
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Klar! Natürlich kann Griechenland nicht viel exportieren!
Es kann ja nicht Jeder so handeln wie Deutschland!

Wer es noch nicht mitbekommen hat - Länder wie Griechenland mit Außenhandelsdefizit kann es nur geben, weil es Länder wie Deutschland mit massivem Außenhandelsüberschuss gibt!

Beides ist schädlich.

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