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Essen: Lohnskandal - Polen arbeiten am Bau für 50 Cent die Stunde

In einem Demonstrationszug protestierten polnische Bauarbeiter auf einer Baustelle in Essen gegen die derzeit ausbleibende Lohnzahlung. Dazu komme jedoch noch den Hinweisen der Gewerkschaft IG Bau zufolge die skandalöse Lohnhöhe.

Für lediglich 50 Cent pro Stunde wurden polnische Trockenbauer von zwei Subunternehmen angeheuert. Das Bauvorhaben steht unter Termindruck. Ein Megastore der irischen Textilkette "Primark" soll im November fertig gestellt werden.

Der Sprecher der Polen, Pawel Jurowski, ist von Angela Merkel enttäuscht: "Vor Monaten hatte Frau Merkel uns Polen versprochen, wir sollten nach Deutschland kommen - hier sei viel Arbeit und gutes Geld zu verdienen. Ich habe viel gearbeitet - wo ist mein gutes Geld?"


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Essen, Polen, Stunde, Bau, Cent, 50 Cent
Quelle: www.derwesten.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.10.2011 21:52 Uhr von 1234321
 
+10 | -1
 
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Das macht also 5 Euro am Tag. Wenn die mittags in der Pommesbude eine Mantaplatte kaufen, verschulden die sich bei diesem Arbeitstag in Deutschland.

[ nachträglich editiert von 1234321 ]
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29.10.2011 22:04 Uhr von Plazebo2
 
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@bertl058: Ich ich hoffe doch du forderst jetzt nicht mehr qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland an zu heuern. Es gibt in Deutschland genug qualifizierte Arbeitskräfte nur möchten diese eben nicht im neu geschaffenen Niedriglohnsektor arbeiten.
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29.10.2011 22:14 Uhr von linuxu
 
+7 | -0
 
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Tja Herr Pawel Jurowski, wenn man notorischen Lügner und Volksverräter wie unseren Politikern,allen voran Frau Angela Merkel,glaubt ist das sehr naiv und dumm.Wir haben hier genug arbeitslose (ach ja,ich vergessen das wir keine arbeitslosen habe sondern nur Arbeitssuchende) nur die wollen nicht für einen Apfel und ein Ei arbeiten.
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29.10.2011 23:25 Uhr von Serverhorst32
 
+4 | -0
 
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Ich habe gehört wie ein ranghoher FDP Politiker der namentlich nicht genannt werden möchte ... nennen wir ihn Lido Dauerwelle sagte, dass ihn die Armut der Polen ankotzt und deren Dekadenz. Des Weiteren würde er es begrüßen, wenn die Polen für 25 cent die Stunde arbeiten würden.
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30.10.2011 04:00 Uhr von hofn4rr
 
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@Wil: >> In Deutschland gibt es einen Mindestlohn im Baugewerbe. <<

das gilt für deutsche unternehmen innerhalb deutschlands.

für ausländische unternehmen, meinetwegen z. b. für ein polnisches bauunternehmen, gilt polnisches arbeitsrecht.

der mindestlohn liegt dort bei 1,85 €,
in rumänien 93 cent die stunde.

bei 50 cent handelt es sich eher um ukrainer, dort müssen auch 36 cent die stunde schon ausreichen.

also falls es im polnischen baugewerbe keinen mindestlohn geben sollte, könnte ein polnisches unternehmen hier auch leute für noch weniger beschäftigen, sofern sich dazu leute finden lassen...
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30.10.2011 11:22 Uhr von hofn4rr
 
+1 | -0
 
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@Wil: die arbeitnehmerfreizügigkeit erlaubt ausländische unternehmen zu den bedingungen des herkunftslandes, hier leute zu beschäftigen.

"ausnahmen" sind branchen, wo es hier mindestlöhne gibt.
bei branchen ohne mindestlohn gilt die regelung vom herkunftsland.

aber

z. b. auf dem bau hat man über 10 euro die stunde mindestlohn... das sich daran wenige unternehmen halten dürfte bekannt sein.

denn für selbständige (auch subunternehmer) gilt der mindestlohn nicht.

>> Damit hat sich das nämlich auch erledigt mit der Arbeitgeberüberlassung zu Dumpinglöhnen. Da hat die europäische Kommission nämlich mit dieser Vorschrift einen Riegel vorgeschoben. <<

ebend nicht.... im gegenteil, ebend weil es bei uns keinen flächendeckenden, und auch für selbständige, keinen mindestlohn gibt.

ein trupp subunternehmer aus polen die hier über eine andere polnische firma einen bau hochziehen, können ganz legal mit 1,85 € die stunde entlohnt werden.

auch wenn es moralisch verwerflich erscheint, die drahtzieher die hier lohndumping betreiben, gehen allermeistens straffrei aus, weil sie um die rechtlichen lücken der "arbeitnehmerfreizügigkeit" seit dem 1. mai 2011 bestens bescheid wissen.


eines der kritikpunkte bei herrn schachtschneider, in der privat unterstützten eu-verfassungsklage, lautet unter anderem:

>> Das Herkunftslandsprinzip/das Prinzip der gegenseitigen Anerkennung der nationalen Rechtsordnungen entdemokratisiert weitgehend die Lebensverhältnisse der Mitgliedstaaten, etwa im Lebensmittelrecht, im Dienstleistungs- und Arbeitsrecht, weil nicht die eigenen Gesetze des Bestimmungslandes, sondern die des Herkunftslandes maßgeblich (geworden) sind. <<
http://www.wien-konkret.at/...

[ nachträglich editiert von hofn4rr ]
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30.10.2011 14:04 Uhr von MBGucky
 
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@Wil: "Stell Dir vor Dein Arbeitgeber schickt Dich nach Rumänien oder sonst wo hin. Dann gelten DEREN Mindestlöhne & Vorschriften die Dein Arbeitgeber einzuhalten hat. Auch wenn Du jetzt hier in Deutschland für Miete, Partner & Kind zu zahlen hast."

Das ist so nicht ganz richtig. Ich habe mit meinem Arbeitgeber einen Vertrag. Und erstens kann er mich nur in ein anderes Land schicken, wenn im Vertrag steht dass er mich in ein anderes Land schicken kann oder wenn ich zumindest bei Vertragsschluss davon ausgehen musste in ein anderes Land geschickt zu werden, und zweitens steht in dem Vertrag mein Lohn drin. Er darf mir also nicht weniger zahlen, nur weil er mich in ein anderes Land geschickt hat.

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