29.10.11 09:40 Uhr
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Euro-Desaster setzt sich fort: Italien muss Rekordzinsen für Anleihen zahlen

Trotz EU-Gipfel-Euphorie kletterten am Donnerstag die Zinsen für italienische Staatsanleihen dramatisch. Für zehnjährige Staatsanleihen Roms verlangten die Gläubiger eine Rendite von 6,06 Prozent, dies ist Rekordniveau. Daraufhin reduzierte Rom das beabsichtige Emissionsvolumen von 8,5 auf 7,9 Milliarden Euro.

DZ-Bank-Analyst Christian Reichert zeigte sich angesichts der Entwicklung "überrascht". Newedge-Brokerin Annalisa Piazza mutmaßt, dass die Märkte den am EU-Gipfel verkündeten Optimismus bezüglich italienischer Sparpläne nicht teilen. Italiens Staatsverschuldung beträgt rund 120 Prozent des BIPs.

Für die Euro-Retter bedeutet der neuerliche Zinsanstieg am Primärmarkt einen herben Rückschlag. Seit August pumpt die EZB zur Stützung italienischer Staatsanleihen Milliarden in den Sekundärmarkt und versucht dadurch die Renditen zu drücken. Der direkte Aufkauf von Bonds ist der EZB strikt untersagt.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Italien, Schulden, Finanzen, Desaster, Anleihe, Zins
Quelle: www.ftd.de

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