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Wahlen in Tunesien: Islamisten werden wahrscheinlich die Macht übernehmen

Die Beteiligung an den ersten freien Wahlen in Tunesien ist exorbitant hoch. Mehr als 90 Prozent der Stimmberechtigeten haben ihre Stimme abgegeben. Den Islamisten werden die größten Siegchancen vorhergesagt.

Die Europäische Union ist erfreut über die hohe Wahlbeteiligung. Auch US-Präsident Obama zeigt sich von den Fortschritten überzeugt.

Das Endergebnis wird Montag oder Dienstag vorliegen. Bisher sind kaum Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Von den gewählten Volksvertretern wird eine neue Gesetzgebung erstellt und das Regierungsoberhaupt gewählt.


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WebReporter: easy82
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Wahl, Macht, Tunesien, Islamismus
Quelle: www.sueddeutsche.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.10.2011 11:05 Uhr von Canay77
 
+13 | -4
 
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Keine: Unregelmäßigkeiten bei der Wahl? Dann sind die ja schonmal demokratischer als wir :)
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24.10.2011 11:09 Uhr von nyquois
 
+6 | -3
 
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Gewählt ist gewählt. Und wenn wir das Ergebnis nicht akzeptieren, nur weil die aus unserer Sicht "Falschen" an die Macht kommen, ist das nichts weiter als Heuchelei.
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24.10.2011 11:13 Uhr von fuxxa
 
+10 | -7
 
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Akzeptieren ja: aber als Urlaubsland wäre Tunesien für viele gestorben und mehr als Tourismus haben die nicht.
Werden dann wohl auch die letzten Wahlen gewesen sein
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24.10.2011 11:18 Uhr von HateDept
 
+9 | -8
 
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Islamismus? Wenn ich diesen Begriff höre oder lese ist mir i.d.R. klar, dass damit Fundamentalismus gemeint ist. Wie lautet eigentlich der entsprechende Begriff für fundamentales Christentum???

Ich halte den Begriff "Islamismus" für einen medialen Hetzbegriff, der sehr nahe am Begriff "Islam" liegt und der häufig beliebig so oder so benutzt wird. Wenn es um Fundamentalismus geht, sollte man das auch so benennen.

In der Quelle ist übrigens von einer "Islamischen Partei" die Rede!!!
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24.10.2011 11:38 Uhr von Bayernpower71
 
+4 | -1
 
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hehe, das ist auch gut: "Wahrscheinlich aber schaffen diese Wahlen neue Fakten und entfachen neuen Streit um Tunesiens politisch-religiöse Zukunft. Für den Fall, dass Ennahda tatsächlich gewinnen sollte, haben liberale Parteien über Facebook schon zu Protest-Partys aufgerufen: Ennahda-Kritiker wollen sich auf der Avenue Bourguiba in Tunis versammeln und sich in aller Öffentlichkeit hemmungslos betrinken."


aus Protest besaufen. Wie geil ist das denn ^^
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24.10.2011 11:45 Uhr von flokiel1991
 
+5 | -4
 
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Nunja: Was habt ihr alle für Vorstellungen? Eine auf Muslimische werte Beruhende Demokratie kann genauso fortschrittlich sein, wie eine auf Christliche Werte beruhende. Wenn man das Wort Islam hört, hat der halbe Westen angst? Warum eigentlich? Nur weil ein paar verrückte, die in der Vergangenheit ein bisschen Terror gemacht haben zufällig Islamisch waren. Tunesien wird kein besseres Land wenn man da die Bevölkerung zwangsbekehrt. Eher im Gegenteil. Die europäischen Demokratien lassen sich nicht eins zu eins auf die Afrikanischen übertragen. Es wurde versucht und es ist gescheitert und es wird immer wieder scheitern. Die müssen ihr eigenes Ding machen und wenn das eine Islamisch ausgerichtete Demokratie ist, dann sollen die das so machen.
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24.10.2011 11:47 Uhr von Klassenfeind
 
+3 | -4
 
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Al Kaida: wird´s freuen, das in Tunesien zukünftig
die Scharia angewendet werden soll.

Schaun wir mal...
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24.10.2011 12:22 Uhr von kingoftf
 
+4 | -2
 
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Situation also wesentlich: besser als vorher, das wird die Frauen ja freuen, Kartoffelsack über dem Kopf oder Knast
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24.10.2011 12:28 Uhr von iscariot
 
+4 | -3
 
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Da kann ich nur gratulieren. Jetzt können endlich diese friedliebenden Menschen die sich bei uns in den Gebetsräumen tummeln und von einem islamistischem Machtapparat träumen auch endlich wieder zurück in ihre Heimat(länder).
Oder wollen die uns hier eventuell auch auf friedlichem Wege diese wunderbar reaktionäre Religion aufs Auge drücken.
Amen.
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24.10.2011 13:17 Uhr von verni
 
+3 | -2
 
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In meinen Augen: sind und bleiben die auf ewig von gestern http://newsbote.com/...
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24.10.2011 13:26 Uhr von basusu
 
+3 | -5
 
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besser: Besser als das Christianisten oder Jahudisten an die Macht kommen.
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24.10.2011 17:11 Uhr von zocs
 
+2 | -2
 
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Ich empfehle ausländische Presse: Da steht es z.B. so beschrieben:
http://www.nzz.ch/...

Die Ennahda-Bewegung ist noch gemäßigt ... und sicher nicht schlimmer als ein Karzai ...
Und wenn schon ?!?!?! Die Menschen haben das gewählt, da haben wir uns erst mal rauszuhalten.
Und ausserdem: wer sagt, das die Menschen dort dümmer oder klüger sind als wir ??!?!!? Hier stehen eine christliche und wirtschaftsnahe Partei bei uns in der Regierung !!!
Die verarscht uns, verrät uns und verschachtert unser ganzes Geld .... ist schon schlimm genug.
Was geht uns bei diesen Problemen Tunesien (oder Libyen) an.
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24.10.2011 22:10 Uhr von Again
 
+1 | -3
 
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HateDept: "Wie lautet eigentlich der entsprechende Begriff für fundamentales Christentum???"
Da benutzt man meistens das Wort "Evangelikalismus".

"Wenn es um Fundamentalismus geht, sollte man das auch so benennen."
Tut man ja mit dem Wort "Islamismus" ;-)

"In der Quelle ist übrigens von einer "Islamischen Partei" die Rede!!! "
Weil Islamisten nunmal Muslime sind ;-)
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25.10.2011 17:52 Uhr von basusu
 
+1 | -0
 
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Die Medien: Das Problem der hieisgen Medienbordelle ist doch, dass sie mitlerweile nicht mehr zwischen Islam und "Islamismus" zu unterscheiden wissen. Wenn eine Partei islamische Grundsätze im Parteiprogramm hat, wird sie direkt als islamistisch gebrandmarkt. Die "radikalchristliche" CDU wird seltem als christianistisch oder israelische Terroristen (Begin oder Goldstein zb) niemals als radikal-jahudistisch bezeichnet. Höchstens ultraorthodox, damit ist aber auch die Grenze zum Antisemitismus-Kult medial längst überschritten.

Wie Volker Pispers es sagte:
"Die Medien haben es geschafft Islam mit Islamismus und somit automatisch mit Terrorismus gleichzusetzen."

Stets mutmasslich wohlgemerkt.

http://www.youtube.com/...
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26.10.2011 01:14 Uhr von XFlipX
 
+1 | -1
 
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geschafft Islam mit Islamismus "Die Medien haben es geschafft Islam mit Islamismus und somit automatisch mit Terrorismus gleichzusetzen."

LOL....man hat nur Herrn Erdogan beim Wort genommen...oder wie war das noch...es gibt keinen Islamismus etc... sondern nur den Islam...

"Die "radikalchristliche" CDU wird seltem als christianistisch oder"

LOL..dumpfer gehts nimmer..die CDU fußt auf den freiheitlich demokratischen Grundwerten der BRD oder besser dem dt. GG. Das, was aus dem sogenannten "arabischen Frühling" hervorgeht, hat nichts besseres zutun, als die Scharia einzuführen...

XFlipX
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26.10.2011 18:40 Uhr von basusu
 
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XFlipX: Es gibt keinen wissenschatlichen Nachweis, dass das "westliche System" das beste der Welt bzw. die finale zivilisatorische Errungeschaft sein soll. Verfolgt man aktuell die Finanzkrise/Imperialkriege, so kann man getrost sagen, dass das westliche System, das entgegengesetzte Extrem des Kommunismus und damit genauso zum Scheitern verurteilt ist.

Wenn du schon für "freiheitlich demokratisch" wirbst und dieses so deutlich hervorhebst, solltest du zumindestens die Bedeutung davon kennen!!

Quasi: "Frei von der Mehrheit gewählt!"
Denn nichts anderes ist die Wahl des "arabischen Frühlings". Ob das Ergebnis dir passt oder nicht ist absolut nebensächlich. Eine Akzeptanz OHNE Verleumdung, Denunzierung oder Abwertung ist nicht nur wünschenswert, sondern ein Grundprinzip freier demokratischer Wahl.

Daher sind auch als "islamistisch" genannte Vorverutreilungen, nur weil zb eine Partei islamische Grundsätze im Programm hat, ein Denunzierungsinstrument der Medienhuren. Auch die CDU hat altertümliche und überholte christliche Grundsätze bzw. welche die sie gerne umsetzen würden (Edmund Stoibers Vorschläge zb).

Die türk. AKP zB ist genauso religiös wie die CDU. Dennoch wird die AKP meist als islamistisch oder "gemäßigt islamistisch" (<-wieder so ein Presstituierten-Unwort) bezeichnet.

Die radikale Strömung des Islam nennt man Salafismus
Die radikale Strömung des Judentums nennt man Zionismus
Die radikale Strömung des Christemtums nennt man Evangelikanismus

Darüber hinaus gibt es keinen Islamismus, genausowenig wie es einen Christianismus oder Yahudismus gibt.

Dieses Wortklamüsel, dass seit dem inszenierten Anschlägen des 11.09.2001 salonfähig ist, hat nur das Ziel das Feindbild Islam präsent zu halten.

Wähl-Schafe kann man damit stets beeindrucken, wenn man mal von was "wichtigerem" ablenken möchte.
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26.10.2011 20:42 Uhr von XFlipX
 
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wissenschatlichen Nachweis....LOL: Auch wenn ich W. Churchill für ein riesen Arxxxloch und Kriegsverbrecher halte, so muss ich ihn diesbezüglich sinngemäß wiedergeben. ->>> Ich bin kein Freund der Demokratie, sie ist aber das Beste, was wir derzeit haben....

"Die radikale Strömung des Islam nennt man Salafismus"

Dein Blick/Wissen ist ziemlich verengt....Der Salafismus bzw.Wahhabismus ist eine auf dem sunnitischen Islam fussende Ausformung dessen...P.Scholl-Latour bezeichnet sie als die exzessivste und intoleranteste Ausformung des sunnitische Islam überhaupt...sie ist nur ein Teil dessen, was wir im Westen als Islamismus bezeichnen. Als Islamismus bezeichnet man grob, die Pervertierung des Islam ...z.B. in dem das ganze auch eine politische Agenda bekommt. Das auf der Seite der außenstehenden...inwieweit die politische Komponente des Islam nur ein Pevertierung dessen ist, bleibt den Muslimen selber vorbehalten, dass muss im innerislamischen Dialog geklärt werden, gerade bei den Muslimen im Westen --->>> "Euro-Islam"

"Die radikale Strömung des Judentums nennt man Zionismus"

Der Zionismus ist ein Nationalismus, entstanden als Antwort auf die europ. nationalistischen Bewegungen im 19 Jhr + den steigenden Antisemitismus in diesen Gesellschaften. Da die europ. Juden eben in Europa überall nur in der Diaspora lebten und dort eben nur Minderheiten in den jeweiligen Gesellschaften bildeten, war Herzl´s Idee, die Besinnung auf einen eigenen jüdischen Staat, in dem die Juden nicht mehr die Minderheit bildeten --->Israel.

"Die radikale Strömung des Christemtums nennt man Evangelikanismus"

Das ist zu spezifisch. Einen christlichen Fundamentalisten würde ich als jemanden bezeichnen, der die Bibel bzw. seine Interpretation der Texte, als "die Wahrheit" über alles andere stellt. Und der eine Diskussion über diese Texte/seine Interpretation nicht zulässt etc.....wobei christl. Fundamentalismus nicht zwangsläufig etwas schlechtes bedeuten muss.

"Darüber hinaus gibt es keinen Islamismus"

Kann sein..oder nicht sein...wie gesagt, dass muss im innerislamischen Dialog geklärt werden...sollte der politische Islam...den Islam darstellen....dann hat Europa bzw. die Muslime im Westen ein Problem. --->> Eine Bewegung,Ideologie etc..., die zum Ziel hat, dass bestehende System in Dtl....dt.GG etc. abzuschaffen, ist verfassungsfeindlich und kann als solches verboten werden..

XFlipX

[ nachträglich editiert von XFlipX ]
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28.10.2011 18:01 Uhr von basusu
 
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Eigentor: "wobei christl. Fundamentalismus nicht zwangsläufig etwas schlechtes bedeuten muss."

Aha, und das bestimmmst also du?? Genau das gleiche kann jeder Moslem auch über den islam. Fundementalismus sagen.


"Einen christlichen Fundamentalisten würde ich als jemanden bezeichnen, der die Bibel bzw. seine Interpretation der Texte, als "die Wahrheit" über alles andere stellt. "

Und somit ist jeder gläubige Christ ein "christlicher Fundamentalist". Denn jeder Christ hält die Bibel für das Wort Gottes und somit für die Wahrheit.

Der größte und somit gefährlichste Christianist wäre damit Joseph Ratzinger. Denn er predigt stets, dass die Bibel die einzige Wahrheit ist. Eigentore scheinen deine Stärke zu sein.

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