Bulgarien: Wahlen überschattet von Bestechung der Wähler
In Bulgarien wird am morgigen Sonntag zum ersten Mal nach dem EU-Beitritt des Landes 2007 ein neuer Präsident gewählt. Der Wahlkampf tobt bereits seit Wochen und die Kandidaten versuchen sogar mit Bestechungen an Wählerstimmen zu kommen.
Die als Politologin an der Universität in Sofia tätige Rumjana Kolarowa meinte, dass diese Wahlen ein Test für die Demokratie des Landes seien. Die Präsidentschaftskandidaten äußern auch, dass das Kaufen von Stimmen falsch sei. Lokale Poltiker schrecken aber nicht davor zurück, Stimmen zu kaufen.
In einer Stichprobe wurde bereits bekannt, dass der Preis für eine Stimme in der Provinz bei etwa 15 Euro liegt. In der Großstadt liegt der Preis für eine Stimme durchaus noch höher. Der Kauf von Stimmen soll sich aber wohl hauptsächlich auf den Ausgang kommunaler Wahlen auswirken.