22.10.11 11:37 Uhr
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Parteitag in Erfurt: Die Linke ist für Legalisierung aller Drogen

Die Linke gab nun bekannt, dass sie sich in ihrem neuen Wahlprogramm für die Legalisierung aller Drogen einsetzten will.

Es sollen alle Drogen legalisiert werden, da man nicht mehr zwischen "harten und weichen Drogen" unterscheiden könne, so Frank Tempel.

Seit Freitag wird bei der Linken über ihr erstes Grundsatzprogramm debattiert. Am heutigen Samstag soll eine Endabstimmung stattfinden


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WebReporter: bensemilia
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Droge, Programm, Die Linke, Erfurt, Legalisierung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.10.2011 11:51 Uhr von quade34
 
+13 | -18
 
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nun ja, da die ihnen nachlaufenden Leute unter Umständen klüger werden, ist es sinnvoll sie immer im Rausch zu halten.
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22.10.2011 11:53 Uhr von usambara
 
+26 | -5
 
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seit 10 Jahren ist in Portugal der Konsum auch von harten Drogen straffrei- die Erfahrungen sind positiv.
http://www.heise.de/...
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22.10.2011 11:53 Uhr von Kamimaze
 
+11 | -27
 
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22.10.2011 11:55 Uhr von gamer9991
 
+7 | -6
 
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Die Linke als Partei ist nicht für die legalisierung ALLER Drogen, sondern lediglich die Antragsteller, ob die komplette Linke dafür ist kann man erst heute mittag nach der Abstimmung sagen
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22.10.2011 12:00 Uhr von FrankaFra
 
+11 | -14
 
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es gibt auch keine "harten" und "weichen" Drogen, nur harte und weiche Konsummuster.

Wenn man nebenbei noch ein "normales" Leben führt und es nicht übertreibt, kannst du auch einmal im Monat Heroin rauchen. Das ist ungefährlicher für dein Leben, als jeden Tag mehrere Joints.

Nur ist eben die Frage, ob man wirklich der breiten Masse maßvollen Umgang mit unter Umständen gefährlichen Stoffen unterstellen kann. Und da denke ich, dass es nicht so ist. Denn viele Menschen benutzen Drogen aufgrund einer Verdrängung oder aus einer Suche nach etwas, was ihr Leben aufregender macht (vgl. "Sucht" und "suchen"), und nicht, um zum Feierabend einen Geistes- bzw Kunstkick zu bekommen.

Die berühmten Maler haben fast alle Drogen konsumiert, ebenso Schriftsteller und Regisseure. Diese setzen sich eben nicht vor den Fernseher, sondern schaffen etwas. Und genau das spreche ich dem Großteil der Menschen ab, die es nicht punktuell, sondern dann unter Umständen großflächig einsetzen.
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22.10.2011 12:01 Uhr von nonotz
 
+5 | -8
 
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enjoy your kollabierendes gesundheitssystem
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22.10.2011 12:08 Uhr von quade34
 
+6 | -15
 
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frankafra: Wenn die Menschen damit nicht umgehen können, helfen eben nur Verbote.
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22.10.2011 12:12 Uhr von 4thelement
 
+9 | -5
 
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Top ! Jeder sollte endlich für sich SELBST entscheiden was er machen möchte ! Ob Drogen nehmen ... Spiele ab 18 spielen ( in denen tatsächlich dann auch Blut zu sehen ist ) usw usw. - Nur dann halt Legal :-) Machen tut es doch eh jetzt schon jeder , der es auch will ! Aufklärung statt verbote ! P.s. Ich glaub nicht das nach der Legalisierung von allen Drogen , jeder Teenager anfängt Heroin zu spritzen nur weil er es mal ausprobieren will .....
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22.10.2011 12:34 Uhr von FrankaFra
 
+3 | -11
 
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4thelement: Du musst es ja nichtmal spritzen, rauchen reicht.

Heutzutage gibts legal Kaffee, Alk und Zigaretten... probieren die Jugendlichen auch. Also woher willst du wissen, dass sie sich nicht auch an anderen legalen Substanzen bedienen, die es dort draussen gibt? Und es dann übertreiben... ?

Desweiteren vergisst du: Was tun mit den ganzen Leuten, die es eben übertreiben und dann Pflegefälle werden? Bei Alkohol kriegst du Brechreiz, Heroinüberdosen drücken dich schon eher ins Grab.

Alles legalisieren ist eine schlechte Idee. Der Mensch nimmt, was er kriegt. Durch ein Verbot kriegt er bedeutend weniger, als wenn du dir bei Legalisierung Heroinpacks an der Tankstation kaufen kannst.

Selbstentscheidung macht nur Sinn, wenn man sich auskennt. Der Großteil redet ja immernoch von harten und weichen Drogen, die es numal nicht gibt. Also?
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22.10.2011 13:26 Uhr von fuxxa
 
+1 | -11
 
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22.10.2011 13:33 Uhr von sicness66
 
+13 | -3
 
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Schlechte News und dämliche Kommentare: Mann ist die News schlecht wiedergegeben. Erstmal geht es bei der Entscheidung um das Grundsatzprogramm und nicht das Wahlprogramm. Deshalb ist die Entscheidung auch eine langfristige, und nicht eine, um kurzfristig Stimmen zu holen. Dann hätte man auch mal schreiben können, wer Frank Tempel ist. Und am Samstag wird nicht über das Grundsatzprogramm entschieden sondern nur über den Antrag zur Drogenpolitik.

Zu den Kommentaren: Was habt ihr denn gegen ein kontrolliertes Angebot von Cannabis oder Heroin ? Das ganze wird nicht frei an jeder Ecke zur Verfügung stehen, sondern in Apotheken oder Drogerien verkauft, wo der Staat schön kontrollieren kann, wer was wann und wieviel bekommt. So blöd sind die nicht. Mir scheint, als hätten hier einige Angst, dass dann alle nur noch bekifft rumlaufen würden. Aber bin ich jeden Tag betrunken, nur weil es Alkohol for free gibt ?
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22.10.2011 14:07 Uhr von Polyhymnia
 
+1 | -9
 
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@sicness66: Du bist vllt nicht jeden Tag betrunken, aber viel zu viele. Fakt ist, das die legalisierten Drogen Tabak und Alkohol die schwersten vermeidbaren Belastungen für unsere Krankensystem darstellen und jedes Jahr hunderttausende vorzeitig ins Grab bringen.

Die Masse der Menschen ist halt dumm und auchnoch stolz drauf. Aufklärung ist wichtig, nicht Legalisierung. Prävention anstatt Hemmschwellen senken.
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22.10.2011 14:09 Uhr von FrankaFra
 
+2 | -7
 
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sicness66: "Das ganze wird nicht frei an jeder Ecke zur Verfügung stehen, sondern in Apotheken oder Drogerien verkauft, wo der Staat schön kontrollieren kann, wer was wann und wieviel bekommt."

Ich kaufs und verkaufe es leicht an einen Junkie. Und somit umgehe ich die Kontrolle ohne Probleme und mit Leichtigkeit. Das ist jetzt noch nicht so einfach möglich, da müsste ich schon mit merkwürdigen Leuten reden, um Heroin zu verkaufen.

"Aber bin ich jeden Tag betrunken, nur weil es Alkohol for free gibt ?"

Bei dir bin ich mir nicht ganz sicher ( :P) , aber willst du bestreiten, dass es in Deutschland ein massives Problem mit Alkoholismus gibt?

Nur weil du damit umgehen kannst, können es die anderen noch lange nicht. Check meine obigen Ausführungen.

=)
Wenn du Mittags aufstehst, isst du Frühstück oder Mittag?
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22.10.2011 14:28 Uhr von sicness66
 
+2 | -1
 
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Polyhymnia/FrankaFra: Ich bestreite überhaupt nicht die bestehenden Probleme mit Alkoholismus in unserer Gesellschaft. Ich kenne auch die Zahlen der Toten durch Alkohol.

Ich stimme Polyhymnia völlig zu, dass wir massive Aufklärung dazu brauchen. Dazu gehört für mich auch die ständige Berichterstattung (Oktoberfest) und Werbung für Alkohol als Lifestyle-Produkt einzuschränken.

Ich will jetzt keinen direkten Vergleich mit Tabak ziehen. Aber hier hat es der Gesetzgeber geschafft, ohne komplettes Verbot von Tabak, die Sichtweise auf die Zigarette in den letzten 50 Jahren erheblich zu verändern.

@FrankaFra: Klar kannst du die Sachen für nen Junkie in der Apotheke kaufen, aber das haben wir ja beim Alkohol für unter 18-jährige ja auch. Eine komplette Kontrolle wird man sowieso nie hinbekommen. Aber man muss erstmal den Ansatz finden :) Zum Schluss bleibt dem Staat sowieso nur die Radikalkeule einer massiven Steuererhöhung auf alle Drogen ^^
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22.10.2011 16:37 Uhr von achjiae
 
+7 | -1
 
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Dieses Schwert hat nicht zu 2 Schneiden: @quade34
Damit sie die dinge trotzdem nehmen, aber nebenbei noch kriminalisiert werden?

@BastB
Meinst du so wie bis in die 80er das Pervitin? (Meth)

@Polyhymnia
"Aufklärung ist wichtig, nicht Legalisierung. Prävention anstatt Hemmschwellen senken."
Durch eine ernsthafte Aufklärung werden aber die Hemmschwellen gesenkt, weil eben die meisten Dorgen nicht mal ansatzweise so schlimm sind, wie es uns jeden Tag geprädigt wird. Die einzige Hemmschwelle die gesteigert wird, ist die zu Alkohol, Nikotin, Coffein und sehr viele Medikamente die wir frei in der Apotheke kaufen können oder verschrieben kriegen.


Ich bin der Meinung wir brauchen eine art "Drogenführerschein". Eine intensive Aufklärung, was verschiedene Stoffe mit unseren Körper anstellen und welche Auswirkung das auf unseren psychischen und physischen Zustand haben kann. Erst dann sollten diese Stoffe an Privatpersonen in gewissen Mengen rausgegeben werden. Auch sollten nicht alle gleich ab 16/18 rausgegeben werden. Mit 15 kann jemand i.d.R. problemlos alle paar Tage eine Tüte durchziehen, aber ein Horrortrip auf DMT kann mit einer nicht geringen Warscheinlichkeit bleibende Schäden hinterlassen. Mit 30 und einen gefestigten Leben sieht das wieder ganz anders aus.

[ nachträglich editiert von achjiae ]
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22.10.2011 16:45 Uhr von Kompetenzzentrum
 
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Es ist zwar die Linke, dennoch liegen sie richtig: Interessanterweise ist der Beschluss der Linken seit Jahren
wissenschaftlicher Konsens bei annähernd allen Suchtmittelexperten dieses Planeten. Die Illegalität schafft kriminelle Strukturen - und das mit verheerenden Folgen. Ein Legalitätsstatus - so die Erfahrungen aus Ländern, die liberalere Drogengesetzgebungen haben - lässt hingegen
nicht die Konsumentenquote ansteigen, sondern tendenziell eher fallen (siehe Portugal, Holland, Tschechien)
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30.10.2011 22:14 Uhr von zoc
 
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SCHEISS PRESSE !!!! Diese verdammte drecks Mainstream Presse ...

die kotzen mich an und Ihr glaubts auch noch.
Gerade die Süddeutsche, hat da oft den Hetz-Hut auf und erzählt möglichst viel Blödsinn.

Hier mal der Originaltext aus dem letzten Stand des Parteiprogrammes:
############################################
„Wir wollen eine liberale und aufgeklärte Drogenpolitik in Deutschland. Drogen sind eine Alltagserscheinung. Der Alkoholmissbrauch ist ein gesellschaftliches Problem. Die Unterscheidung in legale und illegalisierte Substanzen ist willkürlich. Der Missbrauch von Drogen kann zu schweren gesundheitlichen, sozialen und materiellen Problemen führen, die durch Kriminalisierung noch weiter verschärft werden. Wir treten daher für eine rationale und humane Drogenpolitik ein, was eine Entkriminalisierung des Drogenkonsums und langfristig eine Legalisierung aller Drogen beinhaltet, das bedeutet die Entkriminalisierung der Abhängigen und die Organisierung von Hilfe und einer legalen, kontrollierten Abgabe von Drogen an diese. Im Grundsatz wollen wir eine Gesellschaft, die nicht auf Strafe und Repression gegen Drogenkonsumentinnen und –konsumenten setzt, sondern die mit Prävention und Aufklärung dem Drogenmissbrauch vorbeugt.“
############################################

So ... und jetzt urteilt selber und beschäftigt Euch damit, was da steht.
Mainstreampresse, egal welcher Ecke, scheint mal wieder zu hetzen und nimmt einen relativ unwichtigen Punkt aus dem Programm um zu hetzen.

In dem Programm, wurden viele wichtige Punkte angesprochen und in eine Richtung gelegt.
Und die hat ganz viel mit Demokratie, sozialer Verantwortung und FÜR den Menschen und das Volk zu tun.

Alles andere ist BULLSHIT !!!
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03.11.2011 10:53 Uhr von SniperRS
 
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@Zeus35: Die Preise werden aber rapide sinken, wenn plötzlich alle Drogen legalisiert werden. Denn dann wird das Zeug erst recht massenhaft in Umlauf gebracht, da man ja alle bisherigen Schmuggelstrukturen lockern oder gar ganz aufgeben kann, wenn man nichts mehr zu befürchten hat, wenn man mit dem Zeug erwischt wird. Und dass so was in einem Land relativ kurzfristig Besserung bringt (10 Jahre sind nicht die Welt), heißt nicht, dass es überall dauerhaft DIE Lösung ist. Harte Drogen sollten zurecht verboten bleiben, sonst könnten wir auch gleich die Arzeimittelkontrollen abschaffen usw. usf.

Zumindest Herstellung, Verbreitung und Verkauf von Drogen muss weiterhin unter Strafe stehen, damit das funktionieren kann.

[ nachträglich editiert von SniperRS ]

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