22.10.11 11:25 Uhr
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Klimawandel: Hockeyschläger-Kurve wieder mal bestätigt

Wissenschaftler haben sich einmal die Kritiken der Klimaskeptiker zu Herzen genommen und unter Berücksichtigung einiger strittiger Punkte erneut die von Messstationen gesammelten Daten analysiert. Wieder ergibt sich das gewohnte Bild: Es wurde an Land seit den 1950ern um 1 Grad Celsius wärmer.

Bei der Studie, bei der fünfmal mehr Daten benutzt wurden als bei früheren Studien, wurden explizit Effekte des Stadtklimas, die Qualität der Messstationen und deren Auswahl berücksichtigt. Die Forscher zeigten sich durchaus überrascht davon, wie gut die Ergebnisse frühere Studien bestätigen.

Interessant ist, dass ein Drittel der Messstationen ein Abkühlung verzeichneten, allerdings zeigte der Rest eine Erwärmung. Die Erwärmung der Ozeane, die geringer ausfallen dürfte, wurde nicht berücksichtigt. Gemittelt bleibt trotzdem eine Erwärmung von etwa 0.66 Grad Celsius in den letzten 50 Jahren.


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WebReporter: Again
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Klimawandel, Temperatur, Erwärmung, Kurve
Quelle: www.sciencedaily.com

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.10.2011 11:25 Uhr von Again
 
+5 | -4
 
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Hier gibts einen Link zur Studie: http://www.berkeleyearth.org/...

[ nachträglich editiert von Again ]
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22.10.2011 12:22 Uhr von nyquois
 
+17 | -12
 
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Das macht also Durchschnittlich eine Erwärmung von 0,0132°C pro Jahr. Was zum Teufel ist daran dramatisch? War vor ein, zwei Jahren nicht noch die Rede vom 0,5 Grad pro Jahr?
Dass 0,01°C eine gefährliche Entwicklung sind, können die jemand anderem erzählen...
Edit: Außerdem ist es bewiesen, dass die ursprüngliche Hockeystick-Kurve eine Fälschung war. Darum sollte man bei sowas besonders vorsichtig sein.

[ nachträglich editiert von nyquois ]
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22.10.2011 12:26 Uhr von Again
 
+7 | -10
 
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nyquois: "War vor ein, zwei Jahren nicht noch die Rede vom 0,5 Grad pro Jahr?"
Nein. Eher von 2-7 °C über die nächsten Hundert Jahre.

"Dass 0,01°C eine gefährliche Entwicklung sind, können die jemand anderem erzählen.."
^^ Muss ja nicht so bleiben.
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22.10.2011 13:42 Uhr von Facemeltor
 
+17 | -4
 
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jeder trottel weiß: doch dass es wärmer wurde. Die Frage dabei war doch von Anfang an immer nur ob dies auf natürlichem oder von Menschen verursachten Weg geschieht. In wie fern wurde hier auch nur irgendetwas berücksichtigt?
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22.10.2011 13:59 Uhr von arbeitsloser1
 
+16 | -4
 
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wer sich schonmal genauer angucken konnte, WO solche messstationen stehen, wird sich an en kopf fassen.

z.b. in der arktis steht seit 1950 eine, und rundherum ist jetz eine kleine stadt entstanden bzw. aus dem dorf von früher eine stadt.

is doch klar, dass die station jetz höhere werte meldet....
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22.10.2011 14:15 Uhr von Polyhymnia
 
+6 | -5
 
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Erderwärmung so oder so Teil eines großen Problems: Das richtig dicke Problem ist, das für alle Nutzpflanzen die Faustformel gilt: 1°C wärmer als Optimum = 10% weniger Ertrag. Zudem werden in den nächsten 50 Jahren die billig abzubauenden Phosphorvorräte erschöpft sein und Dünger somit teurer werden.

Kombiniere diese Fakten mit der steigenden Erdbevölkerung und wir sehen uns einer gewaltigen Hungerkatastrophe entgegen, die potentiell ganze Kontinente niedergehen lassen kann.

Ob das Klima vom Menschen verusacht wird oder nicht ist ohnehin egal, denn selbst wenn machen China, Indien und USA was sie wollen. Das beste was alle Staaten tun können ist also sich so oder so auf den Klimawandel einzustellen (zB. Gentechnisch das Wärmeoptimum der Nutzpflanzen erhöhen, den natürlichen Phosphorkreislauf besser abfangen, Erdbevölkerung begrenzen).
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22.10.2011 15:43 Uhr von Gorli
 
+4 | -4
 
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@1984: Das Problem ist nicht, was momentan passiert. Dass die Nordostpassage seit 2008 im Sommer eisfrei ist ist sogar super. Und dass die Sahara und die Gobi jedes Jahr um die Fläche von Saarland wächst ist jetzt auch nicht weiter katastrophal.

Die Frage ist nur: Was passiert wenn wir nicht nur 0,5°C wie bisher sonder vielleicht 1°, 2° oder 4° C Erderwärmung haben. Ich möchte fast meinen, dass zuminest die Küstenstädte New Orleans und Singapur in den nächsten 30 Jahren ein ernstes Problem bekommen, die liegen nämlich schon heute teils unter dem Meeresspiegel.
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22.10.2011 15:47 Uhr von Again
 
+1 | -2
 
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arbeitsloser1: "wer sich schonmal genauer angucken konnte, WO solche messstationen stehen, wird sich an en kopf fassen."
Bei der Studie, bei der fünfmal mehr Daten benutzt wurden als bei früheren Studien, wurden explizit Effekte des Stadtklimas, die Qualität der Messstationen und deren Auswahl berücksichtigt.

@Facemeltor:
Der Hockeystick wurde exterm oft kritisiert. Für genauere Infos würd ich einfach mal den Link anklicken den ich gepostet habe. Da findet man wahrscheinlich alles ;-)
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22.10.2011 15:51 Uhr von Again
 
+2 | -4
 
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1984: "ihr wisst schon warum sie euch immer nur wetterdaten der letzten paar jahrzehnte zeigen und nie die völlige entwicklung des klimas der vergangenen jahrtausende die ein klares muster zeigen"
Wer zeigt die Daten denn nicht? Die Kurven kann man einfach googeln. Aber je länger man die Zeitskala macht, desto weniger detailliert kann man dann halt den relevanten Zeitraum zeigen.

"und sogar beweisen das es im mittelalter und in der antike weitaus wärmer war und all das ohne autos :D "
Boah ey ^^
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22.10.2011 16:23 Uhr von certicek
 
+4 | -1
 
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"Als Grönland noch grün war"

http://www.welt.de/...
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22.10.2011 16:51 Uhr von Again
 
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nyquois: Gerade dein Edit gelesen. Wer hat den bitte bewiesen, dass die Kurve eine Fälschung ist?
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22.10.2011 16:58 Uhr von cheetah181
 
+2 | -3
 
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certicek: "Gleichwohl widerspricht die Studie nicht der Theorie vom menschengemachten Treibhauseffekt. Die Zunahme von Kohlendioxid und anderer Abgase kann nach Meinung der meisten Klimaforscher die Temperaturen in den nächsten Jahrzehnten weiter ansteigen lassen. Für die mittelalterliche Hitze hingegen könnte eine stärker strahlende Sonne verantwortlich gewesen sein, meint Jörg Negendank vom Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ)."

http://www.funnypics.za.net/...
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22.10.2011 18:48 Uhr von JensGibolde
 
+1 | -0
 
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Hockeyschläger-Kurve? was soll das sein? sollte man vielleicht in der news erklären!

edith:
beim überfliegen der quelle hab ich auch nix von hockeyschläger-kurve gefunden, also was hat das überhaupt in der überschrift verloren? hab ich was übersehen?

[ nachträglich editiert von JensGibolde ]
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23.10.2011 11:39 Uhr von Again
 
+0 | -1
 
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1984: Forscher sehen das anders ;-)
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25.10.2011 13:23 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+1 | -0
 
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@JensGibolde: Das war wohl ein wenig auf meine zuvor geposteten Kommentare gemünzt.

Ich hatte immer wieder geschrieben: "Wo ist die Hockeyschläger-Kurve?"

Es ging mir darum, diese mit großem Propaganda-Aufwand in die Köpfe der Bevölkerung indoktrinierte "Hockeyschläger-Kurve" von Michael Mann zu mehr Transparenz zu führen, da sich aufgrund von Climategate herausgestellt hatte, daß die Datenlage eben nicht so transparent war, wie die Propaganda den Anschein gab.

Aufgrund der "Hockeyschläger-Kurve" sind politische Entscheidungen gefällt worden, die vor allem durch Ängste entstanden sind, den richtigen Zeitpunkt einer "Energiewende" zu verpassen. Diese Ängste haben aber dazu geführt, daß Entscheidungen vor allem durch Hinterzimmer-Zirkel initiiert worden sind, ohne daß eine breite Wissensbasis über das Wetter- und Klimageschehen entstehen konnte.

Wie die Geschichte um die Glühbirne gezeigt hat, ging es vor allem um die privatwirtschaftliche Instrumentalisierung öffentlich-rechtlicher Belange - sprich: es ging um neue Märkte, die zwangsweise jedem aufgedrückt werden sollen.

Da die "Hockeyschläger-Kurve" quasi die Basis des Weltuntergangsszenarios gibt, ist es natürlich von größtem Interesse, wie diese "Hockeyschläger-Kurve" zustande kommt. Die "Hockeyschläger-Kurve" ist der Durchschnitt der Temperaturverläufe der verschiedensten Messstationen weltweit.

Aus meiner Sicht muß eine geographische Karte her, die zeigt, wo sich diese Messstationen jeweils befinden. Es muß geklärt sein, wie sie überwacht werden, damit keine gefälschten Daten entstehen. Und es muß objektiviert werden, warum und inwieweit diese Stationen jeweils einen repräsentativen Ausschnitt ihrer Region geben.

Es gibt Wettermodelle, bei denen man die Erde mit einem Raster überzieht und dann jeweils den Wetterverlauf in den einzelnen Zellen untersucht. Dabei kann durch Mikrowettergeschehen das Wetter in größeren geographischen Räumen völlig umschlagen. Also - man ist in der WETTERforschung noch nicht so weit, genaue Wettervorhersagen zu tätigen.

Beim Klimageschehen spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle. Wie ein Naturwissenschaftler der Gutenberg-Universität Mainz meinte, kann CO² nur bis zu einem gewissen Maße Energie aufnehmen, um sie zu speichern. Es gibt demzufolge Grenzen des Treibhauseffekts.

Hinzu kommt, daß die Sonne und ihre Rolle auf das Klima in der Diskussion nicht berücksichtigt wird.

Durch ständige Wiederholung von irgendwelchen Behauptungen betreibt man autogenes Training. Viel überzeugender - und damit den Glauben fördernd - sind doch harte Fakten, deren Ursprung man feststellen kann.

Das könnte eben auch das Experimentieren mit künstlich erzeugten Atmosphären in abgeschlossenen Räumen sein, die die Erdatmosphäre simulieren würden.

Besonders stutzig macht, wenn der IPCC die Diskussion für beendet erklärt. Warum eigentlich? Damit spricht er sich ja gegen alle Prinzipien der Wissenschaft aus.

Eine solche Vorgehensweise kann nur mit politischen Hintergründen erklärt werden. In der Politik ist es schon eher verbreitet, irgendetwas für beendet zu erklären - jedenfalls eine Zeitlang.
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25.10.2011 23:56 Uhr von Again
 
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Sag_mir_Quando_sag: "in die Köpfe der Bevölkerung indoktrinierte "Hockeyschläger-Kurve" von Michael Mann zu mehr Transparenz zu führen, da sich aufgrund von Climategate herausgestellt hatte, daß die Datenlage eben nicht so transparent war, wie die Propaganda den Anschein gab. "
Die Daten gibt es zum Download.

" Wie ein Naturwissenschaftler der Gutenberg-Universität Mainz meinte, kann CO² nur bis zu einem gewissen Maße Energie aufnehmen, um sie zu speichern."
Korrekt! Aber was macht CO2 mit der aufgenommenen Energie? Sie wird abgegeben! Zu was führt das? Zu einer Erwärmung.

"Hinzu kommt, daß die Sonne und ihre Rolle auf das Klima in der Diskussion nicht berücksichtigt wird."
Doch. Der Punkt ist hier, dass die Sonne die Erwärmung nicht erklären kann.

"Durch ständige Wiederholung von irgendwelchen Behauptungen betreibt man autogenes Training. "
Und was ist das permanente ignorieren der Daten, die frei zugänglich sind? Was ist mit der Tatsache, dass der Hockeystick von mittlerweile genug anderen Gruppen bestätigt wurde?

"Das könnte eben auch das Experimentieren mit künstlich erzeugten Atmosphären in abgeschlossenen Räumen sein, die die Erdatmosphäre simulieren würden."
^^ Immer noch nicht verstanden? Wie will man denn zb die Gravitation simulieren?

"Besonders stutzig macht, wenn der IPCC die Diskussion für beendet erklärt. Warum eigentlich?"
Weil man sich extrem polemischen Gegnern gegenübersieht und wohl keine Lust mehr hat. Es diskutiert auch keiner ernsthaft mit ID-Anhängern, weil der Konsens zu breit ist. Wenn ich mich an eine Uni stelle und schreie, dass die Energieerhaltung nicht gilt, zeigt man mir den Vogel, aber diskutiert nicht mit mir.

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