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Paris ausgespielt: Silvio Berlusconi italienisiert EZB-Direktorium

Mit der überraschenden Ernennung Ignazio Viscos als neuen Notenbankchef Italiens düpiert Silvio Berlusconi die Regierung in Paris. Auf diese Weise sind künftig zwei der sechs Direktoriums-Mitglieder Italiener, aber - nach dem Abgang Jean-Claude Trichets - keines mehr Franzose.

Damit bricht Silvio Berlusconi interne Absprachen mit Paris, nach der Rom als Gegenleistung für die französische Unterstützung Mario Draghis, Platz für ein französisches Mitglieds im sechsköpfigen EZB-Direktorium hätte schaffen sollen.

Bislang wurde erwartet, dass das favorisierte Direktoriums-Mitglied Lorenzo Bini Smaghi aus der EZB-Spitze abberufen werden wird, um Chef der italienischen Notenbank zu werden und dadurch einen französischen Nachrücker zu ermöglichen. Beobachter befürchten nun einen Streit zwischen Paris und Rom.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Frankreich, Silvio Berlusconi, EZB, Direktor
Quelle: www.ftd.de

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