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Sind befristete Arbeitsverträge Fluch oder Segen?

Manche Menschen sehen sie als positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, manche meinen, sie machen krank: Befristete Arbeitsverträge. Die Zahl derjenigen, die nur auf bestimmte Zeit beschäftigt werden, steigt. Jeder zweite Arbeitsvertrag, der heute geschlossen wird, ist befristet, sagen Schätzungen.

Für manche sind sie ein Segen. Man ist ungebunden, kann flexibel sein Arbeitsfeld dem Lebensstil anpassen. Außerdem, so die Befürworter, könne man so immer neue Herausforderungen in seinem Arbeitsleben eingehen und meistern.

Gegner hingegen sind der Meinung, Befristung würde krank machen. Vor allem Menschen unter 35 sind betroffen und würden stark unter Existenzangst und Unsicherheit leiden. Außerdem würden sie Gefahr laufen, trotz übermäßiger Anstrengung doch nicht in der Firma verbleiben zu können.


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WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Fluch, Segen, Zeitvertrag
Quelle: www.zeit.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.10.2011 13:07 Uhr von FrankaFra
 
+13 | -3
 
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In der Hoffnung auf einen sicheren Arbeitsplatz, in der vagen Aussicht auf eine spätere Übernahme, legen sich die befristet Beschäftigten ins Zeug. Aber nur jeder Zweite wird tatsächlich übernommen. Wer dieses Glück nicht hat, steht wieder auf der Straße, und die Jobsuche beginnt von vorn. Aus Leidenschaft und Engagement können dann Burnout und Depressionen werden.
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21.10.2011 13:20 Uhr von BoscoBender
 
+13 | -0
 
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Fluch Ist hart wenn man 3 jahre fuer ein betrieb arbeitet und sich alles notwendige angeeignet hat und grosse ideen und vorstellung hat und am ende heisst es sorry...
Das ist etwas was die gesellschafft zu depressionen treibt weil man sich dann nutzlos fühlt und nicht gebraucht.
Aus solchen menschen die auf diese weise gebrochen werden sind gefährlich ...
Jeder hat einen sicheren arbeitsplatz verdient aber lieber multi millarden in länder investieren die seit 15 jahren Deutschland und Frankreich auf jegliche art verarschen...
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21.10.2011 13:31 Uhr von meks3478
 
+8 | -0
 
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In DE ist es Verboten jemden 3 Jahre mit befristung einzustellen. Nach 2 Jahren muss ein unbefristeter Arbeitsvertrag angeboten werden.
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21.10.2011 14:10 Uhr von Privatdozent
 
+8 | -1
 
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Leiharbeiter sind die Sklaven der Neuzeit: Sie haben kaum Rechte aber müssen jede Drecksarbeit verrichten und sich stets unterordnen. Menschen zweiter Klasse eben.
Leiharbeiter waren für Firmen gedacht deren Auftragslage so gut ist das sie mit der Stamm allein die Arbeit nicht mehr schaffen. Heutzutage sind die Leiharbeiter eben Sklaven auf Abruf die für einen Hungerlohn arbeiten müssen und die man bestellen kann wann man will und die man auch ohne Angabe von Gründen wieder wegschicken kann. Es sind eben die Menschen die schlecht verdienen und körperlich hart arbeiten müssen auf dessen Rücken der Wohlstand dieses Landes gewahrt bleibt. Gerecht wäre es wenn Leiharbeiter einen 10 - 15 % höheren Lohn als die Stamm bekommen würden.
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21.10.2011 14:32 Uhr von Seyhanovic
 
+2 | -5
 
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Alles: im Leben hat seine Vor-und Nachteile
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21.10.2011 16:10 Uhr von Rob550
 
+2 | -0
 
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Reine Verarsche diese befristeten Verträge: "Man ist ungebunden, kann flexibel sein Arbeitsfeld dem Lebensstil anpassen."

Die Aussage trifft eher für den Arbeitgeber als für den -nehmer zu. Man kann genauso eine befristete wie eine unbefristete Stelle kündigen. Man muss halt nur die Kündigungsfristen einhalten.

@ Privatdozent
es geht hier nicht um Leiharbeit sondern um befristete Arbeitsverträge. Du hast zwar recht, aber Thema verfehlt (deshalb das Minus von mir ;) )
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21.10.2011 19:05 Uhr von HeiligerSchnitter
 
+1 | -0
 
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Ungebunden und flexibel? Nuja, kann man so sehen.
Dieser Herr Politikwissenschaftler aus der Quelle (34 Jahre) hat bisher wohl echt Glück bei seiner Jobsuche gehabt. Oder ordentlich "Vitamin B". Kommt dem aber nicht mal der Gedanke, dass nach den 1,5 Jahren im befristeten Arbeitsverhältnis (Arbeitsvermittler bei der AA scheint ein toller, gut bezahlter Job zu sein ;) ) doch mal mit einigen Jahren Arbeitslosigkeit enden kann? Und nach der Arbeitslosigkeit geht´s dann weiter mit befristeten Verträgen: Von einer Zeitarbeitsfirma zur nächsten. Für 7,60€ die Stunde. Aber ihm gefällt´s ja. Man ist da ja flexibel. Und die Ungebundenheit lernt man bei Zeitarbeitsfirmen sehr schnell kennen.
Aber diese Stellen wurden ihm ja von seinen alten "Kollegen" angeboten, kann ja nur gut sein ;)

Oder aber er hat eh schon genug Geld auf dem Konto und braucht sich zumindest finanziell keine Sorgen machen.
Ansonsten ist er ein armes Schwein, wie sehr viele heute in unserem Land. Aber ihm gefällt´s ja so.

Ich mein, was kann man mit einem befristeten Arbeitsverhältnis nach dem anderen (sollte man denn das Glück haben, lückenlos die Arbeitsstellen wechseln zu können) denn schon planen? Ein Eigenheim vielleicht? Die Bank will ich sehen, die jemandem, der in einem befristeten Arbeitsverhältnis steht, einen Kredit von 80.000€ aufwärts gewährt.
Oder eine Familie gründen? Mit der Aussicht, dass man in einem Jahr evtl. keine Arbeitsstelle mehr hat?
Oder mal etwas kleiner gegriffen: Die Überlegung, anstelle der 800€, die man jährlich wegen diversen Reparaturen in seinen alten PKW stecken muss, mal einen neuen Wagen zu kaufen.

Rein befristete Arbeitsverhältnisse ohne Aussicht auf Festanstellung sind ein Fluch...

[ nachträglich editiert von HeiligerSchnitter ]
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22.10.2011 12:42 Uhr von CoffeMaker
 
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