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21.10.11 13:07 Uhr
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Sind befristete Arbeitsverträge Fluch oder Segen?

Manche Menschen sehen sie als positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, manche meinen, sie machen krank: Befristete Arbeitsverträge. Die Zahl derjenigen, die nur auf bestimmte Zeit beschäftigt werden, steigt. Jeder zweite Arbeitsvertrag, der heute geschlossen wird, ist befristet, sagen Schätzungen.

Für manche sind sie ein Segen. Man ist ungebunden, kann flexibel sein Arbeitsfeld dem Lebensstil anpassen. Außerdem, so die Befürworter, könne man so immer neue Herausforderungen in seinem Arbeitsleben eingehen und meistern.

Gegner hingegen sind der Meinung, Befristung würde krank machen. Vor allem Menschen unter 35 sind betroffen und würden stark unter Existenzangst und Unsicherheit leiden. Außerdem würden sie Gefahr laufen, trotz übermäßiger Anstrengung doch nicht in der Firma verbleiben zu können.


WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Wirtschaft / Arbeitsmarkt
Schlagworte: Arbeit, Fluch, Segen, Zeitvertrag
Quelle: www.zeit.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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In der Hoffnung auf einen sicheren Arbeitsplatz, in der vagen Aussicht auf eine spätere Übernahme, legen sich die befristet Beschäftigten ins Zeug. Aber nur jeder Zweite wird tatsächlich übernommen. Wer dieses Glück nicht hat, steht wieder auf der Straße, und die Jobsuche beginnt von vorn. Aus Leidenschaft und Engagement können dann Burnout und Depressionen werden.
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Fluch...   
 
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21.10.2011 13:20 Uhr von BoscoBender
Ist hart wenn man 3 jahre fuer ein betrieb arbeitet und sich alles notwendige angeeignet hat und grosse ideen und vorstellung hat und am ende heisst es sorry...
Das ist etwas was die gesellschafft zu depressionen treibt weil man sich dann nutzlos fühlt und nicht gebraucht.
Aus solchen menschen die auf diese weise gebrochen werden sind gefährlich ...
Jeder hat einen sicheren arbeitsplatz verdient aber lieber multi millarden in länder investieren die seit 15 jahren Deutschland und Frankreich auf jegliche art verarschen...
Kommentar ansehen In DE...   
 
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21.10.2011 13:31 Uhr von meks3478
...ist es Verboten jemden 3 Jahre mit befristung einzustellen. Nach 2 Jahren muss ein unbefristeter Arbeitsvertrag angeboten werden.
Kommentar ansehen für Arbeitnehmer wohl eher Fluch   
 
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21.10.2011 13:32 Uhr von ImmerNurIch
Was viele vergessen ist, dass es schon vor 30/40 Jahren Zeitarbeitsfirmen gab und dass auch dort zumeist Individualisten
"Man ist ungebunden, kann flexibel sein Arbeitsfeld dem Lebensstil anpassen"
tätig waren. Mein Bruder hat dies damals nach seiner Lehre gewählt und war dort fast ein Jahrzehnt aktiv.
ABER -- damals verdiente der Zeit-/Leiharbeitnehmer teilweise mehr, als der Normalangestellt des Betriebs, wo er eingesetzzt wurde.
Heute ist Zeitarbeit/Leiharbeit wohl eher nur selten in der Bezahlung so attraktiv, dass es zur Zufriedenheit des Arbeitnehmers reicht.
Kommentar ansehen Leiharbeiter sind die Sklaven der Neuzeit   
 
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21.10.2011 14:10 Uhr von Privatdozent
Sie haben kaum Rechte aber müssen jede Drecksarbeit verrichten und sich stets unterordnen. Menschen zweiter Klasse eben.
Leiharbeiter waren für Firmen gedacht deren Auftragslage so gut ist das sie mit der Stamm allein die Arbeit nicht mehr schaffen. Heutzutage sind die Leiharbeiter eben Sklaven auf Abruf die für einen Hungerlohn arbeiten müssen und die man bestellen kann wann man will und die man auch ohne Angabe von Gründen wieder wegschicken kann. Es sind eben die Menschen die schlecht verdienen und körperlich hart arbeiten müssen auf dessen Rücken der Wohlstand dieses Landes gewahrt bleibt. Gerecht wäre es wenn Leiharbeiter einen 10 - 15 % höheren Lohn als die Stamm bekommen würden.
Kommentar ansehen Alles   
 
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21.10.2011 14:32 Uhr von Seyhanovic
im Leben hat seine Vor-und Nachteile
Kommentar ansehen So so, Flexibilität...   
 
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21.10.2011 15:02 Uhr von WegMitFerkel
"Man ist ungebunden, kann flexibel sein Arbeitsfeld dem Lebensstil anpassen."

Und das geht mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag nicht oder wie? So weit ich mich erinnern kann, habe ich selbst schon mehrfach mit einem UNbefristeten Arbeitsvertrag die Firma gewechselt. Ich kann mich nicht erinnern, dass das jemals ein Problem war. Im Gegenteil. Mit der Sicherheit, dass man nicht unter Zugzwang steht, kann man sich in Ruhe um eine neue Herausforderung bemühen und muss nicht jeden Mist annehmen, weil man sonst bald auf der Straße sitzt. Der Unterschied für den Arbeitnehmer ist, dass jeder mit einem unbefristeten Vertrag selbst entscheiden kann, ob er eher sesshaft werden möchte oder öfter mal was Neues ausprobiert.

Für den Betrieb mag das natürlich flexibler sein, wenn er weiß, dass seine Mitarbeiter regelmäßig gegangen werden können ohne große Schwierigkeiten. Ob sich die Unternehmen damit einen großen Gefallen tun, wenn sie nur Mitarbeiter angestellt haben, die mit der Ungewissheit leben, ob sie in naher Zukunft überhaupt noch für diesen Betrieb arbeiten werden, wage ich doch mal zu bezweifeln. Man kann es sich schön reden und viele Chefs denken wahrscheinlich, dass die Mitarbeiter sich dann erst recht reinknien. Aber die Wahrheit sieht wohl eher so aus, dass sich die Mehrheit passiv bis demotiviert fühlt und verhält - was ich verständlich finde. Und Familie oder Hausbau kann man so ohnehin vergessen.
Kommentar ansehen Reine Verarsche diese befristeten Verträge   
 
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21.10.2011 16:10 Uhr von Rob550
"Man ist ungebunden, kann flexibel sein Arbeitsfeld dem Lebensstil anpassen."

Die Aussage trifft eher für den Arbeitgeber als für den -nehmer zu. Man kann genauso eine befristete wie eine unbefristete Stelle kündigen. Man muss halt nur die Kündigungsfristen einhalten.

@ Privatdozent
es geht hier nicht um Leiharbeit sondern um befristete Arbeitsverträge. Du hast zwar recht, aber Thema verfehlt (deshalb das Minus von mir ;) )
Kommentar ansehen Ungebunden und flexibel?   
 
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21.10.2011 19:05 Uhr von HeiligerSchnitter
Nuja, kann man so sehen.
Dieser Herr Politikwissenschaftler aus der Quelle (34 Jahre) hat bisher wohl echt Glück bei seiner Jobsuche gehabt. Oder ordentlich "Vitamin B". Kommt dem aber nicht mal der Gedanke, dass nach den 1,5 Jahren im befristeten Arbeitsverhältnis (Arbeitsvermittler bei der AA scheint ein toller, gut bezahlter Job zu sein ;) ) doch mal mit einigen Jahren Arbeitslosigkeit enden kann? Und nach der Arbeitslosigkeit geht´s dann weiter mit befristeten Verträgen: Von einer Zeitarbeitsfirma zur nächsten. Für 7,60€ die Stunde. Aber ihm gefällt´s ja. Man ist da ja flexibel. Und die Ungebundenheit lernt man bei Zeitarbeitsfirmen sehr schnell kennen.
Aber diese Stellen wurden ihm ja von seinen alten "Kollegen" angeboten, kann ja nur gut sein ;)

Oder aber er hat eh schon genug Geld auf dem Konto und braucht sich zumindest finanziell keine Sorgen machen.
Ansonsten ist er ein armes Schwein, wie sehr viele heute in unserem Land. Aber ihm gefällt´s ja so.

Ich mein, was kann man mit einem befristeten Arbeitsverhältnis nach dem anderen (sollte man denn das Glück haben, lückenlos die Arbeitsstellen wechseln zu können) denn schon planen? Ein Eigenheim vielleicht? Die Bank will ich sehen, die jemandem, der in einem befristeten Arbeitsverhältnis steht, einen Kredit von 80.000€ aufwärts gewährt.
Oder eine Familie gründen? Mit der Aussicht, dass man in einem Jahr evtl. keine Arbeitsstelle mehr hat?
Oder mal etwas kleiner gegriffen: Die Überlegung, anstelle der 800€, die man jährlich wegen diversen Reparaturen in seinen alten PKW stecken muss, mal einen neuen Wagen zu kaufen.

Rein befristete Arbeitsverhältnisse ohne Aussicht auf Festanstellung sind ein Fluch...

[ nachträglich editiert von HeiligerSchnitter ]
Kommentar ansehen @ meks   
 
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21.10.2011 21:38 Uhr von Terrorstorm
So geschehen bei einem Mieter von uns. Angestellter im Pflegeheim, extra wegen der Stelle hier her gezogen. Jetzt in der nächsten Zeit sind seine 2 Jahre rum und die Kündigung hat er dann prompt erhalten. Wir dann natürlich im Anschluss die Kündigung der Wohnung, er muss wieder zurückziehen.

Soviel zum Thema die suchen "Fachkräfte". Dieses elendige Mistpack mit seinen Gelddruckfabriken (Pflegeheime / Altenheime / ect.). Und die Masche ist nicht neu in dem betreffenden Objekt hier. Das wird gängie Praxis sein - und da auch nur irgendwelche "Vorteile" reinzuinterpretieren finde ich widerlich.

PS: mit dem reininterpretieren spreche ich nicht mehr dich an, mecks, sondern die Quelle oben. Nicht, dass das falsch rüberkommt.

[ nachträglich editiert von Terrorstorm ]
Kommentar ansehen ....   
 
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22.10.2011 12:42 Uhr von CoffeMaker
@Terrorstorm das kann überall passieren. Ich bin auch schon bereits 3 mal umgezogen wegen Arbeit. Ein viertes mal wirds für mich nicht geben. Ich bin kein Arbeitsnomade.

Zeitverträge haben schon einen Vorteil zu unbefristeten Verträgen. Zeitverträge sind einzuhalten während Unbefristete jederzeit gekündigt werden können wenn die Firma zb. Personalbestand abspecken muss.
Man muss nur finanziell etwas anders leben, also Keine Kredite aufnehmen die länger sind als der Arbeitsvertrag und auch so sich nichts aufbürden was man bei bevorstehender Arbeitslosigkeit nicht halten kann.
Kommentar ansehen Für die Demographie sind sie eher Fluch als Segen.   
 
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22.10.2011 13:16 Uhr von Mordo
Wer will sich denn mit einem befristeten Arbeitsvertrag Kinder antun? Das gäbe dem Sachbearbeiter bei der Agentur ein unnötiges, weil vermeidbares, Druckmittel in die Hand. Ungefähr so wie im Action-B-Movie, wenn der Schurke zum Helden sagt:

"Drück nicht auf den großen roten Knopf. Dann startet ein 60-sekündiger Countdown, an dessen Ende die Raumstation explodiert."

[/Zynismus]
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23.10.2011 18:40 Uhr von indi1234
Ansicht nach verhindern befristete Arbeitsverträge eine langfristige Lebensplanung, weil Arbeitnehmer, je älter sie werden, nicht mit einer neuen Arbeitsstelle rechnen können.

Aber was gehen uns die Arbeitnehmer an, solange es der Wirtschaft gut geht.

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