Mediziner beweisen: Schon vor 5.000 Jahren gab es Operationen am Schädel
Mediziner der Universitätskliniken in Rostock fanden heraus, dass Menschen vor 4.900 Jahren schon am Schädel operiert wurden und das überlebten. Dies wiesen sie anhand des im Jahre 2007 in Mecklenburg-Vorpommern gefundenen Steinzeitmenschen, dem "Müritz-Ötzi" nach.
Er wurde am Schädel operiert und überlebte dies noch um Wochen oder Monate. "Die Erkenntnisse zeigen, dass bereits in der Jungsteinzeit relativ ausgefeilte Operationstechniken existierten", so Landesarchäologe Detlef Jantzen. Wie die Menschen damals betäubt wurden, ist unklar.
Operiert wurde mit Feuersteinen mit denen geschabt und geschnitten wurde. Der "Müritz-Ötzi" ist der siebte gefundene Schädel der operiert wurde. Er hatte zwei Löcher im Schädel und durch den Selbstheilungsprozess an den Schnittstellen kann man nachweisen, dass er die Operation überlebte.