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Dessau: Unternehmen will Angestellten Arbeitsverträge mit 48 Stunden Arbeitszeit aufzwingen

Die rumänischen Eigentümer der Fahrzeugtechnik Dessau CTF GmbH haben alle Arbeitsverträge der Arbeiter und Angestellten der Firma für ungültig erklärt und wollen ihnen neue Verträge mit wesentlich schlechteren Konditionen aufzwingen.

So soll die Wochenarbeitszeit von derzeit 38 Stunden auf 48 Stunden angehoben werden, zudem soll der Urlaub von 30 auf 24 Tage pro Jahr verringert werden. Ein festes Gehalt soll es auch nicht mehr geben, dies soll nur gezahlt werden, wenn die Firma die Ziele erreicht.

Die Angestellten und die Gewerkschaft IG Metall sind entsetzt über das Vorgehen des rumänischen Eigentümers der Firma, es werden entsprechende Kündigungsschutzklagen vorbereitet. Selbst ein Anwalt der Firma zeigte sich überrascht von diesem Vorgehen.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Technik, Fahrzeug, Arbeitgeber, Arbeitszeit, Dessau
Quelle: www.mz-web.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.10.2011 10:03 Uhr von Kamimaze
 
+67 | -5
 
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Ich hoffe, dass die Arbeitsgerichte diesen Wildwest-Manieren Einhalt gebieten, wir sind hier schließlich nicht in Rumänien oder gar China!
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20.10.2011 10:19 Uhr von Klassenfeind
 
+54 | -9
 
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Tschaja In Deutschland sind Arbeitnehmer halt Freiwild, nicht nur für Arbeitgeber sondern auch für die Arge....Arbeitnehmer müssen gefordert werden..

Ironie / Sarkasmus aus
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20.10.2011 10:30 Uhr von vmaxxer
 
+46 | -0
 
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Tja: Da haben sich die Rumänischen Eigentümer wohl nicht mit den örtlichen Gepflogenheiten beschäfftigt. Dachte wohl das es hier genauso wie zu Hause ist.

Ist damals selbst einen Finnen passiert der von Nokia als Chef im Werk Bochum eingesetzt wurde ("Wie? Kündigungsfrist? Sozialplan??)
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20.10.2011 10:31 Uhr von JesusSchmidt
 
+11 | -16
 
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die 48 stunden sind aber nicht sooo ungewöhnlich. normalerweise steht halt was von unvergüteten überstunden im vertrag, was auf das selbe hinausläuft.

arbeitsverträge kann man allerdings nicht einfach so für ungültig erklären. derartiges kann als schlechter scherz wahrscheinlich einfach ignoriert werden.

30 tage urlaub ist natürlich fett. sowas soll es im osten irgendwo geben? krass. :)

an erfolg gebundenes gehalt gibt es für normale angestellte auch nicht - das unternehmerische risiko trägt natürlich der unternehmer.
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20.10.2011 10:37 Uhr von Finalfreak
 
+8 | -12
 
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Dessau ist gleich um die Ecke, das Unternehmen hatte
ja Luxuskonditionen ...
38h die Woche, 30 Tage Urlaub.
Normalerweise sind 40h Woche und 25 Tage Urlaub Standard.
Das Ganze natürlich bei 8€ die Stunde :>

[ nachträglich editiert von Finalfreak ]
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20.10.2011 11:02 Uhr von Kamimaze
 
+10 | -7
 
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@Finalfreak: > "das Unternehmen hatte ja Luxuskonditionen ...38h die Woche, 30 Tage Urlaub."

Ich denke mal, das ist schon der Standard und jeder Arbeitnehmer sollte sich überlegen, ob er dem Unternehmen weniger wert sein sollte.

Gute Unternehmen behandeln ihre Angestellten auch ordentlich, die werden sich auch hüten, sie schlecht zu behandeln, weil sie dann nämlich abwandern und zur Konkurrenz gehen. Und jeder Angestellte entscheidet selbst, für wen er arbeitet und die Zwangsarbeit ist bei uns schließlich abgeschafft (Grundgesetz Art. 12 Abs. 2).

[ nachträglich editiert von Kamimaze ]
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20.10.2011 11:28 Uhr von CoffeMaker
 
+6 | -3
 
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"normalerweise steht halt was von unvergüteten überstunden im vertrag, was auf das selbe hinausläuft."

Unvergütet? Nee, Überstunden ja, aber nicht unvergütet.
Die Arbeitskraft ist eine Ware und seit wann schenkt dir ein Händler seine Ware? Oder kannst du als Kunde den Händler dazu zwingen dir die Ware kostenlos zu überlassen? Glaube kaum.
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20.10.2011 11:49 Uhr von Schreiraupe
 
+8 | -1
 
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@CoffeMaker: Willst du uns erzählen das du noch nie was von unvergüteten Überstunden gehört hast geschweige denndass du glaubst sowas gäbe es in Deutschland nicht ! Ha :D..

Dann komm mal in meine Firma..bzw. überhaupt in die alten Bundesländer...darf ich fragen wo du wohnst?
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20.10.2011 12:00 Uhr von Rob550
 
+4 | -0
 
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Das gleicht Sklavenhaltung... insbesondere aus der Änderungskündigung eine fristlose zu machen ist eine Frechheit. Ich hoffe, dass es wirklich "nicht so gemeint" sei, wie es nun die Geschäftsführung sagte.

Im übrigen sit das eine grotten schlechte News. Der Sinn in der News ist total flasch. Die Arbeitsverträge sind nicht für ungültig erklärt worden, sondern es sind, wenn es denn ernst gemeint sei, Änderungskündigungen.

Ich denke es wird kontrolliert, ob die News in Ordnung ist. Hier hat derjenige, der das getan hat versagt! Schade dass dadurch das Niveau von SN sinkt :(
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20.10.2011 12:19 Uhr von CoffeMaker
 
+9 | -2
 
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@Schreiraupe nee kenne ich nicht. In meinen Arbeitsverträgen war nee verankert das kostenlose Überstunden zu leisten sind. Wenn Überstunden dann entweder bezahlt oder abbummeln.
Wie ich schon schrieb, Arbeitskraft ist eine Ware und so wie ich ohne Geld mir nichts kaufen kann, kann auch mein Arbeitgeber sich diese Arbeitskraft nicht kaufen wenn er nicht das Geld hat.

Ich würde allerdings Ausnahmen machen wenn der Arbeitgeber ein fürstliches Gehalt bezahlen würde, weil mit der Höhe des Gehalts steigt natürlich meine Loyalität der Firma gegenüber und ich helfe dann gerne bei Engpässen. Aber bei meinen moderaten Lohn kann das ein Arbeitgeber nicht verlangen, das wäre der Beginn der Sklaverei :)

Ich wohne in den neuen Bundesländern ;)
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20.10.2011 12:21 Uhr von Danielsun87
 
+1 | -3
 
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lach: also die konditionen sind echt mies..
ich würde keinen mit abi oder fachausbildung,unter 10 € / h empfehlen..oder gleich selbständig machen...
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20.10.2011 12:22 Uhr von Gebirgskraeuter
 
+2 | -2
 
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achja wie war das mal hab mal paar monate lang 14 tage durchgängig 12h Teildienst (also ca 8h früh, 4h abends) , dann 2 Tage frei und der Spaß ging von vorne los....da kommste dann schonmal auf 70, 80 h Wochenarbeitszeit. Für damals glaub 9€ am Tag als Zivi.

Hat man auch überstanden und wer nach soner Erfahrung nicht freiwillig studiert ist selbst schuld ^^

drum empfehle ich jedem nicht den Wehrdienst nach 5 Moanten in Zivildienst umzuwandeln nur um daheem zu sein ;)

Soweit ich das damals mitbekommen hab ist das aber auch für die normalen Pflegekräfte normal...
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20.10.2011 12:56 Uhr von K-rad
 
+1 | -5
 
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Titel ???. Arbeitszeit ist nicht Wochenarbeitszeit: Das Gesetz definiert "Arbeitszeit" als die Zeit vom Beginn bis Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen. Wenn man hier den Titel liest dann wird der Eindruck erweckt als müssten die Menschen 48 Stunden pro Schicht arbeiten. Reisserisch aber falsch !.
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20.10.2011 14:03 Uhr von Mika_lxxvii
 
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also: Zielgehalt hat ich als gewerblich Beschäftigter auch schon, das is nix weiter wildes, es muss halt nur darauf geachtet werden, dass man selber die Ziele auch beeinflussen kann ...

von daher kann da schon was drin sein, aber nicht mit Auswirkung auf das Fixgehalt, das ist fest, das Zielgehalt ist dann eine Bonuszahlung wie bei anderen Urlaubs- und Weihnachtsgeld

übrigens hab ich bei der Überschrift auch an 48 Std. Schicht gedacht -.-

die Frage ist auch: wie hoch ist die Arbeitslosigkeit in Dessau und wie stark sind die Chancen was anderes zu finden, wenn sich alle einig sind, kann sich der AG mit seinen Änderungkündigungen den A.. abwischen, weil niemand mehr da ist der noch was produziert ^^

wie ging das: "Alle Räder stehen still, wenn der Arbeiter es will" (weiß nur nicht mehr ob es Marx oder Engels war)
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20.10.2011 14:18 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Da bewerbe ich mich sofort ich arbeite 7 Tage die Woche (80 Stunden), habe fast keinen Urlaub, wegen Auftragsüberflutung. Geld gibt es nur so viel wie ich gearbeitet habe und die Kunden pünktlich zahlen. Krankheit ist unbezahlt.
Ein feiner Unterschied ist jedoch, dass ich meine Preise selbst bestimme.
Ich hatte als Angestellter drei Konkurse mitmachen müssen - und immer lag es an der Mißwirtschaft der Chefetage. Die Mitarbeiter haben doch gar keinen Einfluss darauf, wie die Firma wirtschaftet und ob diese ihre Ziele richtig gesteckt haben.
Statt 38 -> 48 Stunden, könnte man auch jemanden holen, der Arbeitsabläufe optimiert. Zudem arbeiten zufriedene Mitarbeiter wesentlich effektiver.
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20.10.2011 21:14 Uhr von indi1234
 
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Es gehören immer zwei dazu.

Die Einen die machen, die anderen, die mit sich machen lassen.

Solange die Deutschen die Mentalität vertreten, mein Hemd ist mir am nächsten, sprich Uneinigkeit, solange wird es "Menschen" geben die dies zu ihrem Vorteil ausnutzen.

Dieses System wird auch weiterhin bestand haben, solange die Deutschen nicht endlich mal begreifen, dass Einigkeit stark macht.

Doch bring das mal einem Deutschen bei.

[ nachträglich editiert von indi1234 ]
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20.10.2011 21:29 Uhr von Zero4Zero
 
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Ich arbeite jede Woche 60 Std. 19 uhr abends bis 7 uhr morgens ...

und kein Hahn kräht danach .....
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21.10.2011 00:21 Uhr von Marco Werner
 
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@Zero4Zero: Schön und gut,aber mit aller Wahrscheinlichkeit hast du davon gewusst,als du deinen Arbeitsvertrag unterschrieben hast,oder ? In dem Fall kannst du das nicht mit der hier vorliegenden Situation vergleichen: Hier haben 2 Seiten einen Arbeitsvertrag unterschrieben,der nachträglich einseitig und ausschließlich zum Nachteil des Arbeitnehmers verändert werden soll. Wie würdest du denn reagieren,wenn dein Chef plötzlich von dir verlangt, nochmal 26% (rund 15,6h) länger zu arbeiten und er beabsichtigt,deine Lohnzahlung an einen nicht in deinem Einflußbereich liegenden Faktor zu koppeln ?
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21.10.2011 08:13 Uhr von JesusSchmidt
 
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@Zeus35 und die 12 anderen minusgeber. schön, dass ihr hier die wahrheit nicht hören wollt.
vielleicht solltet ihr mal in der freien wirtschaft als angestellter arbeiten gehen.

mein dauernder hinweis? kiffst du? wo weise ich dauernd darauf hin? mir ist nichtmal bewusst, hier bei shortnews überhaupt schon mal das thema angeschnitten zu haben. das heisst natürlich nichts. was vor ein paar monaten war, weiss ich natürlich nicht mehr. :-)

mehrarbeit muss vergütet werden? mag sein. macht aber trotzdem in diversen bereichen einfach trotzdem niemand. wenn es den angestellten nicht passt, können sie ja was anderes suchen.

"ungültig erklären" ist für mich etwas anderes als "änderungskündigung". letztere ist ja nur eine normale kündigung mit all ihren fristen und bedingungen mit anschliessendem neuen vertragsangebot. ich verstehe nicht, warum du da diskutieren willst. trollst du?
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21.10.2011 10:27 Uhr von supermeier
 
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48h und 24 Tage Urlaub: sind die gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen, gemäß dem deutschen Arbeitsrecht.
Mit dem Gehalt allerdings wird es wohl etwas anders aussehen.

Hier darf man aber eher vermuten, dass die Arbeitsplätze wohl langfristig mit rumänischen Arbeitnehmern bei 68h und 0 Tagen Urlaub bei 20% Lohn ohne Zahlung von Sozialabgaben besetzt werden sollen.
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21.10.2011 11:09 Uhr von Marco Werner
 
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@Supermeier: Nicht vorgeschrieben,sondern die maximal zulässige Arbeitszeit. Laut §3 Arbeitszeitgesetz ist die Arbeitszeit auf 8h täglich beschränkt, kann aber befristet auf 10h hochgeschraubt werden. Im Gegenzug müssen diese 2h Überstunden aber in Freizeit ausgeglichen werden,da innerhalb von 6 Monaten wieder eine durchschnittliche Arbeitszeit von 8h rauskommen muss. Heißt: Wenn man die ersten 3 Monate täglich 10h arbeitet,dürfen´s in den nächsten 3 Monaten nur noch 6h sein.
Da also 48 Wochenstunden bei einer 5-Tage-Woche nicht dauerhaft zulässig sind, dürfte diese Ausweitung der Arbeitszeit der Einführung der 6-Tage-Woche gleichkommen
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21.10.2011 12:07 Uhr von Farscape99
 
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Nur wenn das: Ziel erreicht wird gibts auch Gehalt - ich lach mich weg. Das könnten die ja dann auslegen wie sie möchten. "Eigentlich wollten wir Euro 10,00 mehr erwirtschaften - ja schade..." Ideen gibts!
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21.10.2011 13:42 Uhr von supermeier
 
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Marco Werner: Da der Samstag ein ganz normaler Werktag ist, spricht rein rechtlich nichts dagegen.

5 Tage Woche und 40h sind allein Absprachen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden.

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