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EU will Ratingagenturen Bonitäts-Beurteilungen von Staaten verbieten

Immer verzweifelter und radikaler werden die Vorschläge europäischer Politiker zur Beilegung der europäischen Schuldenkrise. Nun beabsichtigt EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier gar, vorübergehend ein Verbot der Veröffentlichung von Länderratings zu erlassen.

Bis November soll es eine Beschlussvorlage geben, die wohl kaum vor Herbst 2012 verabschiedet sein wird. Sie soll für solche Staaten gelten, die am Tropf des EFSF oder des IWF hängen. Damit glaubt Brüssel "negative Folgen" für einzelne Staaten und die Weltwirtschaft eindämmen zu können.

Das Ratingverbot soll an diverse Vorgaben geknüpft werden. Neben laufenden Rettungsverhandlungen gehört dazu die Gefahr von Domino-Effekten. Ein Urteil der europäischen Aufsichtsbehörde ESMA soll Voraussetzung sein. Die EU-Kommission plant zudem stringentere Prüfungsauflagen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Verbot, Ratingagentur, Bonität
Quelle: www.ftd.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.10.2011 23:52 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Zur Lehmann-Krise vor drei Jahren warf man den Bonitätswächtern noch Untätigkeit vor. Hat aber auch nichts genutzt - die Krise kam nur um so heftiger. Offenbar will man dennoch zurück zu diesen Zuständen - auf das die Gläubiger einem Vogelstrauß gleich ihre Köpfe in den Sand stecken - den Gefallen wird der EU-Kommission wohl kaum jemand der Geldgeber und Zocker tun.

Ohnehin: Niemand wird den Bonitätswächtern die Veröffentlichung von Gutachten - etwa in den USA - untersagen können. Die Eurozone stellt sich hier aus Sicht der Finanzmärkte nur weiter ins Abseits.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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20.10.2011 03:46 Uhr von Abdul_Tequilla
 
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... die Ratingagenturen gute - und vor allem seriöse - Arbeit leisten kann ich nicht beurteilen. Allerdings WÜRDE ich das gerne beurteilen können. Dazu fehlt es mir aber an Transparenz. Und Transparenz ist der Grundstein einer jeden wissenschaftlichen und somit seriösen Vorgehensweise. Wenn S&P, Moody’s & Co. offenlegen würden, was alles erfüllt sein muss um ein Tripple-A zu bekommen bzw. was alles im Argen liegen muss, damit ein Unternehmen oder ein Staat auf ein Tripple-Z kommt, könnte ich das akzeptieren oder zumindest meine Kritik dazu äußern. So wie`s jetzt läuft, ist es einfach nur Schrott - und ich frage mich, wieso die soviel Beachtung finden. Immerhin haben die der Lehman Brothers Inc. Bestnoten gegeben - bis kurz vorm Offenbarwerden ihrer Pleite.
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20.10.2011 17:11 Uhr von mia_w
 
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Wie wäre es mit: Ignoranz? Da diesen Agenturen sowieso die Unabhängigkeit abhanden gekommen ist, könnten die Europäer diese ja auch ignorieren. Oder vllt eine Eigene gründen, die dann die eigenen Interessen in die Welt schreit. Z.B. Die USA auf A--(?) setzen.

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