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Arnsberg/Nordrhein-Westfalen: Mann stürzte am ersten Arbeitstag in 450 Grad heißes Tauchbecken: Mängel aufgedeckt

Weil ein Angestellter an seinem ersten Arbeitstag in einer Verzinkerei in ein Tauchbecken mit 450 Grad heißem Zink fiel und dabei tödlich verunglückte, führte die Bezirksregierung Arnsberg Arbeitsschutzkontrollen an rund 18 Verzinkerei-Betrieben im Aufsichtsbezirk Arnsberg durch.

Die Kontrollen ergaben, dass in rund einem Drittel der Betriebe keine entsprechenden Absturzsicherungen an den "offenen Bädern" vorhanden waren. Die Hälfte der kontrollierten Betriebe wiesen überdies Mängel bei Betriebsanweisungen und Unterweisungen beim Umgang mit Gefahrstoffen auf.

Arbeitgeber sind für den Arbeitsschutz in ihrem Betrieb verantwortlich und müssen Gefährdungsbeurteilungen durchführen. Gegebenenfalls müssen sie Arbeitsschutzvorrichtungen installieren. Bei den betroffenen Betrieben erfolgte die Nachrüstung jedoch erst nach Aufforderung durch die Bezirksregierung.


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WebReporter: asich
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Todesfall, Sturz, Mangel, Arbeitsunfall
Quelle: www.arbeitssicherheit.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.10.2011 12:20 Uhr von lina-i
 
+53 | -2
 
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Ist doch vollkommen Normal Die Arbeitgeber tun fast immer erst etwas, wenn sie von oberster Stelle dazu aufgefordert werden. Denn erst im Wiederholungsfall könnte (muss aber nicht) ein Bußgeld drohen.
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19.10.2011 12:38 Uhr von FrankaFra
 
+21 | -17
 
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Das hab ich mich schon immer gefragt: Merkt man das noch?
Man geht davon aus, dass selbst bei einer Zugüberrollung das Gehirn noch arbeitet. Jedoch bei dieser Flüssigkeit... wird es sofort zersetzt oder bin ich noch sekundenlang denkfähig?

Fies.
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19.10.2011 13:09 Uhr von ted1405
 
+32 | -1
 
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Auaaa! Auf diese Weise umzukommen ist etwas, was ich meinen ärgsten Feinden nicht wünschen würde.

Ich vermute, daß das Gehirn das in der Tat noch einige Augenblicke lang mitbekommt, vielleicht und mit Glück geht es auch direkt in die Bewusstlosigkeit über, weil es einfach zu viele Schmerzsignale sind.
:-(
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19.10.2011 13:24 Uhr von Azureon
 
+34 | -0
 
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Wie immer: Erst wenn was passiert, kriegen die Leute den Arsch hoch.
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19.10.2011 13:32 Uhr von ThomasHambrecht
 
+8 | -3
 
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Arbeitsschutz macht Ware teuer weshalb die Arbeit in China und diesen Ländern auch so billig ist. Jeder Betrieb hat Konkurrenz und schaut, dass er die Ware billiger verkaufen kann. Denn bei den Kunden gilt Geiz als geil.
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19.10.2011 13:39 Uhr von Johnny Cache
 
+11 | -4
 
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Aber bei mir in der Firma hat mich so eine Flachzange jedes Jahr mit schöner Regelmäßigkeit angepflaumt weil der Durchgang zu meinem Schreibtisch keine 80cm breit war und weil mein Monitor nicht senkrecht zu einer der Tischkanten stand.
Schön daß wenigstens einige die Sicherheit wirklich ernst nehmen... ;)
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19.10.2011 13:46 Uhr von Chuzpe87
 
+7 | -3
 
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Zinkerei: Das stell ich mir sehr sehr sehr sehr schmerzhaft vor. Immer wieder traurig, dass sowas in einem so hochgepriesenem modernen Land wie Deutschland passieren kann. Was ein Menschenleben wert ist, merkt man meist eh erst dann, wenn es in der eigenen Familie passiert. Unverständlich, wie ein Betrieb derart unverantwortlich mit seinen Mitarbeitern umspringt.
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19.10.2011 13:47 Uhr von Gorli
 
+7 | -1
 
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Newstitel ist irgendwie überdimensional.

"Tödlicher Arbeitsunfall in NRW: Mann stürzt in flüssiges Zink"

hätte nicht gereicht?
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19.10.2011 14:07 Uhr von Hebalo10
 
+1 | -0
 
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@FrankaFra, Zink hat eine relativ hohe Dichte, auch wenn es flüssig ist, wird Dein Körper nicht vollständig eintauchen können, sondern auf der Oberfläche verschmoren.
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19.10.2011 15:38 Uhr von daaark9
 
+1 | -29
 
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19.10.2011 15:46 Uhr von Tonio2011
 
+3 | -1
 
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@ThomasHambrecht: >>Jeder Betrieb hat Konkurrenz und schaut, dass er die Ware billiger verkaufen kann. Denn bei den Kunden gilt Geiz als geil.

Ja, ja, die ultimative Ausrede der Industrie. Als ob eine Firma so viel weniger verdienen würde, wenn sie ein paar Sicherheitsmaßnahmen einbauen würde. Es sind solche Firmen die geizig (und gierig) sind! Die Apple-Produkte beispielsweise sind alles andere als billig für den Kunden, trotzdem beutet diese Firma (so wie viele andere) Arbeiter in China aus und behält den Gewinn lieber ganz für sich. (Quelle: http://www.taz.de/!64271/ )

[ nachträglich editiert von Tonio2011 ]
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19.10.2011 15:49 Uhr von Serverhorst32
 
+3 | -11
 
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ist zwar schlecht für ihn: aber ist gut gegen korrosion steht bei wikipedia.
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19.10.2011 16:01 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -0
 
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Tonio2011: Ist zwar schön wenn man gegen Konzerne hetzen kann und dabei dann namhafte Unternehmen nennen kann, aber dann bitte vorher informieren.

Kein Hersteller kann die Arbeitsbedingungen bei 3.Zulieferern verfolgen bzw. überwachen. Nachdem die Zeitung dieses "Vergehen" aufgedeckt hat wurde direkt gehandelt und die Arbeitsbedingungen schlagartig verbessert (200% mehr Lohn, Arbeitszeitbeschränkung, etc.)

Und letzten Endes (wie es auch hier der Fall ist) geht es nicht darum dass die Sicherheitsregeln gar nicht eingehalten werden sondern nur überholt und nicht auf dem aktuellen Stand sind. Ist ein großer Unterschied. Aber anders kann man natürlich den Firmen Geiz und Gewinnsucht vorwerfen ;)
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19.10.2011 16:41 Uhr von Hebalo10
 
+1 | -0
 
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@Lewis Montray Alton , richtig, genau aus diesem Grund schrieb ich auch:

"wird Dein Körper nicht vollständig eintauchen können"

"Auftrieb", aus diesem Grund wird wohl ein Stück Eisen locker auf flüssigem Blei schwimmen können.
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19.10.2011 17:24 Uhr von daaark9
 
+0 | -2
 
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@Der_Kaiser_Von_China: oh nein da irrst du dich. ich habe nicht gesagt dass er es verdient hat. ich habe nur gesagt dass man natur respektieren soll. ich will nicht ständig von menschen unterrichtet werden die ich nie zu gesicht bekomme und welche sich das recht geben mir verbote zu erteilen. nur weil einer von 80millionen es mal nicht gepackt hat zu schauen wo er hintritt
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19.10.2011 17:45 Uhr von Azureon
 
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@ daaark9: Du kannst aber als Firma immer mit der Frage konfrontiert werden ob man alles getan hat, dass diese Situation hätte vermieden werden können.
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19.10.2011 19:38 Uhr von Hoschman
 
+4 | -4
 
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gääähn seit zig jahren tötet man jede art von tier (meeresfrüchte z.b.) durch ein wurf in das kochende wasser....
was soll also hier jetzt so arg fies sein?

tiere sind auch lebewesen und bei denen ist fast allen auch egal,
aber wehe ein mensch der nicht auf sich aufpassen konnte, fällt in sowas rein.

und wenn ich jetzt höre, das dies nen mensch war und kein tier, dann komm ich durch den bildschirm... wir sind auch nur tiere.
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19.10.2011 20:09 Uhr von conetzin
 
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@Hoschmann: Der Unterschied besteht darin, dass Säugetiere ein zentrales Nervensystem besitzen und deine Meeresfrüchte beispielsweise nicht. Wir empfinden Schmerzen, ein Hummer im kochenden Wasser nicht.
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19.10.2011 20:26 Uhr von Dracultepes
 
+5 | -0
 
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Dann führen die Leute die Sicherheitsvorkehrungen ein und die Arbeiter tun alles um sie zu umgehen weil sie Zeit kosten.

Da wird der 2 Taster an einer Presse "festgebunden" damit man nicht beide Hände zum betätigen braucht. Leider soll der auch sicherstellen das die 2 Hand nicht in der Presse ist.

Oder im Hafenbetrieb wird man anstatt mit einem Laschkorb mit dem Spreader rübergefahren. Hab ich auch selbst schon gemacht. Den Laschkorb anpicken dauert eben. Das witzige ist das meistens von oben die Order kommt:" Sicherheit geht vor".
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19.10.2011 22:11 Uhr von killozap
 
+1 | -0
 
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Es ist total zum Kotzen: was einem in manchen Betrieben zugemutet wird. Dabei muss es gar nicht mal Sicherheitsrelevant sein. Man muss irgendwelche teuren Produkte bearbeiten und verpacken, aber es hat nie eine Schulung stattgefunden, die einen befähigen würde, die Produkte einwandfrei zu unterscheiden.
Werden dann Produkte falsch verpackt, so wurde ich gar per Anwalt zur Zahlung des Schadens (Transportkosten) aufgefordert, obwohl natürlich kein Vorsatz oder eine gobe Fahrlässigkeit vorgelegen hatte.
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19.10.2011 22:55 Uhr von MatmanG
 
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@killozap: Ich glaube du hast deine aussage "...Produkte falsch verpackt, so wurde ich gar per Anwalt..." frei erfunden. Ich Arbeite seit über 15 Jahren auf eine Produktions Linie in der Industrie (Chemie Fabrik) in Schicht Arbeit, Ich war über 6 Jahre im Betriebsrat und bin seit über 9 Jahre als Schicht Leiter tätig. Ich habe noch nie davon gehört das ein MA Lohnen musste weil er ein Fehler gemacht hat. Zur News ... Wenn es eine Betriebsrat in den Betrieb gibt dann haben sie versagt, ferner ... die MA die seit Jahren dort Arbeiten hätten schon längst ihrer Arbeitgeber auf die Misstände aufmerksam machen müssen und um Abstellung gedrängt haben. Schade das es soweit kommen musste mein Beileid der Familie.

Bitte sei gnädig mit mir, mein Rechtschreibung ist nicht 100% sorry.

[ nachträglich editiert von MatmanG ]
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19.10.2011 23:00 Uhr von killozap
 
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Ich habe nichts erfunden: ich musste natürlich auch nicht löhnen, aber es wurde halt versucht, bei anderen Kollegen hat das auch geklappt, die haben gelöhnt, um ihren Job nicht zu verlieren. Aber das sind auch keine großen Arbeitgeber, wo es Betriebsrat und so gbt, da wird man schon mal schneller verarscht und auf die Angst vor Jobverlust gesetzt ...
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19.10.2011 23:23 Uhr von Udo-1968
 
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ich bleibe lieber arbeitslos da weiß ich das ich am leben bleibe
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19.10.2011 23:38 Uhr von 1234321
 
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Diese Stelle wurde ihm von seiner FALL-Managerin: vermittelt. Sie wollte ihn aus der Statistik raus haben.
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20.10.2011 14:11 Uhr von neminem
 
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@drachenmagier: find ich nicht. kann ja irgendwie am rand hängengeblieben sein, und nur mit den füßen eingetaucht sein. die wären dann halt ab, aber überlebt hätte er. :P ^^

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