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Neuer Staatstrojaner von Virenexperten gefunden

Eine neue Version des Staatstrojaners der Firma Digitask wurde nun von Virenexperten der Firma Kaspersky gefunden. Diese hat im Gegensatz zum ersten gefundenen Staatstrojaner weit mehr Eingriffsmöglichkeiten und kann auch für 64-Bit Windows-Betriebssysteme genutzt werden.

Es werden außer Skype auch eine Reihe anderer Voice-Over-IP-Applikationen überwacht. Zusätzlich können aber auch Browser, Mail- und Instant-Messaging-Programme ausspioniert werden. Unter anderem "firefox.exe", "icqlite.exe", "yahoomessenger.exe" und "skypepm.exe".

Da ein 64-Bit-Windows einen Treiber nur lädt, wenn dieser ein Zertifikat besitzt, geht der Virenexperte davon aus, dass beim installieren dieses Trojaners der Zertifikatsspeicher von Windows manipuliert werden müsse, da das vorhandene Zertifikat gefälscht sei.


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WebReporter: lina-i
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Internet, Computer, Windows, Virus, Spionage, Staatstrojaner
Quelle: www.heise.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.10.2011 08:24 Uhr von lina-i
 
+58 | -1
 
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Bisher hieß es immer, dass die Strafverfolger selbst keine Straftaten ausüben dürfen, um an Beweise zu gelangen. Das Ausspähen von Daten ist gemäß § 202a StGB ein Vergehen, welches mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft werden kann. Das Verändern von Daten ist gemäß § 303a StGB mit bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe zu ahnden.
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19.10.2011 08:32 Uhr von FrankaFra
 
+39 | -3
 
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ina-i: Dann sagen sie eben, es ginge um Terror, KiPo oder ähnliches... Wenn durch den Trojaner ein Kinderporno-Mensch überführt wird, interessiert sich das Volk nur noch für den Menschen, nicht für die unrechtmässige Aufdeckung.

Oder die Boulevardpresse legt los, denn mittlerweile reicht es ja schon, wenn da LINKS oder RECHTS oder GRÜN oder BANK draufsteht, um den Einsatz der Trojaner im Volksgedanken zu legitimieren.

Dabei hast du völlig recht: Es ist gegen das Gesetz. Sogar das Grundgesetz Deutschlands, soweit ich weiß. Denn meine Würde beinhaltet, dass ich grundsätzlich als unschuldig gelte.
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19.10.2011 08:36 Uhr von lina-i
 
+21 | -5
 
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Wenn es wirklich um schwere: Straftaten ginge...

Der erste Trojaner wurde bei jemandem eingesetzt, der mit (gefälschten) Arzneimitteln gehandelt haben sollte....

Das ist eindeutig Rechtsbruch.
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19.10.2011 09:06 Uhr von pull0verschwein
 
+15 | -0
 
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daten sammeln ist das eine, aber ganz kritisch ist, dass durch diese bundestrojaner auch daten auf dem überwachten pc verändert und gar hochgeladen werden können.

ich persönlich sehe da schon die ersten präzidenzfälle: es muss erst einmal durch unabhängige instanzen bewiesen werden, dass die gesammelten daten tatsächlich vom überwachten stammen und nicht der staat diese auf dem pc plaziert hat, um die maßnahmen überhaupt erst zu begründen/rechtfertigen.
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19.10.2011 09:11 Uhr von DerMaus
 
+19 | -0
 
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Polizei ist eine Gang: Man kann dem Staat sogar Bandenkriminaliät nach §303b Absatz 4 vorwerfen:
"In besonders schweren Fällen des Absatzes 2 ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
1. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt,
2. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Computersabotage verbunden hat,..."
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19.10.2011 09:24 Uhr von Pils28
 
+11 | -0
 
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Da wir keine funktionierende Gewaltenteilung: und keinen wirklich gelebten Rechtsstaat haben, wird da, denke ich, nicht allzuviel passieren. Da wird vielleicht der ein oder andere Unliebsame zum Opfer eines publikumswirksamen Exempels. Aber wirklich empfindlche Strafen werden da wohl nicht verhängt. Da kommend ann wie üblich entsprechende Briefe bei den obersten Richern und Staatsanwälten an, dass sie zugunsten ihres Arbeitsplatzes doch besser beide Augen zudrücken sollten.
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19.10.2011 09:30 Uhr von NGC4755
 
+15 | -1
 
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Und die: Produktion und der Vertrieb von Schadsoftware ist soweit ich weiß auch Verboten, deshalb müßte man die Firma Digitask verklagen die ja der Urheber von dem Ding ist.

Jetzt weiß man auch warum der Gesetzgeber so erpicht daruf ist Hackerprogramme und Co. zu verbieten, damit er (der Staat) dann ungehinderter in fremde Systeme eindringen kann und es niemand mehr so leicht mitbekommt.
Alles Verbrecher!

Willkommen 1984 V2.0
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19.10.2011 10:26 Uhr von Seravan
 
+3 | -0
 
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Weiterhin ist kirtisch zu bemerken: das der sogenannte Bundestrojaner viele offene Schnittstellen aufweist (entweder bewusst um weiteres einzubauen oder Unabsichtlich, weil absolute Vollpfosten den Code geschrieben haben). DIe Gefahr ist natürlich auch, das durch weitere hochgeladene Module, Daten und Dokumente verändert werden können und Programme ausgeführt werden können. Selbst auf die Video- und Audioperipherie kann zugegriffen werden und files aufgezeichnet sowie versendet werden.
Desweiteren versucht man sich den EU Kontrollbehörden zu entzeihen, da die aufgefangenen Daten auf einen Server übertragen werden, der nicht innerhalb der EU steht, sondern in den USA. Inwiefern dort eine Manipulation der Daten erfolgt, kann somit nicht stichhaltig ausgeschlossen werden.

Auch ist bedenklich das die Daten jederzeit von 3. Abgehört werden können, da die Übertragung mehr als mangelhaft gestaltet ist. Die Befehlsübermittlung ist nicht durch einen angemessenen Verschlüsselungsstandart gesichert.
Eine Zusammenfassung bekommt ihr unter folgender Adresse:
http://www.ccc.de/...


Alles in allem können die so gewonnen Daten nicht zur Beweisführung hergenommen werden, da Manipulation nicht ausgeschlossen werden kann, mal abgesehen von den rechtsstaatlichen Problemen die sowas aufwirft.

[ nachträglich editiert von Seravan ]
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19.10.2011 10:41 Uhr von Seravan
 
+10 | -0
 
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und im Übrigen Wenn ich das lese wird mir schlecht:

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) verteidigt in der am Sonntag erscheinenden "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" den Einsatz von Trojaner-Software für die Kommunikationsüberwachung sowie die durch die CCC-Analyse aufgedeckte Nachladefunktion: "Wir brauchen diese Nachladefunktion, um uns den normalen Updates auf dem Zielcomputer anpassen zu können."


Diese offenen Schnittstellen sind sowas von ungeeignet den Code an sich anzupassen, sondern nur um Zusatzmodule
einzufügen.

DIe ganze Politikerlügenbande sollte wg Meineid Verhaftet werden.
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19.10.2011 11:02 Uhr von Seravan
 
+4 | -0
 
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Freiheit: das war einmal.

DIe Politik verkauft unsere tiefsten Geheimnisse an ein anderes Land.
Ich will ja nicht Unken, aber da die USA alles kontrollieren möchte (alles unter dem Banner der Terrorabwehr) gehe ich davon aus, dass Deutschland sich schön GEBÜCKT hat und auf die Penetration wartet. (milde formuliert)

Command-and-Control-
Server (C+C-Server) befindet sich auf der IP 207.158.22.134. Diese IP liegt im
Rechenzentrum des "kommerziellen Hosting-Anbieters" Web Intellects in Columbus,
Ohio, USA.


Warum ist sowas kein Ziel von Anonymous und Fahnenträgern. Wenn man ein System zum Umdenken oder Stürzen bringen will, sollte man sich bessere Ziele als ausdenken als Konzerne mit wirtschaftlichen Hintergrund..


Nur so ein Denkanstoß

[ nachträglich editiert von Seravan ]
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19.10.2011 11:43 Uhr von Mordo
 
+3 | -0
 
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@ pull0verschwein: "ich persönlich sehe da schon die ersten präzidenzfälle: es muss erst einmal durch unabhängige instanzen bewiesen werden, dass die gesammelten daten tatsächlich vom überwachten stammen und nicht der staat diese auf dem pc plaziert hat, um die maßnahmen überhaupt erst zu begründen/rechtfertigen. "

=====

Oder anders ausgedrückt (leichtes Hinken nicht ausgeschlossen):

Stellen wir uns vor, es wäre bekannt, dass sich die Polizeibehörden Nachschlüssel für die Wohnungen unliebsamer Bürger anfertigen lassen. Müsste dann ein Richter nicht über eine amtlich attestierte Merk- und Denkbefreiung verfügen, um zu glauben dass das bei der Durchsuchung von Max Mustermanns Wohnung gefundene Kokainpaket NICHT aus irgendeiner Asservatenkammer stammt?

SCNR
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19.10.2011 12:02 Uhr von JesusSchmidt
 
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skype per trojaner überwachen? wozu? skype hat eigens für die behörden zur verfügung stehende abhörschnittstellen.
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19.10.2011 13:38 Uhr von RickJames
 
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Ich finde es lustig das man nur die Exe-Datein umbenennen muss (z.B. Icq.exe -> Icku.exe) und schon funktioniert der Trojaner nicht mehr.
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19.10.2011 13:57 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Die Freiheit die einmal war bringt mich schwer zum nachdenken. Denn wann war das? Vor 50 Jahren? Vor 100? Im Mittelalter?
Die Antwort ist, wir hatten noch nie soviel Freiheit. Soll jeder für sich mal 1000 Jahre Geschichte zurückgehen. Vor 400 Jahren musste man 3mal am Tag beten, sonst hatte man Angst in die Hölle zu kommen. Da hat die Kirche den Alltag kontrolliert.

Mit Internet, PC und Co. gelingt es heute zahlosen Verbrechern Milliardenbetrügereien, Zollbetrug, Schmuggel, Kinderpornografie zu betreiben. Man braucht ein vernünftiges Mittel um Leute, die verdächtig sind zu kontrollieren.
Auf den Strassen gibt es die Verkehrskontrolle - bei Firmen kontrolliert der Steuerprüfer. Aber was mache ich wenn moderne Kommunikationsmethoden für Verbrechen eingesetzt werden? Wie kontrolliert man das korrekt?
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20.10.2011 00:22 Uhr von Peter323
 
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@Sire_Tom_de_Jank: glaub mir, den Dreck willste net sehen, mit was die sich so beschäftigen oder an was die sich aufgeilen...

Zum Thema:
Recht haben und Recht bekommen sind 2 Paar Schuhe.
Die Ermittlungsbehörde bzw. der Staat sitzt einfach am längeren Hebel als das gemeine Volk, ganz egal was der Trojaner am Ende macht ...
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20.10.2011 02:52 Uhr von AMB
 
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Recht haben und bekommen ? sind das nicht zwei paar Stiefel. Selbst wenn es hunderte von Gesetzen gibt, die einen Trojaner verbieten, so ist es doch, zum einen, kaum möglich zu ermitteln, wen man verklagen muß und zum anderen, sollte man um dies überhaupt erst mal zu können den Täter erst mal bemerken.

Die Wahrscheinlichkeit, daß jemand erwischt wird ist also verschwindend gering. Warum machen wir uns dann so einen Kopf, kann doch fast jeder heute einen Trojaner an andere weitergeben, wenn er nur wirklich will.

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