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Griechenland von Streiks gelähmt

Der Generalstreik in Griechenland hat das öffentliche Leben nahezu komplett lahmgelegt. Hunderttausende streikende Beamte und Angestellte aus allen teilen den öffentlichen Lebens versuchen den Staat in die Knie zu zwingen.

Der Streik richtet sich gegen den Sparkurs des Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou, der Steuererhöhungen, Massenentlassungen und extremes Sparen vorsieht, da er sonst keine weiteren Unterstützungen aus der EU erhält.

In den Straßen liegen mittlerweile mehr als 30.000 Tonnen Müll herum. Deshalb hat die Regierung wegen einer drohenden Seuchengefahr streikende Müllarbeiter zum Dienst verpflichtet.


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WebReporter: Sire_Tom_de_Jank
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Griechenland, Streik, Demonstration
Quelle: www.zeit.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.10.2011 18:11 Uhr von NoPq
 
+7 | -5
 
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@autor: Du hast absolut recht..!

Bei uns wurde nach der Lehman-Pleite aber auch vieeeel geredet. Was ist bei uns im Endeffekt passiert? Auch net arg viel mehr.

Ich bin der Meinung es handelt sich hier um eine Systemkrise, die halt irgendwo zuerst ausbricht.. davon betroffen sind wir alle - und auch wir Deutschen haben über unsere Verhältnisse gelebt oder tun es immer noch. Die ganze westliche Welt hat das.

Aber hierzu Lösungen zu finden wird hart. Eine Trennung von Investment- und Geschäftsbanken oder eine Transaktionssteuer auf Finanzgeschäfte wird da auch nur bedingt helfen.. Was aber nicht heißt, dass sowas nicht eingeführt werden sollte ;-)
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18.10.2011 18:42 Uhr von Freddy_Frank
 
+11 | -4
 
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Und wann gehen wir Deutschen auf die Straße?
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18.10.2011 18:48 Uhr von Winneh
 
+6 | -3
 
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Die wehren sich nicht: gegen das "Sparen" an sich, sondern dagegen das nur die kleinen bis mittleren Einkommen davon betroffen sind. In der Führungsebene ändert sich nämlich gar nichts.

Solange der Wasserkopf, der sich Regierung nennt, bei denen weiter die Hilfspakete untereinander aufteilt wird da nie etwas gescheites bei rauskommen. Bezahlen muss das der einfache Bürger, nicht der hohe Regierungsangestellte mit zig Konten im Ausland.
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18.10.2011 18:51 Uhr von Bayernpower71
 
+9 | -5
 
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in Griechenland: wird alles verkehrt gemacht was man verkehrt machen kann.

In Kriesenzeiten investieren, investieren und nochmals investieren. Bürgschaften der anderen EU-Länder OK, aber Zinsen zu 1 oder 2% (blöd, daran verdienen dann die Banken dann keine 13%).

Steuern massiv senken um die Kaufkraft zu erhöhen. Erhöhte Kaufkraft schafft Arbeitsplätze und Steuern. Neue Arbeitsplätze = Menschen mit Kaufkraft. Im Endeffekt erhält der Staat mehr Steuern als beim rumsparen (nicht von heute auf morgen, dauert bissel). Weniger Steuern, mehr Touristen die Geld mitbringen.

Korruption massivst bekämpfen. (aber da machen die Griechen nicht mit)

Dies hätte man in den letzten 2 Jahren machen können. Jetzt kannst nur noch einen Backstein aufs Gaspedal legen und auf den Einschlag des Staates Griechenland warten.

Bestes Beispiel ist die Absenkung des Mindestlohnes auf 600 Euro. Wer profitiert davon? Der Otto-Normal-Verbraucher der für die Binnenwirtschaft absolut nötig ist? Never, die Zocker und Banker profitieren davon. Zwar nur kurzfristig, aber das taugt denen.

Das mit den Lohnnebenkosten ist auch zu 100% auf Deutschland übertragbar. Export stark, Binnenwirtschaft schwach. Lohnnebenkosten senken und dafür höheres Gehalt (also gleiche Lohnkosten für den Arbeitgeber) schwächt den Export nicht und stärkt die Binnenwirtschaft.


Edit:
so, das wollte ich mal loswerden ^^

[ nachträglich editiert von Bayernpower71 ]
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18.10.2011 22:57 Uhr von Sonny61
 
+1 | -1
 
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Die Griechen bezahlen ja den Streik nicht sondern wir.
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19.10.2011 00:04 Uhr von NilsGH
 
+0 | -0
 
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Die Meinung des Autors finde ich irgendwie daneben:

1. Jene Griechen, die da demonstrieren, geben mit Nichten ihren "Wohlstand" auf. Es handelt sich um jene Menschen, die keinen Wohlstand haben und ihn wohl auch nie hatten: Es sind jene, die nicht wissen, wie sie nach weiteren Entlassungen und Lohnkürzungen ihren Lebensunterhalt bezahlen sollen, also laufende Kosten und einfach was zu Essen. Und um wenigstens über die Runden zu kommen gehen sie eben auf die Straße, auch wenn die Polizei sie im Namen der Politiker jagt und zusammenschießt (mit Gummigeschossen, Wasserwerfern u.ä.)

2. Sie machen sich vielleicht keine Gedanken um wirkliche Pläne, wie es der Autor sagt. Das ist auch nicht ihre Aufgabe!! Die Politik müsste sich Gedanken machen, wie man Geld in die Staatskassen bekommt, ohne gleich jedem zweiten Landsmann die Lebensgrundlage zu entziehen. Das geht nicht? Oh, das glaube ich schon! Die häufig angesprochene Korruption müsste konsequent bekämpft werden, Reiche vernünftig besteuert und Weiteres. Politiker müssen mal einsehen, dass man den einfachen Mann nicht noch weiter belasten kann. Und wenn es dazu die Lähmung des Landes bedarf, dann bitte.

3. Eben habe ich einen KOmmentar gelesen à la "Wir zahlen ja den Streik" (also Deutschland). Das ist erstens nicht ganz richtig, und zweitens sollte man sich mal fragen, warum wir dann einen TEIL der Kosten zahlen: Nicht wegen der griechischen Bevölkerung. Ich glaube 3/4 der Bürger dort wäre viel zu stolz, die anderen EU-Bürger um Geld zu bitten. WIR zahlen im Moment, weil unsere Politiker mindestens genau so viele Fehler machen, wie die griechischen. Und ich glaube, dass unsere Politiker ihre "Fehler" mit wesentlich mehr Vorsatz begehen, als andere.

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