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Griechenland: Mann verklagt Regierung wegen Hochverrat

Dimitris Antoniou ist Chirurg und sieht sein Land durch den strengen Sparkurs ausgeweidet. Der Grieche hält den Tausch Finanzhilfen gegen Reformen für den falschen Weg und will nun etwas dagegen tun.

Er verklagt die gesamte Regierung wegen Hochverrat, die den Bürgern aufgezwungenen Sparmaßnahmen bezeichnet er als "Versklavung".

Auch die Opposition ist in der Klage Antonious mit inbegriffen, denn diese habe sich nicht gegen den Beschluss gewehrt, sondern dem Finanzpaket zugestimmt. Der Chirurg steht mit seiner Meinung nicht alleine da, immer mehr Griechen geben vor allem der Regierung die Schuld an der Krise.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Regierung, Krise, Griechenland, Klage
Quelle: www.spiegel.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.10.2011 16:01 Uhr von VersaGER
 
+3 | -13
 
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17.10.2011 16:15 Uhr von Sir_Waynealot
 
+6 | -6
 
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Irgentwo müssen die Griechen ja sparen wenn sie mehr ausgeben als dass sie einnehmen wenn sie kein geld mehr von den Banken bekommen.


Keine ahnung mit welcher rosafarbenen brille der die Welt sieht.
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17.10.2011 16:22 Uhr von DJGeorg
 
+7 | -1
 
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Ich hätte die Regierung nicht wg. Hochverrats angeklagt, sondern wg. Korruption. Denn die Beamten und Volksvertreter sind in Griechenland mindestens zu 80% Korrupt
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17.10.2011 16:48 Uhr von Phyra
 
+5 | -1
 
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beschweren wenn es schief geht kann irgendwie jeder, aber ich habe irgendweshalb nie vor der krise etwas von demonstationen in griechenland gehört, dass der staat über seine verhaeltnisse leben wuerde.
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17.10.2011 16:50 Uhr von Winneh
 
+3 | -1
 
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Sir_Waynealot: Die Sparmassnahmen werden auf die mittlere und untere Einkommensschicht abgewälzt, während sich die "Grossen und Reichen" fleissig an den Rettungspaketen bedienen.

Arbeitslose bekommen z.b. kein Arbeitslosengeld obwohl sie eingezahlt haben. Zu allem Überfluss steigt die Arbeitslosigkeit auch drastisch, denn die Regierung soll ja "sparen" - also werden massenweise Normal- und Geringverdiener entlassen. Es hat sich also unterm Strich nichts geändert für die hohen Herren, denn die Masse darfs ausbaden.

Das die Griechen nen Hass auf Deutsche haben kann man also durchaus nachvollziehen.

@Phyra
Griechenland macht schon seit zig Jahren Unsummen an Schulden und bezahlt Rechnungen nicht.
Nur ist irgendwann halt mal schluss bzw der Karren an der Wand und seitdem gibts dort auch Demos usw.

[ nachträglich editiert von Winneh ]
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17.10.2011 17:04 Uhr von Katzee
 
+1 | -1
 
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@ Winneh: Griechenland hat bisher das höchste Arbeitslosengeld Europas gezahlt. Wenn da nun gekürzt wird, heisst das noch lange nicht, dass kein AG mehr gezahlt wird.
http://www.focus.de/...
http://www.focus.de/...
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17.10.2011 17:24 Uhr von Winneh
 
+3 | -0
 
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Katzee: Dann schau doch bitte mal auf das Datum deiner Quellen.

"Lohnkürzungen und Pensionskürzungen bis zu 30 Prozent.
Senkung des Mindestlohns auf 600 Euro.
Drastische Verteuerungen ohne Ende (Heizöl +100 Prozent; Benzin +100 Prozent, Strom, Heizung, Gas, öffentliche Verkehrsmittel +50 Prozent) in den letzten 15 Monaten.
Ein Drittel der 165.000 Handelsbetriebe hat zugesperrt, ein Drittel kann die Löhne nicht mehr bezahlen."

"Staatsbedienstete oder Bedienstete staatsnaher Betriebe, wie Olympic Airlines oder Krankenhäuser, erhalten seit Monaten kein Gehalt und werden auf Oktober oder „nächstes Jahr“ vertröstet. "
http://diepresse.com/...

Genauso siehts beim ALG aus, auf dem Papier hast du dein Geld - nur braucht es eben vom Amt zu dir, zig Monate.
Technisch gesehen hast du also recht, praktisch bekommen sie kein Geld ausgezahlt.
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17.10.2011 17:50 Uhr von Katzee
 
+1 | -4
 
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@ Winneh: Ich kann in Deinem Kommentar keinen Beleg finden, dass kein ALG ausgezahlt wird, weil sie den Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen sind. Dass Griechenland de Facto pleite ist und daher staatliche Gelder (Gehälter, Pensionen, Renten, ALG etc.) nicht mehr auszahlen kann, ist eine andere Sache.

Übrigens: Senkung des Mindeslohns auf 600 Euro ist doch gar nicht so schlecht. Selbst einen so geringen Mindeslohn gibt es in weitern Teilen der deutschen Wirtschaft nicht einmal.
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17.10.2011 18:10 Uhr von 3nu6E8CcvW1Up9kJ0ZR
 
+2 | -1
 
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Wozu brauchen die Griechen Geld? Na ja, wozu brauchen sie den Geld?
Die Regierung braucht vielleicht Geld (für die eigene Tasche) und die Geldgierigen im Lande natürlich auch.
In den Urlaub brauchen die Griechen ja nicht zu verreisen sie haben ja Meer und warmes Wetter.
Essen können sie auch genug, da wächst ja alles mögliche.
Heizkosten brauchen sie auch nicht scheuen bei den sehr mildem Klima im Winter.

Wozu brauchen sie also das Geld?
Ich frage mich, wozu sie die Milliarden an Unterstützung brauchen.
Um Auslandsschulden zu bezahlen? Im übertragenem Sinne bezahlt sich das Ausland selbst dabei oder?
Wo liegt der ganze Sinn bei der Sache?

Also wenn ich Grieche wäre, würde ich auch die Regierung verklagen.
Sie wollen nur die Bevölkerung plündern und enteignen auf die eine oder andere Weise.

Da würde ich aber die Bombe rein lassen.
Sollen alle Griechen auf die Strasse gehen, ich denke sie haben recht!
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17.10.2011 18:22 Uhr von Winneh
 
+1 | -1
 
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Katzee: "..dass kein ALG ausgezahlt wird, weil sie den Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen sind"
Das habe ich auch nie behauptet.

"Dass Griechenland de Facto pleite ist und daher staatliche Gelder (Gehälter, Pensionen, Renten, ALG etc.) nicht mehr auszahlen kann, ist eine andere Sache. "

Unterm Strich das gleiche Ergebnis, die arme Socke am ende der Kette bekommt kein Geld. Was übrigends auch genau meiner Aussage im ersten Post entsprach.

"Übrigens: Senkung des Mindeslohns auf 600 Euro ist doch gar nicht so schlecht. Selbst einen so geringen Mindeslohn gibt es in weitern Teilen der deutschen Wirtschaft nicht einmal. "
Ich suche immernoch die Ironie in deinem Post, habe aber irgendwie das laue Gefühl, das das dein ernst war...

In Deutschland haben wir _gar keinen_ Mindestlohn und wie die Sekung auf 600€ dem Land helfen soll ist auch nicht nachvollziehbar. Die Milliarden werden schliesslich von der Regierung verschleudert und aufgeteilt, nicht vom kleinen Arbeitnehmer und trotzdem darf der kleine bluten während sich bei den Wohlhabenden _nichts_ ändert.

Was übrigends genau der Punkt ist, warum die Griechen gegen ihre Regierung demonstrieren.




Arbeitslose bekommen z.b. kein Arbeitslosengeld obwohl sie eingezahlt haben
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17.10.2011 18:42 Uhr von Katzee
 
+1 | -1
 
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@ Winneh: "In Deutschland haben wir _gar keinen_ Mindestlohn und wie die Sekung auf 600€ dem Land helfen soll ist auch nicht nachvollziehbar."

In Deutschland haben wir in verschiedenen Branchen durchaus Mindeslöhne. http://www.destatis.de/...

Allerdings gibt es noch immer Branchen, in denen Hungerlöhne gezahlt werden. Die Menschen, die auf solche Jobs angewiesen sind, wären über einen Mindestlohn von 600 Euro froh. Verstanden?
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17.10.2011 18:51 Uhr von Ich_denke_erst
 
+1 | -1
 
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Chirurg - ach ja: Da fällt mir nur eins dazu ein: Als erstes sollte er sein Einkommen und seine Steuererklärungen offenlegen. Wenn er ordentlich seine Steuern gezahlt hat darf er klagen.

Ich kenne einen Arzt in Griechenland der sogar noch damit angibt dass er nur 20.000 Euro Jahreseinkommen versteuert.
Dass ist das was er in einem Monat verdient (er ist Zahnarzt). Als Chirurg verdient der Mann sicher genauso viel - also offenlegen.
Obwohl ich die Griechen wirklich gerne mag habe ich derzeit überhaupt kein Verständniss mehr für das was da abgeht. Plötzlich sind die Regierung und die Opposition Schuld. Sorry Griechen - das habt ihr alle euch eingebrockt. Hier hilft nur noch Konsequenz - kein Geld mehr nach Griechenland und auch kein Schuldenerlass!!
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17.10.2011 18:56 Uhr von Winneh
 
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Soso, 600€ ist in deinen Augen also kein Hungerlohn, obwohl jeder mit H4 schon deutlich mehr bekommt.

Solch einer Aussage gibt es wirklich nichts mehr hinzuzufügen.

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