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Boxen: 26 Jahre unschuldig im Knast - nun steht der 52-Jährige vor Profi-Debüt

1983 wurde Dewey Bozella von einem Gericht für schuldig befunden, eine 92-jährige Dame ermordet zu haben und zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren verurteilt, nachdem zwei Zeugen falsch aussagten. Da er sich weigerte, die Tat zu gestehen, verlängerte sich die Strafe immer wieder.

Nach 26 Jahren Gefängnisaufenthalt wurde der heute 52-jährige US-Amerikaner schließlich für unschuldig befunden und auf freien Fuß gesetzt. Während dieser Zeit machte er den Master in Theologie und wurde im Boxen Halbschwergewichts-Champion der Strafvollzugsanstalt.

"Das Boxen ist es gewesen, das mir durch meine Zeit im Gefängnis geholfen hat. Nun muss ich die Chance ergreifen, meinen Traum wahr zu machen", äußerte sich Bozella. Am Samstag steigt er zu seinem ersten Profikampf gegen den 30-jährigen Larry Hopkins (USA) in den Ring und macht so seinen Traum wahr.


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WebReporter: Sascha B
Rubrik:   Sport
Schlagworte: USA, Gefängnis, Schuld, Boxen, Profi, Debüt
Quelle: de.eurosport.yahoo.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.10.2011 09:38 Uhr von Sascha B
 
+27 | -1
 
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Normalerweise würde jeder sagen, mit 52 Jahren erstmals in den Ring zu steigen, sei völliger Irrsinn. Dewey Bozella kann ich aber verstehen. Schließlich hat er fast sein ganzes Leben verpasst und muss das nun irgendwie nachholen. Sei es ihm gegönnt.
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16.10.2011 09:50 Uhr von joseph1
 
+35 | -0
 
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der hatte: sein debüt gestern schon und er gewann einstimmig nach punkten
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16.10.2011 11:53 Uhr von Maniska
 
+26 | -3
 
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Wundere: nur ich mich dass es in einem (angeblichen) Rechtsstaat möglich ist eine Gefängnisstrafe willkührlich zu verlängern nur weil der "Täter" seine Unschuld beteuert?
So wie sich das hier liest kam er auch nur deshalb frei weil den Zeugen die Falschaussage nachgewiesen werden konnte?
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16.10.2011 14:36 Uhr von Hallominator
 
+4 | -1
 
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Master in Theologie? Und das im Gefängnis?
Sehr interessant...

[ nachträglich editiert von Hallominator ]
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16.10.2011 17:11 Uhr von Noseman
 
+5 | -1
 
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@maniska: Das ist bei uns auch nicht viel anders. Normalerweise wird einem nach 2/3 der Haftzeit der Rest zur Bewährung erlassen, wenn man sich "gut führt".

Dazu gehört aber auch Einsicht, also etwa ein schuld- und somit Tateingeständnis.

Das führt dazu, dass schon im Vorfeld bei Gericht viele Leute unschuldig gestehen und weiterhin in Haft dabei bleiben, weil sie so ganz bedeutend besser wegkommen.

Scheiss-System, sowas.
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16.10.2011 20:21 Uhr von JesusSchmidt
 
+0 | -2
 
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@Noseman - lies die nachricht mal richtig! der wurde zu 20 jahren verurteilt und saß mangels geständnis 26 jahre! es ging also nicht um verweigerte haftverkürzung. in der bananenrepublik usa scheint das ganze rechtssystem völlig willkürlich zu sein. es ist eigentlich ein wunder, dass die bullen dort noch nicht gleich urteile aussprechen und vollstrecken...
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16.10.2011 20:54 Uhr von Noseman
 
+2 | -0
 
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Ach so tschuldigung: Den News- und Quelltest habe ich tatsächlich nicht genau gelesen, denn da wurde unterschlagen, dass die Strafe "20 Jahre bis lebenslänglich" hiess; die 20 Jahre also nur das FRÜHESTmögliche Haftentllassungsdatum markieren.

http://en.wikipedia.org/...

Und, ist das jetzt nun so viel anders als bei unseren Lebenslänglichen (Können; müssen aber nicht nach 15 Jahre entlassen werden)?
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17.10.2011 20:17 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -1
 
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@ maniska / jesusschmidt: Das "angeblich" kannst du dir schenken. Das Justizsystem eines Landes operiert naheliegenderweise nach den Gesetzen des jeweiligen Landes und nicht nach denen Deutschlands.
Wie auch noseman schreibt, wurde der Man