15.10.11 09:43 Uhr
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Anmeldezahlen bei streng-christlichen Privatschulen steigen

92 Privatschulen der evangelikalen Christen gibt es bereits in Deutschland. Diese Glaubensrichtung, die aus dem Protestantismus erwachsen ist, erläutert sich selbst als streng gläubig und orientiert sich an den genauen Bildern, die in der Bibel beschrieben werden.

Allein im letzten Jahr stieg die Anmeldezahl um fünf Prozent, was den Schluss nahelegt, dass trotz geringer Gesamtzahl diese Form des Unterrichts einen Zulauf erfährt. Wissenschaftler sind über die Unterrichtsmethoden empört, wird doch etwa der Biologieunterricht etwas anders unterrichtet.

Zwar würden alle Themen behandelt, doch deute man stets darauf hin, dass Homosexualität von Gott nicht angedacht war, und dass bei der Entstehung der Erde und ihrer Lebewesen eher die Theorie des Kreationismus Anklang findet. Manche Eltern forderten gar, Bilder von nackten Menschen aus dem Biologiebuch zu entfernen.


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WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Unterricht, Biologie, Kreationismus, Evangelikalismus
Quelle: www.zeit.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.10.2011 09:43 Uhr von FrankaFra
 
+13 | -12
 
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Übel, wenn man sich vorstellt, dass ein Kind total gehirngewaschen wird.
Die Evangelikalen werden das jedoch sicher auch von meiner Bildung behaupten....

:D

Unbedingt mal Quelle lesen!
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15.10.2011 09:47 Uhr von Again
 
+2 | -7
 
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"Manche Eltern forderten gar, Bilder von nackten Menschen aus dem Biologiebuch zu entfernen."
GIbt ja Feigenblätter.

btw. Kreationismus http://www.youtube.com/...
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15.10.2011 10:12 Uhr von artefaktum
 
+24 | -12
 
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Wieso darf eine Schule die Kreationismus im Biologie(!)untericht lehrt, überhaupt staatlich anerkannte Schulabschlüsse vergeben?
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15.10.2011 10:45 Uhr von artefaktum
 
+10 | -9
 
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@Menschenhasser007: "Weill die Schulen trozdem einen Staatlich vorgeschriebenen Standart einhalten."

Dieser Standard kann wohl kaum beinhalten, Kreationismus im Biologie(!)untericht zu lehren. Das man von so was im Religionsunterricht erfährt, wäre ja in Ordnung.

"Wer nicht will das sein Kind von der Grundschule an, nur nach seinen Äußeren, Herkunft, Hautfarbe verurteilt und benotet wird, für den sind Christliche Privatschulen, eine echte Alternative!"

Also sind alle Schulen voreingenommen außer streng christliche? Da habe ich aber so meine Zweifel ...
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15.10.2011 10:51 Uhr von Again
 
+5 | -9
 
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Menschenhasser007: "Wer nicht will das sein Kind von der Grundschule an, nur nach seinen Äußeren, Herkunft, Hautfarbe verurteilt und benotet wird, für den sind Christliche Privatschulen, eine echte Alternative!"
Um den Kindern dann beizubringen Leute dann nach ihrer Religion und ihrer Sexualität zu beurteilen? Na, ich weiß nicht...

Und wer sagt, dass an solchen Schulen die Noten nicht auch nach diesem Schema vergeben werden?

[ nachträglich editiert von Again ]
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15.10.2011 10:58 Uhr von artefaktum
 
+10 | -5
 
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@Again: "Und wer sagt, dass an solchen Schulen die Noten nicht auch nach diesem Schema vergeben werden?"

Das ist eine interessante Frage. Wie würde beispielsweise eine solch streng christlich orientierte Schule damit umgehen, wenn ein Schüler irgendwann offen bekennt, er sähe sich als Atheist oder glaubt irgendwas anderes?

Ich will jetzt im Einzelfall gar nicht unterstellen, dass man da auf Intoleranz der Schule trifft. Allerdings käme man da selbst bei offener Toleranz in ein Dilemma.
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15.10.2011 11:08 Uhr von quade34
 
+9 | -5
 
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ich denke, dass die Hauptgründe darin liegen, dass es wenige Miranten gibt und Deutsch hervorragend gelernt werden kann. Viele Eltern würden ihre Kinder gern in solche Schulen schicken, hätten sie nur das Geld dafür.
Private Schulen sind doch die einzige Alternative zur staatlichen Minimalausbildung.

[ nachträglich editiert von quade34 ]
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15.10.2011 12:19 Uhr von AnotherHater
 
+3 | -6
 
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Troll: Seht das ganze doch als deutsches Ausbildungslager für fundamentalistische Christen, ähnlich wie die in Afghanistan und sonste wo. :D
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15.10.2011 12:49 Uhr von AdiSimpson
 
+8 | -1
 
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2000 jahren sitzen wir wieder in erdlöchern und freuen uns
"ich habe feuer gemacht" preisen wir den feuergott...

religionen sind mir ein menschliches rätsel
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15.10.2011 13:23 Uhr von Phillsen
 
+2 | -1
 
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Wie sagt Marcellus Wallace? Wir wollen nicht glauben, wir wollen wissen...
Da wir aber nicht wissen müssen wir halt glauben.
Die einen glauben dass da nichts ist, die Anderen dass da etwas ist.
Ich bleib lieber bei denen die vermuten dass da nichts ist, lebt sich freier und ungezwungener.
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15.10.2011 13:26 Uhr von Polyhymnia
 
+5 | -1
 
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Säkularisierung jetzt! Es wird Zeit, das sich das unreligiöse 1/3 der Gesamtbevölkerung politisch bemerkbar macht.
Weg mit Religionsunterricht - statt dessen Religionen- oder Weltbilderunterricht. Es kann nicht sein das Grundschüler Mythen aus der Bronzezeit lernen und dabei nichtmal wissen was eine Galaxie, der Urknall oder Evolution ist!

Weg mit staatlich finanzierten religiösen Kindergärten etc., die sogar ihr Arbeitspersonal nach dem Glauben diskriminieren dürfen, obwohl das im Grundgesetz verboten ist!

Und Weg mit religiösen Schulen. Wir brauchen nicht nochmehr Spaltung in der Gesellschaft. So raubt man den indoktrinierten Kindern die Chance auch mal andere Sichtweisen kennenzulernen und verstärkt die Isolierung von Gruppen und damit fundamentalen Wahnsinn!
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15.10.2011 13:57 Uhr von Phillsen
 
+0 | -3
 
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@Polyhymnia: Naja im Prinzip stimm ich dem zu, aber ich finde man sollte menschen schon erlauben, zu glauben was sie wollen.
Das Problem dabei ist, was auch immer man für richtig hält, man wird versuchen es zumindest seinen Kindern, wenn nicht auch noch seinen Mitmenschen aufzudrängen.
So ist der Mensch nunmal.
Ich "glaube", dass es falsch ist gleich von potentiellen Fundamentalisten und deren Wahnsinn zu sprechen, wenn man religiösen Werten anhängt
.
Sobald sich eine solche Gruppe tatsächlich dazu aufschwingen sollte in das Gesammtsystem eingreifen zu wollen, á la Kreationismus für alle oder sowas, können wir sie gerne niederknüppeln um Ihnen zu zeigen, das ihnen Gott nicht beisteht.
Das dumme ist nur, das das in Afghanistan ja auch nicht klappt.
Ganz gleich was wir tun, ob per Gesetz, Faustrecht oder wasweißich es wird Religionen nicht verhindern.

Wobei wie wärs wenn wir ne Art Antizeugen gründen. Die von Haus zu Haus gehen und von Physik, Chemie und Mathematik Predigen?
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15.10.2011 14:16 Uhr von irykinguri
 
+0 | -1
 
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christen: streng gläubig? deswegen kommt ihr auch laut der kirche nicht in den himmel. der papst, der vatikan ja sogar die ganze katholische kirche erkennt die evangelische kirche nicht an und stellt sie auf die gleiche stufe wie tiere. die kommen nämlich auch nicht in den himmel. im grunde seid ihr für die nur protestierende rebellen. dabei dachte ich die protestanten wären ein bisschen cooler wie diese hardliner, aber wenn ihr auch strenggläubig seid, und nicht annerkannt werdet als christen, tut es mir schon leid für euch

ja diese christen...
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15.10.2011 14:16 Uhr von Polyhymnia
 
+5 | -1
 
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Phillsen: Ich will den religiösen Glauben nicht verbieten. Ich stehe 100% hinter der Meinungsfreiheit. Aber ich stehe auch 100% hinter der Trennung von Religion und Staat, welche immernoch nicht gewährleistet ist.

Tatsache ist Religionen auf der ganzen Welt kämpfen gegen Meinungs- und Pressefreiheit, gegen die Gleichberechtigung von Schwulen, Frauen und Andersgläubigen und sogar gegen Gedankenfreiheit.
Es gibt also keinen Grund für Säkularisten einen Gang zurückzuschalten.

Antizeugen sind ne lustige Idee, aber ein ordentliches Schulsystem, indem die Kinder schon früh das moderne Weltbild erzählt bekommen würde denke ich mehr bewirken. Warum hört man bis zur Oberstufe nichts vom Urknall? Evolution frühestens in der 7. Klasse und was eine Sonne genau ist kommt NIEMALS dran!
Aber Hauptsache ab der 1. Klasse Schöpfungsmythos (was ich bei meiner kleinen Schwester beobachten konnte)
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15.10.2011 14:17 Uhr von ChickenCowboy
 
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Traurig, traurig: Erschreckend ist doch, wie elitär sich diese religiöse Gruppe sieht und wie weit verbreitet sie ist, dank dem Zwang dem sie von der vorherigen Generation unterworfen wurden. Merkt man schon an den Kommentaren hier. Als vorherrschendes Ideal in den letzten Jahrhunderten haben sie maßgeblich dazu beigetragen, dass die Menschen sich anfreinden und nun tun sie so, als seien sie die Weltverbesserer.

Religionsfreiheit, Bildungschancen, Wahlfreiheit und all das wurde nicht von den streng religiösen Menschen erfochten, sondern zumeist von den freier denkenden Ungläubigen. Und nun schicken die Leute ihre Kinder wieder in eben jene Horde der Verblödung, statt sich dafür einzusetzen, dass sich in den normalen Institutionen etwas ändert. Aber wir glaube ja auch wieder an Hokuspokus wie Homöopathie. Typisch deutscher Pessimismus - wenn mir der eine nicht hilft, wie mir das passt, renn ich zum nächsten.

Nun geht die Minusgeberei wieder los... 8-] Pastafarianismus ist das einzige! ;-D

[ nachträglich editiert von ChickenCowboy ]
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15.10.2011 15:12 Uhr von Phillsen
 
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@polyhymnia: Fällt mir grad auf dass du recht hast, Biologie Physik und Chemie gabs wirklich erst ab der 6/7. Klasse. Ethik konnten wir ab der Neunten wählen wenn ich mich recht erinnere.
Das sollte so tatsächlich nicht sein.
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15.10.2011 15:27 Uhr von Floppy77
 
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Gott hatte auch nicht angedacht, dass: Männer sich an kleinen Knaben vergehen und trotzdem...
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15.10.2011 15:29 Uhr von Dracultepes
 
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Die armen Kinder.

Deswegen bin ich für eine Schulpflicht(und zwar keine Privatschulpflicht) eben um eine solche Indoktrinierung zu verhindern.

Aber ganz ehrlich, wer kann es denen verübeln bei der qualität unserer Schulen.
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15.10.2011 15:41 Uhr von Polyhymnia
 
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Phillsen: Grundschüler sind natürlich nicht in der Lage, echten Biologie/Physik/Chemieunterricht zu haben, die müssen erstmal schreiben lernen.
Aber es ist absolut möglich den Kindern in einfachen Worten zu erzählen was Sonnensystem und eine Galaxie ist, das sich Lebewesen über Zeit anpassen und wir alle aus kleinen Kügelchen bestehen, die sich wie Magnete anziehen.

Dieses kindgerechte Grundwissen in was für einer Welt wir überhaupt leben ist leider komplett nicht vorhanden, statt dessen dürfen von den Kirchen eingesetzte Religionsvertreter Schöpfungsmythen etc. lehren.
Welche Partei vertritt einen solchen Wandel?

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