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Jobcenter überweist versehentlich 83.000 Euro - HartzIV-Pärchen gibt Geld aus

Ein Paar aus Schöneck bei Magdeburg, 22 und 21 Jahre alt, traute ihren Augen nicht, als sich ihr Jobcenter im Juli und August als außergewöhnlich großzügig erwies. Ihr Kontostand wuchs in dieser Zeit überraschend um 83.000 Euro. Grund sei ein Eingabefehler gewesen, so die Leiterin des Amtes.

Erfolglos versuchte die Behörde, nach Feststellung der Misere, die jungen Leute postalisch und telefonisch zu kontaktieren, ein Anhörungstermin verstrich. Nach Ansicht des Amtes hätte das Duo erkennen müssen, diese Summe nicht behalten zu dürfen. Mittlerweile droht das Amt mit dem Gerichtsvollzieher.

Der Grund: Das Paar wehrt sich per Anwalt und verweist auf das Internet. Nur bei arglistiger Täuschung, Drohung oder Bestechung müsse man das Geld zurückzahlen, so ihre Interpretation. Und so flossen rund 33.000 Euro in Kinderausstattung und Wohnungsausstattung. Lediglich 50.000 Euro konnte das Amt bislang sicherstellen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Euro, Geld, Pärchen, Jobcenter
Quelle: www.ftd.de

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.10.2011 21:58 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+103 | -31
 
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Na, so fließt das Geld wenigstens in die Binnenwirtschaft und wir haben alle was davon. Sonst wäre es demnächst gen Hellas versandfertig gemacht worden - zur Freude Ackermanns.
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14.10.2011 22:34 Uhr von fuxxa
 
+91 | -15
 
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Verständlich: dass die die Knete nehmen. Hätte ich als H4 Empfänger auch gemacht und wäre damit ins Casino und hätte beim Roulette alles auf Schwarz oder Rot gesetzt. Bei Erfolg hätte ich es zurückgegeben. Bei Misserfolg...Privatinsolvenz und nach 7 Jahren Schuldenfrei ;)
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14.10.2011 22:36 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+15 | -10
 
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@bertl058: jep, aber einige - gottlob nicht alle - werden die kleine Spitzfindigkeit wohl nie verstehen.

Das Verhältnis ist (bislang) besorgniserregend...oder zieht die News einfach nur eine bestimmte Lesergruppe besonders (schnell) an? ;-)

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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14.10.2011 22:57 Uhr von blz
 
+22 | -35
 
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14.10.2011 23:06 Uhr von DarkBluesky
 
+9 | -1
 
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Naja: Recht haben die auf der einen Seite, Es ist denen Überwiesen worden, das es ein Fehler ist ???????? naja da kann nun der Sachbearbeiter den Stuhl wechseln von Hinter dem Tisch nach vor dem Tisch. Ich warte mal auf das Urteil des Gerichts wäre ja toll wenn die Arge verliert. Ausserdem können die ja nun davon Leben, dann haben die lange keinen Anspruch auf AlgII.
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14.10.2011 23:16 Uhr von fuxxa
 
+28 | -0
 
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Würde garnicht mal dem Sachbearbeiter die Schuld geben. Fehler sind halt menschlich und passieren.

Schuld hat derjenige, der für die Rechtevergabe verantwortlich ist. Nen ERP Programm sollte ne positive Rechtevergabe nutzen, was heißt, das jeder User erstmal garnichts kann und ihm alle Berechtigungen zugeordnet werden bzw ihm ne bestimmte Rolle zugeordnet wird. Wie es bei SAP zum Beispiel ist. Wenn nen Sachbearbeiter mal so einfach 84k auszahlen kann, scheint das Problem woanders zu liegen. Er hätte bestimmt auch 3 Millionen aufs Konto des Bekannten überweisen können.

Nen aufpoppendes Fenster mit Kompetenzüberschreitung hätte hier schon ausgereicht

[ nachträglich editiert von fuxxa ]
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14.10.2011 23:19 Uhr von 1234321
 
+12 | -12
 
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Meiner Meinung sind sie nur die Finder, von: verloren gegangendem Geld.

Es ist kein Verbrechen, verlorendes Geld, zu behalten.

@ fuxxa :
Dein Beitrag ist der Beste !! :-)

[ nachträglich editiert von 1234321 ]
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14.10.2011 23:34 Uhr von Hebalo10
 
+10 | -7
 
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@1234321, "Es ist kein Verbrechen, verlorendes Geld, zu behalten."

Da irrst Du Dich, es ist rechtlich Diebstahl und damit strafbar, bei "verlorenem" Geld.

Im Fall dieses Pärchens jedoch liegt die Sache ein wenig anders, hier müsste ein Gericht entscheiden.
Ich jedenfalls hätte das Geld abgehoben, es gibt Entscheidungen, welche mir hier (teilweise) Recht gegeben hätten.

[ nachträglich editiert von Hebalo10 ]
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14.10.2011 23:47 Uhr von Schwertträger
 
+6 | -7
 
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@hoenigponoekel: Es ist ein Unterschied, wenn jemand mit guten Absichten versucht Geld einzusetzen und es geht dann schief, oder ob jemand sich Geld aneignet, von dem er schon von vorneherein weiss, dass es ihm nicht gehört.

Moralisch ist das Diebstahl, was die beiden da gemacht haben.
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14.10.2011 23:53 Uhr von Schwertträger
 
+18 | -7
 
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@1234321: >>Meiner Meinung sind sie nur die Finder, von verloren gegangendem Geld.
Es ist kein Verbrechen, verlorendes Geld, zu behalten.<

Doch, ist es.
Es steht einem lediglich ein Finderlohn zu.
Wo bist Du aufgewachsen, dass Du das nicht weisst?

Wenn Du morgen im Tage auf der Straße 20.000 EUR findest und die einsteckst und nicht abgibst, und sie kommen Dir auf die Spur, bist Du wegen Fundunterschlagung dran.
Meine Güte, den Fall hatten wir doch gerade erst mit den verlorenen Geldbomben aus dem Transporter.<


Außerdem gibt man doch, wenn man weiss, wer´s verloren hat, das Geld schon aus Gewissensgründen zurück und auch aus Rücksichtsgründen, weil man dem Sachbearbeiter, der den Fehler gemacht hat, Ärger ersparen möchte.
Nennt sich Anstand.
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15.10.2011 00:13 Uhr von Alice_undergrounD
 
+6 | -5
 
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koks und nutten! alles andere kann man pfänden, hätte er mal dran gedacht hätte er das geld wenigstens so ausgeben können dass er was davon hat xD
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15.10.2011 00:31 Uhr von 1234321
 
+15 | -5
 
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Gewissensgründen gegenüber dem Sachbearbeiter ???? Oh nein, die Sachbearbeiter dort, sind selbser der gewissenloseste Abschaum der Gesellschaft. (Ausnahmen bestätigen die Regel...)
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15.10.2011 01:23 Uhr von Schwertträger
 
+10 | -4
 
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@1234321: >(Ausnahmen bestätigen die Regel...)<

Tja, und wenn´s dumm läuft, haut man genau so eine Ausnahme in die Pfanne.

Ich weiss übrigens nciht, was Ihr für ARGE-Sachbearbeiter habt. Ich hatte mittlerweile in meinem Leben mit mehreren zu tun und die waren sämtlich korrekt und in Ordnung.
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15.10.2011 02:17 Uhr von Kappii
 
+13 | -0
 
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@Drachenmagier: "Falls versehentlich zuviel gezahlt worden sei, könnten die Behörden den Auszahlbetrag nur für die Zukunft neu festlegen. Zurückgeben müsse ein Empfänger das Geld nur, wenn er es sich mit falschen Angaben, durch Drohungen oder Bestechung verschafft habe."

Ich kann dir versichern, dass diese Regelung nicht bei 83.000€ gilt. Jedem Menschen wird bei dieser Summe sofort klar, das es sich um einen offensichtlichen Fehler handelt und nicht nur um mal 150€ zuviel. Da kann man jedem Menschen noch soviel Naivität und Gutgläubigkeit bescheinigen. Wer bei diesem Betrag nicht stutzig wird....
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15.10.2011 03:24 Uhr von FrankaFra
 
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Traurig: dass Schwertträgers Kommentare Minusse kriegen.

Man beschert sich, dass "die da oben ohne Anstand raffen und verschleudern", aber das Bild zeigt hier doch deutlich, dass das einige nur schlecht finden, weil sie es nicht selber sind.

Traurig.
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15.10.2011 06:46 Uhr von Hafturlaub
 
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@Drachenmagier: Du beziehst dich auf ein Urteil in einem anderen Fall. Natürlich kann ein Richter im jetzt vorliegendem Fall ein ganz anderes Urteil fällen, was wohl auch passieren wird.
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15.10.2011 07:04 Uhr von Bibaa
 
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hehe: kindergeldboost
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15.10.2011 07:06 Uhr von UICC
 
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@Hafturlaub: Das würde aber voraussetzen, dass Drachmagier in der Schule lesen gelernt hat und, dass er geschriebene Wörter verstehen kann

:D
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15.10.2011 07:15 Uhr von Mr.Krabbe
 
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HartzIV-Pärchen gibt Geld aus: besser als es den Griechen in den Ar*** zu schieben
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15.10.2011 07:53 Uhr von derNameIstProgramm
 
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naja: ich gehe mal davon aus dass es sich um öffentliche Töpfe handelt, die auch am Ende irgendwo beantragt werden müssen. Da fehlen also nun 83.000 Euro die wieder irgendwie reingebracht werden müssen. Ich denke mal die nächsten 2000 anstehenden Anträge im Jobcenter werden einfach abgelehnt, und schon hat man das Geld wieder drinnen. Der Verlierer ist am Schluss nicht das Jobcenter sondern die Leute, die nun etwas nicht bekommen das sie ansonsten vielleicht bekommen hätten.

Im Endeffekt ähnelt es dem gefundenen Geld auf der Straße. Man selbst kann es behalten, aber muss nunmal damit leben dass man anderen Menschen damit schadet. Die rechtliche Situation ist erstmal nebensächlich, hier gehts um den Charakter...
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15.10.2011 08:19 Uhr von tinagel
 
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und: selbst wenn sie es behalten könnten...
Das jobcenter würde das Geld als Einkommen betrachten und angenommen sie würden normalerweise 830 Euro bekommen, dann würde einfach 83.000 / 830 Euro gerechnet.

Die nächsten 100 Monate , also ca 8 Jahre wird das Jobcenter keinen Cent mehr ausbezahlen.

Wenn Sie das Geld also schon ausgegeben haben, werden sie bald an einen Punkt kommen wo ihnen das Geld ausgeht und sie schlechter dastehen wie jetzt. Außer sie finden Arbeit. Wovon ich allerdings irgendwie nicht ausgehe.
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15.10.2011 09:49 Uhr von Rob550
 
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Tja Hirn einschalten beim Geld ausgeben: Wegen einer solche blödheit hat sich das Pärchen nun strafbar gemacht... Wenn man mal nachgedacht hätte, wäre man selbst drauf gekommen, dass das nicht rechtens ist das zu Unrecht bekommene Geld auszugeben.

Bevor ihr mir massenhaft Minusse gibt bedenkt: es sind UNSERE Steuergelder ;)
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15.10.2011 09:54 Uhr von tutnix
 
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@Rob550: strafbar weswegen? es gab immerhin ein rechtsgültiger bescheid über diese summe. wer wirklich ärger kriegen wird wegen strafbaren handlungen, ist die bank ;).
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15.10.2011 11:37 Uhr von Kamimaze
 
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Ich hätte die Kohle auch behalten, selbst Schuld, das Jobcenter...
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15.10.2011 11:45 Uhr von Trademark1
 
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Erdmännchen: Ehrenwert? Das ich nicht lache. Die setzen Kinder in die Welt ohne dafür sogen zu können. Die Rechung bekommt die Allgemeinheit. Unfähig und dämlich scheinen die auch noch zu sein. Das dies auf Ärger hinausläuft, ist jedem klar, dessen IQ über 75 liegt. Dies ist aber, gerade bei körperlich gesunden, jungen H4-Empfängern mit Kindern so gut wie nie der Fall. Lauter Bratzen, die sich vermehren wie die Karnickel, dessen Nachwuchs in der Regel die gleiche "Karriere" einschlägt wie deren Vorfahren. Es gibt Familien, die schon über Generationen von Stütze leben, wo Großeltern gerade mal ende dreißig sind und wo in der Sippe dauernd jemand mit dickem Bauch rumläuft. Jaja, Vorurteile.... Ich sage: Die Regel. Wenn der Schwager bei der AA arbeitet, kann mich schon ein Urteil bilden. Die Mär vom chancenlosen Arbeiterkind, der unverschuldet in H4 gerät ist nichts weiter als Sozialromantik. Und das sage ich als Raubtierkapitalismus-Hasser.

[ nachträglich editiert von Trademark1 ]

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