Irland: Perücken-Pflicht für Richter wird abgeschafft
Seit dem Jahr 1660, in dem die englische Monarchie wieder in Irland eingeführt wurde, müssen irische Richter Perücken bei den Verhandlungen tragen. Und obwohl Irland seit 1922 von Großbritannien unabhängig ist, wurde diese Tradition bis jetzt aufrechterhalten.
Die neue Entscheidung wurde vom Komitee, das zuständig ist für die Arbeitsregeln der Richter, gestern bekannt gegeben. Den Vorsitz des Komitees hatte die einzige Top-Richterin Irlands inne, die Oberste Richterin Susan Denham.
Die Abschaffung des knapp 350 Jahre alten Gesetzes hat auch finanzielle Vorteile zur Folge. Eine Perücke kostete etwa 2.200 Euro und die Richter konnten sich diesen Betrag zurückerstatten lassen.